Masterarbeit, 2020
188 Seiten, Note: sehr gut
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Motivation
1.2 Zielsetzung
1.3 Forschungsfragen
1.4 Methode und Aufbau
2. Theoretischer Teil
2.1 Entgelt und Entgeltssystem
2.1.1 Definition der Begriffe
2.1.2 Zusammensetzung: Entgelt
2.2 Entgelttransparenzgesetz
2.2.1 Herkunft und Historie des EntgTranspG
2.2.2 Ziel des EntgTranspG
2.2.3 Begründung des EntgTranspG
2.2.4 Inhalt des EntgTranspG
2.2.5 Wirksamkeit des EntgTranspG
2.2.6 Vorteile des EntgTranspG
2.2.7 Nachteile des EntgTransp
2.3 Entgeltdiskriminierung
2.3.1 Definition der Entgeltdiskriminierung
2.3.2 Ursachen für Entgeltdiskriminierungen
2.3.3 Nachweis einer Entgeltdiskriminierung
2.3.4 Notwendigkeit zur Vermeidung von Entgeltdiskriminierungen
2.3.5 Folgen einer Entgeltdiskriminierung
2.3.6 Nachteile der Entgeltdiskriminierung und die Vorteile der Entgeltgleichheit
2.4 gesetzlicher Auskunftsanspruch
2.4.1 Grundlage
2.4.2 Vergleichsentgelt
2.4.3 Voraussetzungen
2.4.4 Anspruchsberechtigung
2.4.5 Ausmaß
2.4.6 Vorteile / Nachteile
2.5 Betriebliches Prüfverfahren
2.5.1 Definition
2.5.2 Ziel
2.5.3 Prozess
2.5.4 Vorteile und Nachteile des betrieblichen Prüfverfahrens
2.6 Berichtspflicht des Arbeitgebers
2.6.1 Grundlage
2.6.2 Aufbau
2.6.3 Gültigkeit und Inkrafttretung des Entgeltberichts
2.7 Gender Pay Gap
2.7.1 Definition
2.7.2 Berechnung
2.7.3 Verteilung und Entwicklung: unbereinigter Gender Pay Gap
2.7.4 "tatsächlicher" Gender Pay Gap
2.7.5 Gründe für den Gender Pay Gap, neben einer Entgeltdiskriminierung
2.7.6 Fakten
3. Empirischer Teil
3.1 Festlegung des Forschungsdesigns
3.1.1 Erhebungsmethode
3.1.2 Sampling
3.1.3 Vorgehensweise
3.1.4 Gütekriterien
3.2 Transkription
3.2.1 Erklärung: Transkription
3.2.2 Transkriptionsregeln
3.2.3 Transkriptionskopf
3.3 Datenauswertung
3.3.1 Auswertungsmethode
3.3.2 Durchführung: Analyse
3.3.3 Auswertungsergebnis
3.3.4 Zwischenfazit
4. Conclusio
4.1 Zusammenfassung und Beantwortung der Forschungsfragen
4.2 Limitationen
4.3 Handlungsempfehlungen
4.4 Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit verfolgt das Ziel, die Wirksamkeit und die tatsächlichen Auswirkungen des Entgelttransparenzgesetzes (EntgTranspG) auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber in Deutschland zu evaluieren. Im Zentrum steht die Untersuchung, inwiefern das Gesetz seine politischen Erwartungen zur Reduzierung geschlechtsspezifischer Entgeltdiskriminierung erfüllt und welchen Einfluss es auf das Lohngefüge sowie das Verhalten der Akteure hat.
2.5.3.1 eg-check
Das Onlinetool „eg-check“ bietet Arbeitgebern für die interne Einhaltung der Entgeltgleichheit eine Auswahl an „Werkzeugen“, die je nach Prüfvorhaben genutzt werden können. Hier können „sowohl schriftlich niedergelegte Entgeltregelungen als auch die betriebliche Entlohnungspraxis“ überprüft werden. Das Prozessvorgehen ergibt sich individuell im System, je nachdem was der Arbeitgeber überprüfen will und auswählt.
Unter der Einhaltung von Vorgaben können sich Arbeitgeber über die ADS die Prüfung mit eg-check.de zertifizieren lassen und somit „eine intensive Auseinandersetzung mit den betrieblichen Entgeltstrukturen, durch die Defizite aufgedeckt und mögliche Maßnahmen zur Verbesserung identifiziert wurden“ nachweisen.
Das Ziel dieses Instrumentes ist, neben dem transparent machen von Ungleichbehandlungen, direkt die Ursachen dessen - und die finanziellen Auswirkungen zu benennen.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung und Motivation der Arbeit ein, definiert die Forschungsfragen und erläutert die methodische Vorgehensweise.
2. Theoretischer Teil: Hier werden die Grundlagen zu Entgelt, dem Entgelttransparenzgesetz, Entgeltdiskriminierung, Auskunftsansprüchen sowie betrieblichen Prüfverfahren und der Berichtspflicht ausführlich dargelegt.
3. Empirischer Teil: Dieser Abschnitt beschreibt das Forschungsdesign, die Datenerhebung mittels Experteninterviews sowie die anschließende Datenauswertung und Analyse der Ergebnisse.
4. Conclusio: Im abschließenden Kapitel fasst der Autor die Ergebnisse zusammen, diskutiert Limitationen der Arbeit und leitet konkrete Handlungsempfehlungen ab.
Entgelttransparenz, Entgelttransparenzgesetz, Entgeltdiskriminierung, Gender Pay Gap, Auskunftsanspruch, Lohngerechtigkeit, Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Betriebliches Prüfverfahren, Berichtspflicht, Entgeltgleichheit, Experteninterview, Inhaltsanalyse, Arbeitsentgelt, Lohnlücke
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des Entgelttransparenzgesetzes (EntgTranspG) in Deutschland nach seinem Inkrafttreten im Jahr 2017 auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber.
Die zentralen Themen sind Entgeltdiskriminierung, Entgelttransparenz, der Gender Pay Gap sowie die betriebliche Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben wie Berichtspflichten und Auskunftsansprüche.
Das Hauptziel ist die Evaluierung der Wirksamkeit des EntgTranspG und die Schaffung eines klaren Realitätsbildes über die tatsächliche Umsetzung sowie die Effizienz der gesetzlichen Regelungen.
Der Autor kombiniert eine umfangreiche Literaturanalyse mit einer empirischen Untersuchung, die auf leitfadengesteuerten Experteninterviews und einer anschließenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil, der die rechtlichen und begrifflichen Grundlagen sowie den Gender Pay Gap beleuchtet, und einen empirischen Teil, der die Erkenntnisse aus den Interviews darstellt und auswertet.
Wesentliche Begriffe sind Entgelttransparenz, Gender Pay Gap, Entgeltdiskriminierung, gesetzlicher Auskunftsanspruch und betriebliche Prüfverfahren.
Die befragten Experten sind sich weitgehend einig, dass das EntgTranspG in seiner aktuellen Form ineffizient agiert, kaum Auswirkungen auf das Klageverhalten hat und bei der Zielgruppe der Arbeitnehmer weitgehend unbekannt ist.
Hauptkritikpunkte sind das Fehlen verbindlicher Sanktionen, die hohe Komplexität, die geringe Inanspruchnahme des Auskunftsanspruchs und die mangelnde Präsenz des Gesetzes im Arbeitsalltag.
Der Autor empfiehlt die Einführung konkreter Sanktionsmöglichkeiten, eine Vereinfachung der Anforderungen für den Auskunftsanspruch sowie eine gesetzliche Meldepflicht für Arbeitgeber.
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