Bachelorarbeit, 2015
82 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
1. Autismus-Spektrums-Störungen
1.1 Asperger-Syndrom
1.1.1 Theory of Mind
1.1.2 Zentrale Kohärenz
1.1.3 Ursachen
1.1.4 Diagnostik
1.1.5 Therapieansätze
2. Fallstudie
2.1. Fallbeschreibung
2.2 Methodik
2.2.1 Protokolle
2.2.2 Fragebogen
2.2.3 Vorbefunde
2.3. Fallanalyse
2.3.1 Soziale Interaktion und Kommunikation
2.3.2 Spezialinteressen
2.3.3 Wahrnehmung
2.3.4 Motorik
2.3.5 Intelligenz
2.3.6 Methodenkritische Betrachtung
3. Zusammenfassung und Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Prozess der Diagnose und die therapeutische Begleitung eines jungen Erwachsenen mit Asperger-Syndrom. Das primäre Ziel besteht darin, die Persönlichkeit und die spezifischen Fähigkeiten des Betroffenen unter Berücksichtigung von Asperger-Autismus, intellektueller Hochbegabung und einer motorischen Beeinträchtigung kritisch zu analysieren und Zusammenhänge zwischen diesen Merkmalen zu reflektieren.
1.1.1 Theory of Mind
Theory of Mind beschreibt die Fähigkeit, psychische Zustände sich selbst und anderen Menschen zuzuschreiben, und “die eigenen Gedanken, Gefühle, Wünsche, Absichten und Vorstellungen und diejenigen anderer Menschen zu erkennen, zu verstehen, vorherzusagen und in die eigene Planung einzubeziehen“. Attwood fasst diese Fähigkeiten unter dem Oberbegriff „Empathie“ zusammen.
Eine mangelhafte ToM hat zur Folge, dass Menschen mit Autismus Schwierigkeiten haben können, sich in die Gefühlswelt anderer Menschen hineinzuversetzen, die Sichtweise und das Wissen anderer Menschen in eigene Handlungsabläufe einzubeziehen, zu anderen Menschen freundschaftliche Beziehungen zu entwickeln, Absichten und Interessen anderer Menschen zu verstehen sowie darauf einzugehen und in einer Gesprächssituation das Interesse der anderen Gesprächsteilnehmer an der eigenen Rede zu registrieren und einzuschätzen.
Fehlinterpretation ironischer Bemerkungen, von Witzen oder bildhafter Sprache sowie Schwierigkeiten bei der Artikulation und Einordnung von Gefühlen können ebenso in einer eingeschränkten ToM begründet sein.
Die Möglichkeit, anhand des Gesichtsausdruckes Gedanken und Gefühle anderer Menschen zu verstehen, können Menschen mit Autismus oftmals nicht anwenden, da sie sich nicht wie normale Menschen auf die Augen, sondern auf andere Bereiche des Körpers oder auf Gegenstände fokussieren.
1. Autismus-Spektrums-Störungen: Dieses Kapitel erläutert die Definition und Entwicklung des Konstrukts der Autismus-Spektrum-Störung, inklusive relevanter Diagnosekriterien und fachwissenschaftlicher Diskussionen.
2. Fallstudie: Hier wird der Prozess der diagnostischen Abklärung und die methodische Vorgehensweise (Interviews, Fragebögen, Vorbefunde) bei einem jungen Erwachsenen im Detail beschrieben und analysiert.
3. Zusammenfassung und Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse der Fallstudie zusammen und reflektiert kritisch die gestellte Diagnose unter Einbeziehung von Komorbiditäten.
Asperger-Syndrom, Autismus, Fallstudie, Theory of Mind, Spezialinteressen, Motorik, Hochbegabung, Diagnose, Sozialverhalten, Kommunikation, Wahrnehmung, Therapie, Komorbidität, Symptomatik, Verhaltensauffälligkeiten.
Die Arbeit behandelt eine Fallstudie zu einem jungen Erwachsenen mit Asperger-Syndrom, wobei insbesondere die diagnostischen Aspekte und die Reflektion der persönlichen Entwicklung im Fokus stehen.
Die zentralen Themen sind das Asperger-Syndrom, motorische Einschränkungen, intellektuelle Hochbegabung sowie die sozialen und kommunikativen Herausforderungen der betroffenen Person.
Das Hauptziel ist die Analyse der Persönlichkeit und Fähigkeiten des Betroffenen vor dem Hintergrund seiner Asperger-Diagnose und der Untersuchung möglicher Zusammenhänge zu anderen Behinderungsmerkmalen.
Es wurden methodisch Gesprächsprotokolle aus einer Therapieeinrichtung, verschiedene Fragebögen sowie vorliegende klinische Vorbefunde zur Fallanalyse herangezogen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Autismus-Thematik und eine detaillierte Fallanalyse, die soziale Interaktion, Spezialinteressen, Wahrnehmung, Motorik und Intelligenz umfasst.
Asperger-Syndrom, Autismus, Fallstudie, Theory of Mind, Spezialinteressen und motorische Entwicklung sind die prägenden Begriffe.
Da beim Betroffenen eine infantile Cerebralparese vorliegt, dient die Arbeit dazu, die Interaktion und Abgrenzung zwischen dieser körperlichen Einschränkung und den autistischen Symptomen zu untersuchen.
Die Theory of Mind wurde mittels des Sally-Anne-Experiments und durch Beobachtungen im sozialen Kontext des Betroffenen reflektiert, um die Perspektivübernahme-Fähigkeiten des Probanden einzuordnen.
Die Arbeit zeigt, dass eine hohe Intelligenz und ausgeprägte Reflexionsfähigkeit als Kompensationsstrategien dienen können, was die diagnostische Abgrenzung erschwert.
Die Diagnose bleibt aufgrund der Komplexität aus Asperger, ICP und Hochbegabung differenziert zu betrachten, wobei die Unterstützung des Betroffenen unabhängig von einer zweifelsfreien Kategorisierung im Vordergrund steht.
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