Diplomarbeit, 2004
116 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemdarstellung
1.2 Begründung der Studie
2 Fragestellung und Ziele der Arbeit
3 Theoretischer Bezugsrahmen und Beschreibung des Untersuchungsgegenstandes
3.1 Die Gruppe
3.1.1 Allgemeine Gruppendefinitionen
3.1.2 Gruppenmerkmale
3.1.3 Die therapeutische Gruppe
3.2 Allgemeine Gesichtspunkte therapeutischer Gruppenarbeit in der Psychiatrie
3.2.1 Konzepte psychiatrischer Gruppeninterventionen
3.3 Zur Relevanz von Gruppenarbeit für die Pflege
3.4 Beschreibung des Untersuchungsgegenstandes
3.4.1 Die von Bodelschwinghschen Anstalten Bethel
3.4.2 Die Krankenanstalten Gilead gGmbH
3.4.3 Das Zentrum für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin (ZPPM)
3.6 Zum aktuellen Forschungsstand (Stand: 01.10. 03)
4 Material und Methodik
4.1 Angewandte Forschungsmethode
4.2 Parameter zur Evaluation der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität
4.3 Untersuchungsverlauf
4.4 Verwendete Verfahren der Datenanalyse
5 Ergebnisdarstellung
5.1 Vergleich der erhobenen Therapiegruppen und ihrer strukturellen Rahmenbedingungen des ZPPM, Bielefeld
5.1.1 Spezielle Auswertung für die Berufsgruppe der Pflege
5.2 Allgemeine berufsgruppenbezogene Auswertung
5.2.1 Verteilung der Berufsgruppe der Pflege innerhalb therapeutischer Gruppeninterventionen
5.2.2 Interdisziplinarität der Pflege und Gruppenarbeit
5.3 Darstellung innerer Strukturen therapeutischer Gruppen
5.3.1 Vergleich zu pflegetherapeutisch übernommenen Gruppeninterventionen
5.4 Analyse zeitlicher Rahmen in Therapiegruppen
5.4.1 Zeitliche Korridore bei pflegerischer Teil- und Übernahme therapeutischer Gruppenangebote
5.5 Ergebnisdarstellung patientenbezogener Prozessqualitäten
5.5.1 Analyse pflegerischer Gruppenangebote
5.6 Ergebnisqualitäten therapeutischer Gruppen
5.6.1 Zur Ergebnisqualität pflegetherapeutischer Gruppen
6 Diskussion der Ergebnisse und Ausblick
6.1 Ergebnisbetrachtung und Schlussfolgerung zur aktuellen Literatur
6.2 Grenzen vorliegender Arbeit
7 Zusammenfassung
Die Arbeit analysiert das Profil therapeutischer Gruppenangebote in einer psychiatrischen Klinik unter Berücksichtigung von Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität, mit besonderem Fokus auf den Anteil und die Rolle der psychiatrischen Pflege.
Die Dialektisch Behaviorale Therapie (DBT)
„[…] Der DBT liegt ein Diathese-Stress-Modell zugrunde, das die Borderline-Persönlichkeitsstörung durch ein Zusammenwirken früher Traumatisierung, Vernachlässigung und einer neurobiologischen Disposition erklärt“. Aus pathologischer Sicht gesehen reagiert das Nervensystem schon bei geringfügigen emotionalen Stimuli mit einem starken Erregungsanstieg. Die Emotionen werden häufig nicht differenziert wahrgenommen, sondern von den Betroffenen als diffus erlebt. Durch eine sich daraus entwickelnde psychophysiologischen Spannung, welche nur sehr langsam abgebaut wird, greifen die Betroffenen zu dysfunktionalen Bewältigungsstrategien in Form von z. B. selbstverletzendem Verhalten, (vgl. Gunia, 2000: 4f.).
Es wurde festgestellt, das alle bisher bekannten Therapieansätze, sei es nun die Psychoanalyse, das Psychodrama oder sonstige Therapien, nicht wirklich halfen. Psychoanalyse hat gar nicht gewirkt, stützende Therapie nur wenig, mit der stützend - expressiven Psychotherapie hat sich die Krankheitssymptome zumindest etwas verbessert. Die Therapie war allerdings immer sehr langwierig und dauerte zum Teil 5-10 Jahre.
Die DBT ist eine Therapieform, die vor über 10 Jahre von Marsha Linehan (90er Jahre des letzten Jahrhunderts) auf der Basis der Verhaltenstherapie entwickelt und manualisiert wurde. „[…] Sie ergänzt die kognitive Verhaltentherapie um Elemente aus humanistischen Therapieverfahren, Hypnotherapie und im Besonderen aus dem Zen.“ Ursprünglich entwickelt wurde sie für den ambulanten Bereich und setzt sich aus vier Therapiebausteinen zusammen: (1) Einzeltherapie, (2) Fertigkeitentraining (Social-Skills-Training) in der Gruppe, (3) Telefonkontakt im Notfall und (4) regelmäßige Intervision der TherapeutInnen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die ökonomischen Rahmenbedingungen in der Psychiatrie und begründet die Notwendigkeit, Gruppen als zentrales therapeutisches Medium professionell zu untersuchen.
2 Fragestellung und Ziele der Arbeit: Das Kapitel definiert das Forschungsinteresse an der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität von Gruppenangeboten sowie die spezifische Rolle der psychiatrischen Pflege.
3 Theoretischer Bezugsrahmen und Beschreibung des Untersuchungsgegenstandes: Hier werden theoretische Grundlagen zu Gruppen, gruppendynamischen Prozessen und spezifischen Therapieformen (wie DBT, Euthyme Therapie, IPT, Psychoedukation, GSK) erarbeitet.
4 Material und Methodik: Es wird das methodische Vorgehen der explorativen, quantitativen Studie beschrieben, inklusive der Erhebung mittels Fragebogen im ZPPM Bielefeld.
5 Ergebnisdarstellung: Die erhobenen Daten werden detailliert analysiert, insbesondere hinsichtlich der Verteilung, Auslastung und pflegerischen Beteiligung an den verschiedenen Gruppenangeboten.
6 Diskussion der Ergebnisse und Ausblick: Die Ergebnisse werden im Kontext der aktuellen Literatur diskutiert, wobei der Fokus auf dem Professionalisierungsprozess der psychiatrischen Pflege liegt.
7 Zusammenfassung: Dieses abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Studie zusammen und weist auf den weiteren Forschungsbedarf hin.
Psychiatrische Pflege, therapeutische Gruppen, Strukturqualität, Prozessqualität, Ergebnisqualität, Gruppenarbeit, Psychoedukation, Professionalisierung, ZPPM, stationäre Psychiatrie, Gruppenangebot, Evaluation, Versorgungsauftrag, Interdisziplinarität, Sozialpsychiatrie.
Die Arbeit analysiert das therapeutische Gruppenangebot einer psychiatrischen Klinik (ZPPM Bielefeld) und untersucht, wie dieses Angebot unter Berücksichtigung von Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität strukturiert ist.
Die Studie befasst sich mit der Gruppenarbeit in der Psychiatrie, der Professionalisierung der psychiatrischen Pflege, der Qualitätssicherung von Therapiegruppen und dem interdisziplinären Einsatz von Personal.
Die zentrale Forschungsfrage zielt darauf ab, ein Profil der vorhandenen Gruppenangebote zu erstellen und zu bestimmen, welchen Anteil die psychiatrische Pflege an der Durchführung und Sicherstellung dieser Gruppen hat.
Es wurde eine explorative, quantitative Studie mit einer Vollerhebung aller Therapiegruppen des ZPPM Bielefeld durchgeführt, wobei die Daten mittels eines standardisierten Fragebogens ermittelt und statistisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Bezugsrahmen zu verschiedenen Gruppenmodellen und eine detaillierte Ergebnisdarstellung der erhobenen Daten aus dem untersuchten Zentrum.
Zentrale Begriffe sind psychiatrische Pflege, Gruppenarbeit, Qualitätskriterien, Versorgungsauftrag, Evaluation und interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Pflege neben anderen Berufsgruppen eine der größten Säulen in der Durchführung von Gruppentherapien darstellt, allerdings häufig in bereichen wie Milieugestaltung und strukturierenden Maßnahmen.
Die Studie belegt, dass nur ein geringer Teil der Gruppen (ca. 21,8%) auf Manualen oder wissenschaftlicher Literatur basiert, was die Autorin als kritisch für die Qualitätssicherung und Vergleichbarkeit der Angebote betrachtet.
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