Bachelorarbeit, 2006
49 Seiten, Note: 1,0
Die vorliegende Arbeit untersucht die Völkische Bewegung und ihre religiösen Ausprägungen im Deutschen Kaiserreich von 1871 bis 1919. Im Fokus steht die Analyse der „Völkischen Religiosität“ als ein spezifisches Phänomen antimodernen Denkens und Handelns. Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Entstehung und Entwicklung dieser religiösen Strömungen im Kontext der Völkischen Bewegung zu beleuchten und ihre Bedeutung für das spätere Aufkommen des Nationalsozialismus aufzuzeigen.
Die Einleitung führt in die Thematik ein und definiert die zentralen Begriffe der Arbeit, wie „Völkische Religiosität“ und „Antimodernismus“. Kapitel 2 beschäftigt sich mit der Völkischen Bewegung und ihrer Ideologie. Es beleuchtet den völkischen Nationalismus, die wichtigsten Vordenker der Bewegung sowie die bedeutenden Organisationen, darunter der Alldeutsche Verband, antisemitische Parteien und der Reichshammerbund. Kapitel 3 widmet sich der „Völkischen Religiosität“. Es untersucht die Quellen dieser religiösen Strömungen und beleuchtet verschiedene völkisch-religiöse Gruppen wie Germanengläubige, den Germanenorden, die Neutempler unter Lanz von Liebenfels und die Thule-Gesellschaft unter Rudolf von Sebottendorf.
Die Arbeit beschäftigt sich mit zentralen Themen wie Völkische Bewegung, Völkischer Nationalismus, Antimodernismus, Religiosität, Germanenglaube, Okkultismus, Theosophie, Nationalsozialismus, Antisemitismus und dem Deutschen Kaiserreich. Die Untersuchung greift auf wichtige Begriffe und Konzepte aus den Bereichen der Geschichte, Religion, Politik und Philosophie zurück.
Es handelt sich um ein religiöses Konglomerat aus Germanenkult, esoterischer Ariosophie und „arteigenen“ Interpretationen des Christentums, das im Kaiserreich entstand.
Die Bewegung basierte auf einem Mix aus Sozialdarwinismus, Antisemitismus, Rassismus und Nationalromantik.
Das völkische Denken war eine Reaktion auf die Moderne. Es lehnte liberale und urbane Entwicklungen ab und suchte Zuflucht in einer mythisch überhöhten Vergangenheit.
Dazu gehörten der Alldeutsche Verband, der Reichshammerbund, der Germanenorden sowie Gruppen wie die Thule-Gesellschaft.
Ja, die Arbeit argumentiert, dass völkische Diskurse bereits lange vor dem Aufstieg der NSDAP populär waren und die Nationalsozialisten auf diese bestehenden Ideologien zurückgreifen konnten.
Nein, der Verfasser verweist auf den genuin modernen Charakter dieser Diskurse als dialektischen Teil der Moderne im 19. Jahrhundert.
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