Masterarbeit, 2016
79 Seiten, Note: 1,3
1. Zunehmende Fokussierung auf Cash-flow-Größen in Krisenzeiten
2. Gründe für eine Cash-flow-orientierte Anreizsetzung im PKW-Absatz
2.1 Der PKW-Absatz aus Sicht deutscher Hersteller
2.1.1 Das Absatzsystem deutscher PKW-Hersteller
2.1.2 Der Gütertransfer zwischen den Distributionsstufen
2.2 Principal-Agent-Probleme als Ausgangspunkt zur Gestaltung eines Anreizsystems mit Cash-flow-Größen
2.2.1 Die Principal-Agent-Problematik zwischen den Distributionsstufen im PKW-Absatz
2.2.2 Gründe für die Einbeziehung von Cash-flow-Größen in Anreizsystemen
3. Der Cash-flow als Kennzahl im Steuerungssystem des PKW-Absatzes
3.1 Berechnung von Cash-flows für den PKW-Absatz
3.1.1 Grundlagen zu Kennzahlen als Controlling-Instrument
3.1.2 Methoden der Cash-flow-Berechnung im Vergleich
3.1.3 Der Cash-flow als Beurteilungsmaß
3.1.4 Besonderheiten des Cash-flows im PKW-Absatz
3.2 Integration von Cash-flow-Größen in das Steuerungssystem für den PKW-Absatz
3.2.1 Anforderungen an eine Integration von Cash-flow-Größen in das betriebliche Steuerungssystem
3.2.2 Aufbau eines Cash-flow-orientierten Werttreiberbaumes zur Steuerung im mehrstufigen PKW-Absatzsystem
3.2.3 Verhältnis von Cash-flow-Größen zu anderen Steuerungsgrößen
3.2.4 Typische Maßnahmen des Cash-flow-Managements
4. Gestaltung eines Anreizsystems mit Cash-flow-Größen im PKW-Absatz
4.1 Anreizsysteme als Koordinationsinstrument zur Lösung von Principal-Agent-Problemen
4.1.1 Generelle Anforderungen an ein Anreizsystem
4.1.2 Allgemeine Komponenten eines Belohnungssystems
4.2 Eignung von Cash-flow-Größen als Bemessungsgrundlage für Belohnungssysteme
4.2.1 Prüfung der Cash-flow-Größen auf Anreizkompatibilität
4.2.2 Prüfung der Cash-flow-Größen auf Controllability
4.2.3 Prüfung der Cash-flow-Größen auf Kollusion
4.3 Gestaltung geeigneter Belohnungsfunktionen innerhalb eines Cash-flow-orientierten Belohnungssystems
4.4 Die Bonusbank als Ausschüttungsregel zur langfristigen Anreizsicherung bei periodenindividueller Cash-flow-Betrachtung
4.5 Gesamtbeurteilung eines Belohnungssystems mit Cash-flow-Größen für Manager im PKW-Absatz
5. Der Einfluss einer Cash-flow-orientierten Steuerung auf die Beurteilung von Investitionen
Die Arbeit untersucht die Eignung von Cash-flow-Größen als zentrale Steuerungskennzahl im PKW-Absatz und entwickelt ein anreizkompatibles Belohnungssystem für dezentrale Vertriebseinheiten, um die Unternehmensfinanzierung in Krisenzeiten zu sichern.
2.1.1 Das Absatzsystem deutscher PKW-Hersteller
Die Automobilindustrie gilt als eine Kernbranche der deutschen Industrie. Um besondere Anreizwirkungen in diesem Kontext untersuchen zu können, wird zunächst deren Absatzsystem mit seinen zugehörigen Begrifflichkeiten erläutert. Zur Automobilindustrie gehören die Hersteller von Kraftwagen und deren Motoren sowie Produzenten von Straßenzugmaschinen, Anhängern, Aufbauten, Kraftfahrzeugteilen und -zubehör. In dieser Arbeit wird jedoch speziell auf den Begriff Personenkraftwagen, kurz PKW, eingegangen. Darunter werden Kraftfahrzeuge verstanden, die der Beförderung von Personen dienen und zusätzlich zum Fahrersitz nicht mehr als acht Sitze aufweisen, womit Lastkraftwagen oder Busse beispielsweise ausgenommen sind. Zu den deutschen Herstellern zählen hierbei alle PKW-Hersteller mit Sitz der Muttergesellschaft in Deutschland, wodurch beispielsweise Opel aufgrund der Muttergesellschaft GM aus den folgenden Beispielen herausgenommen wird. Die deutschen Automobilhersteller firmieren zudem alle unter der Rechtsform einer Aktiengesellschaft und sind am Kapitalmarkt notiert. Durch die internationale Geschäftstätigkeit sowie Verflechtungen durch Übernahmen, stellen die Hersteller allesamt Konzerne dar, d. h. der Konzern besteht aus einer Gruppe rechtlich selbständiger Unternehmen, die aber als wirtschaftliche Einheit von einer Obergesellschaft geführt werden.
1. Zunehmende Fokussierung auf Cash-flow-Größen in Krisenzeiten: Die Einleitung beleuchtet die Auswirkungen der Finanzkrise ab 2007 auf die Liquiditätssicherung von Unternehmen und die wachsende Bedeutung von Cash-flow-orientierten Steuerungsansätzen.
2. Gründe für eine Cash-flow-orientierte Anreizsetzung im PKW-Absatz: Dieses Kapitel analysiert das Distributionssystem deutscher PKW-Hersteller und identifiziert Principal-Agent-Probleme als Ursache für Interessenkonflikte, die eine zielorientierte Anreizsetzung erforderlich machen.
3. Der Cash-flow als Kennzahl im Steuerungssystem des PKW-Absatzes: Es werden Methoden zur Cash-flow-Berechnung erläutert und die Kennzahl auf ihre Eignung als Beurteilungsmaß im Controlling sowie in Werttreiberbäumen hin untersucht.
4. Gestaltung eines Anreizsystems mit Cash-flow-Größen im PKW-Absatz: Der Hauptteil konzentriert sich auf die Anforderungen an Belohnungssysteme (Anreizkompatibilität, Controllability) und die konkrete Ausgestaltung mittels Bonusbanken zur Sicherung langfristiger Anreize.
5. Der Einfluss einer Cash-flow-orientierten Steuerung auf die Beurteilung von Investitionen: Das Abschlusskapitel thematisiert, wie eine Cash-flow-orientierte Steuerung die methodische Wahl bei der Investitionsbeurteilung beeinflussen kann.
Cash-flow, PKW-Absatz, Anreizsysteme, Controlling, Principal-Agent-Theorie, Liquidität, Bonusbank, Werttreiberbaum, Unternehmenssteuerung, Controllability, Anreizkompatibilität, Investitionsrechnung, Distributionssystem, Cash Value Added, Vertriebsgesellschaften.
Die Arbeit untersucht, wie Cash-flow-basierte Kennzahlen genutzt werden können, um dezentrale Vertriebseinheiten in der PKW-Industrie so zu steuern, dass sie auch in Krisenzeiten die Liquidität und den Unternehmenswert sichern.
Die Schwerpunkte liegen auf der Gestaltung von Anreizsystemen, der Anwendung der Principal-Agent-Theorie, der operativen Steuerung über Cash-flow-Größen und der Analyse von Automobil-Vertriebsstrukturen.
Ziel ist es, ein anreizkompatibles System zu entwerfen, das Manager in Vertriebsgesellschaften motiviert, die Liquiditätslage des Gesamtkonzerns zu berücksichtigen, statt nur kurzfristige, isolierte Erfolge zu erzielen.
Die Arbeit nutzt Controlling-Instrumente wie Werttreiberbäume, Kennzahlenvergleiche und theoretische Modelle zur Anreizgestaltung (wie das Weitzman-Schema oder Bonusbank-Mechanismen) auf Basis einer Literaturanalyse.
Der Hauptteil analysiert die Berechnung von Cash-flow-Größen, deren Integration in das Steuerungssystem, die Prüfung auf Kriterien wie Anreizkompatibilität und Controllability sowie die Gestaltung konkreter Belohnungsfunktionen.
Wesentliche Begriffe sind Cash-flow, Anreizsysteme, Principal-Agent-Problematik, Controllability, Bonusbank und Werttreiberbaum.
Die Bonusbank dient als Instrument zur Verstetigung, indem sie variable Vergütungsbestandteile über mehrere Perioden verteilt und bei negativen Planabweichungen verrechnet, was das Kurzfrist-Denken der Manager reduziert.
Cash-flow-Größen sind in der Regel robuster gegenüber Bilanzmanipulationen und weisen eine direktere Nähe zur tatsächlichen Zahlungsfähigkeit und zum Unternehmenswert auf.
Die Controllability stellt sicher, dass ein Manager nur für Ergebnisse belohnt wird, die er durch sein eigenes Handeln direkt beeinflussen kann, was für die Motivationswirkung und Fairness des Anreizsystems essenziell ist.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

