Fachbuch, 2020
54 Seiten
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Methodische Vorgehensweise
1.4 Aufbau der Bachelorarbeit
2 Hintergrund: Was sind autistische Störungen?
2.1 Einordnung des Störungsbildes
2.2 Symptome
2.3 Ätiologie
2.4 Epidemiologie
2.5 Therapie
3 Das Konzept der Schulfähigkeit
3.1 Der Begriff Schulfähigkeit
3.2 Allgemeine Kriterien der Schulfähigkeit
3.3 Schulfähigkeit von Kindern mit ASS
4 Das Konzept der Inklusion
4.1 Der Begriff Inklusion
4.2 Der aktuelle Stand der Inklusion an deutschen Schulen
5 Musiktherapie als eine Behandlungsmöglichkeit von Autismus
5.1 Grundlagen der Musiktherapie
5.2 Die Wirkung der Musiktherapie auf autistische Verhaltensweisen
5.3 Der Orff – Musiktherapieansatz für Kinder mit ASS
6 Diskussion der Ergebnisse aus der Literatur
6.1 Interpretation der Ergebnisse
6.2 Limitationen der Arbeit
6.3 Empfehlungen und Zukunftsausblick
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial der Musiktherapie, insbesondere den Orff-Ansatz, als unterstützende Maßnahme für Kinder mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS) bei der Bewältigung des Schuleintritts in die Grundschule. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und wie musiktherapeutische Interventionen soziale und sprachlich-kommunikative Kompetenzen verbessern können, um die Inklusion in den Schulalltag zu erleichtern.
5.1 Grundlagen der Musiktherapie
Unter dem Begriff Musiktherapie (MT) versteht man „die gezielte Verwendung des Mediums Musik oder seiner Elemente zu therapeutischen Zwecken. Sie ist immer in eine bewusst gestaltete therapeutische Beziehung eingebunden und verwendet nicht sprachliche und sprachliche Kommunikation sowie psychologische Mittel und Techniken“ (Decker-Voigt, Oberegelsbacher & Timmermann, 2012, S. 18). Aufgrund letzterem lässt sich die Musiktherapie in den Bereich der Psychotherapie einordnen (vgl. Metzner, 2004, S. 373). Vor allem der therapeutischen Beziehung und Haltung kommt, wie in der Psychotherapie, auch in musiktherapeutischen Interventionen eine tragende Rolle zu.
Die therapeutische Haltung ist von Respekt, Wertschätzung, Empathie und Echtheit geprägt und soll somit die Entstehung eines sicheren Raumes für den Klienten ermöglichen, indem er sich geborgen fühlen kann (vgl. Lutz- Hochreutener, 2018, S. 17). Das Medium Musik wird hierbei als ein akustisches und zeitstrukturierendes Geschehen angesehen, welches vom Menschen selbst gestaltet ist. Neben Klängen, Rhythmen, Harmonien und Melodien zählen auch unbewusste Geräusche dazu, insofern diese nachträglich als bedeutsam wahrgenommen werden (vgl. Metzner, 2004, S. 373).
Im Sinne der Musiktherapie kann die Musik als kommunikativer, nonverbaler Ausdruck z. B. die emotionale Erlebnis- und Beziehungsfähigkeit fördern und das Sozialverhalten verbessern (vgl. Wormit, Badenheuer & Bolay, 2007, S. 12). Im Zentrum des methodischen Vorgehens in der MT stehen rezeptive und aktive Interventionen mit dem Medium Musik. Bei der rezeptiven Musiktherapie steht vor allem das Hören von Musik im Mittelpunkt. Während dem gemeinsamen Hören und Erleben der gespielten Musik werden Assoziationen und Emotionen beim Klienten geweckt. Hierbei wird vor allem mit komponierter Musik oder Live-Improvisationen des Therapeuten gearbeitet. Im Gegensatz zu dieser Methodik wird bei der aktiven Musiktherapie Wert auf die selbsttätig handelnde Beteiligung des Klienten am musiktherapeutischen Prozess gelegt.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Forschungsfragen bezüglich der Musiktherapie für autistische Kinder am Übergang zur Grundschule vor und erläutert die literaturwissenschaftliche Methodik.
2 Hintergrund: Was sind autistische Störungen?: Das Kapitel bietet einen historischen und diagnostischen Überblick über das Störungsbild, einschließlich der relevanten Klassifikationssysteme ICD-10 und DSM-5.
3 Das Konzept der Schulfähigkeit: Es werden basale Anforderungen an Schulanfänger definiert und spezifische Herausforderungen für Kinder mit Autismus-Spektrum-Störung bei der Einschulung herausgearbeitet.
4 Das Konzept der Inklusion: Dieses Kapitel erläutert die begriffliche Entwicklung der Inklusion und deren aktuelle, teils heterogene Umsetzung an deutschen Schulen.
5 Musiktherapie als eine Behandlungsmöglichkeit von Autismus: Nach einer allgemeinen Einführung in musiktherapeutische Grundlagen werden die Auswirkungen auf autistische Symptome mittels Metaanalyse sowie der spezifische Orff-Ansatz beleuchtet.
6 Diskussion der Ergebnisse aus der Literatur: Die Ergebnisse werden im Hinblick auf ihre Relevanz für die schulische Inklusion interpretiert und kritisch diskutiert, wobei auch Limitationen benannt werden.
7 Fazit: Das Fazit fasst das Potenzial der Musiktherapie zusammen und plädiert für eine stärkere Verzahnung von Therapie und Schule.
Musiktherapie, Autismus, Autismus-Spektrum-Störung, ASS, Inklusion, Schulfähigkeit, Grundschule, Orff-Ansatz, soziale Interaktion, Kommunikation, Sonderpädagogik, therapeutische Interventionen, schulische Integration, Förderung, Nachreifung
Die Arbeit untersucht, wie Musiktherapie Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung dabei helfen kann, den Übergang in die Grundschule erfolgreich zu bewältigen.
Die zentralen Felder sind die medizinisch-psychologische Einordnung von Autismus, die theoretischen Anforderungen an die Schulfähigkeit, die Inklusionspädagogik sowie die Wirkung musiktherapeutischer Interventionen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob und wie musiktherapeutische Ansätze, insbesondere der Orff-Ansatz, die sozialen und kommunikativen Kompetenzen von autistischen Kindern fördern können, um so deren Schulfähigkeit zu verbessern.
Die Autorin nutzt eine Literaturarbeit als Forschungsmethode, um vorhandene wissenschaftliche Erkenntnisse und eine relevante Metaanalyse zusammenzuführen und zu interpretieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit der Symptomatik des Autismus, dem Konzept der Schulfähigkeit und Inklusion sowie eine Analyse der Musiktherapie als Behandlungsmöglichkeit.
Zu den prägenden Schlüsselwörtern gehören Musiktherapie, Autismus-Spektrum-Störung, Inklusion, Schulfähigkeit und der spezifische musikpädagogische Orff-Ansatz.
Der Orff-Ansatz wird hervorgehoben, da er sich durch einen multisensorischen Ansatz (Verbindung von Sprache, Musik und Bewegung) auszeichnet, der besonders gut zur Behandlung autistischer Kinder und deren Nachreifung geeignet erscheint.
Die Autorin nennt insbesondere die geringe Anzahl an aktuellen Studien mit großen Stichproben sowie die Überwiegenheit von Kurzzeitstudien in der Literatur als limitierende Faktoren für die Aussagekraft der Ergebnisse.
Sie empfiehlt eine stärkere gesetzliche und organisatorische Verankerung der Musiktherapie an Grundschulen, um eine inklusive Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und Musiktherapeuten zu ermöglichen.
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