Bachelorarbeit, 2019
43 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Theoretischer Teil
2.1 Bodybuilding als Leistungssport
2.2 Essstörungen - Definition und Symptomatik
2.3 Entstehung von klassischen Essstörungen
2.4 Essstörungen im Leistungssport, insbesondere im Bodybuilding
3. Empirischer Teil
3.1 Einleitung und Untersuchungsvariablen
3.2 Fragestellungen und Forschungshypothesen
3.3 Methodik
3.4 Durchführung der Studie
3.5 Auswertung der Daten und Ergebnisse
3.7 Analyse
4. Zusammenfassung und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den potenziellen Einfluss einer Teilnahme an Bodybuilding-Wettkämpfen auf die Entwicklung von Essstörungen. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob der ausgeprägte Fokus auf Ernährung und Körpermodifikation im Wettkampf-Bodybuilding zu einem gestörten Essverhalten führen kann oder ob das Risiko für klinisch relevante Essstörungen durch den Sport ansteigt.
2.1.2.1 Die Energiebilanz - Diät und Aufbau
Um die Ernährung während der Vorbereitung auf einen Wettkampf optimal planen zu können, muss zu Beginn der Diät als auch dem Aufbau außerhalb der Wettkampfsaison die Energiebilanz herausgefunden werden. Die Energiebilanz gibt dabei die Differenz zwischen Energiebedarf und Energiezufuhr wieder. Wenn die Energiebilanz negativ ausfällt, man also weniger Energie verbraucht als man durch die Nahrung zu sich nimmt, befindet der Körper sich in einem Energiedefizit (vgl. Ralf Brandes, Florian Lang, Robert F. Schmidt, S.555) In Folge dessen greift er zur Energiegewinnung auf Speicher in Form vom Körperfett, Glykogenspeicher oder auch körpereigenes Protein, also Muskulatur, zurück.
Wenn man dem Körper hingegen mehr Energie liefert als man verbraucht, ist die Energiebilanz positiv und man ist in der Lage, Körpermasse zuzunehmen.
Die Menge an Energie, die der menschliche Körper verbraucht, setzt sich aus drei Komponenten zusammen.
1. Der Grundumsatz
Der Grundumsatz ist die Energiemenge, welche der Körper in völliger Inaktivität liegend, zwölf Stunden nach der letzten Nahrungsaufnahme und bei konstanten 20°C Raumtemperatur benötigt, um einzig und allein seine Organfunktionen aufrecht zu erhalten (vgl. Karl-H. et al., 2013, S.26). Dieser Wert ist von unterschiedlichen Faktoren wie Alter, Geschlecht, Körperzusammensetzung oder Gewicht abhängig und kann somit von Mensch zu Mensch variieren und verändert sich im Laufe des Lebens auf Grund von beispielsweise einer Abnahme der Muskulatur als stoffwechselaktives Gewebe oder einer Veränderung der Schilddrüsenfunktion.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Körperkult und führt in die Thematik ein, ob extremes Bodybuilding das Risiko für die Entwicklung von Essstörungen erhöht.
2. Theoretischer Teil: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen des Bodybuildings, die physiologische Bedeutung der Ernährung sowie wissenschaftliche Definitionen und Entstehungsursachen klassischer Essstörungen.
3. Empirischer Teil: Der empirische Teil beschreibt die quantitative Forschungsarbeit, inklusive der Untersuchungsvariablen, der Methodik der Fragebogenerhebung und der Analyse der gewonnenen Daten.
4. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass Bodybuilding-Wettkämpfe zwar keine klassische Essstörung forcieren, jedoch ungesunde, zwanghafte Verhaltensmuster fördern können.
Bodybuilding, Essstörungen, Ernährung, Wettkampf, Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Binge-Eating-Disorder, Energiebilanz, Kraftsport, Körperbild, Supplementierung, Leistungsdruck, Essverhalten, Diät, Muskelhypertrophie
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Ausübung von Bodybuilding als Wettkampfsport und der Entwicklung von verschiedenen Formen gestörten Essverhaltens.
Die Schwerpunkte liegen auf der physiologischen Bedeutung der Ernährung im Bodybuilding, der Definition klinischer Essstörungen und der Analyse des Ernährungsverhaltens von Wettkampfathleten.
Das Ziel ist es herauszufinden, ob eine Wettkampfteilnahme im Bodybuilding die Wahrscheinlichkeit erhöht, essgestörte Verhaltensmuster zu entwickeln.
Es wird eine quantitative Querschnittsstudie in Form einer schriftlichen Online-Befragung mittels standardisierter Fragebögen durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über Ernährung und Pathologie sowie einen empirischen Teil, in dem die Daten aus einer Befragung von Bodybuildern ausgewertet werden.
Wichtige Begriffe sind Bodybuilding, Essstörungen, Energiebilanz, Wettkampfvorbereitung, Körperbildstörung und Essverhalten.
Ja, laut Arbeit dient die Ernährung im Bodybuilding primär der Leistungssteigerung und Körpermodellierung, während bei klassischen Essstörungen oft psychische Probleme der zentrale Auslöser sind.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass das Risiko für klassische Essstörungen zwar nicht direkt steigt, Athleten jedoch häufig Anzeichen für ein zwanghaft kontrolliertes Essverhalten zeigen.
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