Bachelorarbeit, 2020
52 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Inklusion – eine Annäherung
2.1. Inklusion – im Allgemeinen
2.2. Inklusion – im Rahmen der Schule
2.3. UN-BRK – Internationale Rechtsgrundlage schulischer Inklusion
2.4. Schulische Inklusion – Herausforderungen in Deutschland
3. Schulbegleitung – eine Einführung
3.1. Definition, Recht, Antragsverfahren
3.1.1. Definition der Maßnahme Schulbegleitung
3.1.2. Rechtliche Rahmenbedingungen
3.1.3. Antragsverfahren
3.2. Profil der Schulbegleitung
3.2.1. Tätigkeitsspektrum der Schulbegleitung
3.2.2. Ziele der Schulbegleitung
3.2.3. Qualifikation der Schulbegleitung
3.2.4. Anstellungsverhältnisse
4. Schulbegleitung – im Akteursdickicht
4.1. Anforderungen des Kostenträgers
4.2. Anforderungen der Schule
4.2.1. Lehrer
4.2.2. Begleitetes Kind
4.2.3. Mitschüler
4.3. Anforderungen der Eltern
4.4. Rollenkonflikte
5. Ist die Schulbegleitung inklusiv?
5.1. Antragsverfahren und Verortung in der Kinder- und Jugendhilfe
5.2. Schulbegleitung als Einzelfallmaßnahme
5.3. Zielsetzung, Arbeitsbereich und Qualifizierung
5.4. Rollenkonflikte
5.5. Resümee
6. Ausblick bzw. Handlungsempfehlung
6.1. Etablierung eines Poolmodells und somit Aufhebung der klassischen Einzelmaßnahme
6.2. Verlagerung der Kosten auf den Schulträger
6.3. Bündelung Zuständigkeiten, Reduktion Akteure und Verortung an der Schule
6.4. Etablierung einer Verantwortungsgemeinschaft
6.5. Mögliche Qualifizierung von Schulbegleitern
6.6. Resümee
7. Methodik
7.1. Literaturrecherche
7.2. Synthese
7.3. Methodenkritik
8. Fazit
Die Arbeit untersucht kritisch die Rolle der Schulbegleitung als Einzelfallhilfe im Kontext der schulischen Inklusion. Ziel ist es zu analysieren, ob die aktuelle Ausgestaltung dieses Instruments tatsächlich zur Inklusion beiträgt, welche Stärken und Schwächen existieren und wie eine zukunftsorientierte Optimierung der Maßnahme aussehen kann.
3.1.1. Definition der Maßnahme Schulbegleitung
Nach Dworschak begleiten Schulbegleiter einzelne Kinder und Jugendliche, „die auf Grund besonderer Bedürfnisse im Kontext Lernen, Verhalten, Kommunikation, medizinischer Versorgung und/oder Alltagsbewältigung der besonderen und individuellen Unterstützung bei der Verrichtung unterrichtlicher und außerunterrichtlicher Tätigkeiten bedürfen“ (Dworschak, W. (2010), S. 133f.). Nach Rumpler handelt es sich bei Schulbegleitern somit um Personen, die „Schülern mit einem besonderen Betreuungsbedarf während ihrer Schulzeit für bestimmte unterstützende Tätigkeiten zur Seite stehen“ (Rumpler, F. (2004), S. 140).
Wie sich bereits aus diesen Definitionen ergibt, muss für einen Anspruch auf Schulbegleitung ein besonderer Betreuungsbedarf vorliegen, der i. d. R. durch Behinderungen und Beeinträchtigungen gegeben ist. Ein sonderpädagogischer Förderbedarf, der sich z. B. allein durch Lernschwäche zeigt, reicht somit in vielen Fällen nicht aus (u. a. Lübeck, A. (2019), S. 19 ff.). Diese Definition ist eine Annäherung, es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass sich eine genaue Definition (mit Tätigkeitsprofil und Aufgabenbeschreibung) als schwierig gestaltet, da der entsprechende Unterstützungsbedarf vom Einzelfall abhängt und sich sehr heterogen gestaltet (Schwarz, A. et al. (2013)). Ein lernstarker Autist wird sicherlich andere Unterstützungsleistungen benötigen als ein lernschwaches Kind mit Downsyndrom. Welche möglichen Unterstützungsleistungen bzw. Tätigkeiten hierzu gehören können, wird in Kapitel 3.2.1 nochmals näher ausgeführt.
Anzumerken ist, dass der Einsatz von Schulbegleitern überwiegend als Übergangslösung angesehen wird, bis entsprechende Veränderungen hin zu einem inklusiven Schulsystem abgeschlossen sind (u. a. Demmer, C. et al. (2017), S. 32 f.) und der Mangel an sonderpädagogischen Fachkräften (Heinrich, M. / Lübeck, A. (2013), S. 80) beseitigt ist. Ob die Schulbegleitung nur als Übergangslösung anzusehen ist, wird in Kapitel 6 näher betrachtet.
1. Einleitung: Die Einleitung legt das Fundament der Arbeit, indem sie die persönliche Motivation des Autors darlegt und die Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen erläutert.
2. Inklusion – eine Annäherung: Dieses Kapitel definiert Inklusion theoretisch, beleuchtet deren Dimensionen im schulischen Kontext und analysiert die spezifischen Umsetzungsschwierigkeiten im deutschen Bildungssystem.
3. Schulbegleitung – eine Einführung: Hier werden Definition, rechtliche Rahmenbedingungen, das Antragsverfahren sowie das Anforderungsprofil und die Qualifikationslage von Schulbegleitern erörtert.
4. Schulbegleitung – im Akteursdickicht: Dieses Kapitel analysiert die verschiedenen Erwartungshaltungen der beteiligten Akteure, wie Kostenträger, Lehrer, Eltern und Mitschüler, sowie die daraus resultierenden Rollenkonflikte.
5. Ist die Schulbegleitung inklusiv?: Eine kritische Reflexion, die anhand der zuvor erarbeiteten Kriterien bewertet, ob die aktuelle Schulbegleitung den Anforderungen an Inklusion gerecht wird.
6. Ausblick bzw. Handlungsempfehlung: Basierend auf den Erkenntnissen werden konkrete Reformvorschläge wie Poolmodelle, Kostenverlagerung und Qualifizierungsmaßnahmen für Schulbegleiter vorgestellt.
7. Methodik: Beschreibung der angewandten Methode der Literaturarbeit, inklusive der Recherchestrategie, Synthese der Quellen und der methodischen Reflexion.
8. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und reflektiert über das Potenzial einer zukünftigen, inklusiveren Ausgestaltung der Schulbegleitung.
Schulbegleitung, Inklusion, Sonderpädagogischer Förderbedarf, Einzelfallhilfe, UN-Behindertenrechtskonvention, Rollenkonflikt, Schulassistenz, Inklusive Schule, Qualifizierung, Leistungsentwicklung, Kostenträger, Bildungssystem, Poolmodell, Teilhabe, Professionelle Handlungsfähigkeit.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Schulbegleitung als Einzelfallhilfe für beeinträchtigte Kinder an Regelschulen und untersucht, inwieweit diese Maßnahme tatsächlich den Inklusionsgedanken unterstützt.
Die zentralen Felder umfassen die rechtlichen Rahmenbedingungen, das Antragsverfahren, das Tätigkeitsprofil, die Qualifikationsniveaus von Schulbegleitern sowie die komplexen Rollenkonflikte innerhalb des Schulalltags.
Das Ziel ist eine kritische Reflexion der derzeitigen Schulbegleitungspraxis, um Stärken und Schwächen aufzuzeigen und Handlungsempfehlungen für eine inklusivere Weiterentwicklung zu erarbeiten.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Forschung in Form einer systematischen Literaturarbeit, die bestehende Studien und Erkenntnisse zur Thematik zusammenführt und auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Annäherung an Inklusion, eine Einführung in die Schulbegleitung, eine detaillierte Analyse der Akteurskonstellationen sowie eine kritische Prüfung der Inklusivität dieser Maßnahme.
Kernbegriffe sind Schulbegleitung, Inklusion, Sonderpädagogik, Einzelfallhilfe, Rollenkonflikte, Qualitätssicherung und strukturelle Bildungsreform.
Der Autor sieht Schulbegleiter oft in einem „Rollenprekariat“, geprägt von prekären Arbeitsbedingungen, unklaren Qualifikationsvorgaben und einem Abhängigkeitsverhältnis zwischen Kostenträgern, Schule und Eltern.
Ein Poolmodell könnte das klassische, stigmatisierende Antragsverfahren entlasten, Verwaltungsaufwand reduzieren und durch eine flexiblere Ressourcennutzung eine professionellere Inklusionsarbeit innerhalb des Schulsystems ermöglichen.
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