Diplomarbeit, 2008
172 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Themeneinführung
1.2 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Die internationalen Rechungslegungssysteme im Wandel
2.1 Internationale Rechnungslegung nach IFRS
2.1.1 Einführung in die IFRS und Organisationsstruktur des IASB
2.1.2 Anwendungsbereich und Zielsetzung der Rechungslegung nach IFRS
2.1.3 IFRS-Anerkennungsverfahren in der EU
2.1.4 Aufbau der IFRS
2.1.5 Rechungslegungsgrundsätze nach IFRS
2.1.6 Bestandteile des IFRS-Abschlusses
2.2 Internationale Rechnungslegung nach US-GAAP
2.2.1 Einführung in die US-GAAP und Organisation der SEC/ des FASB
2.2.2 Zielsetzung der Rechnungslegung nach US-GAAP
2.2.3 Rechnungslegungsgrundsätze nach US-GAAP
2.2.4 Bestandteile des US-GAAP-Abschlusses
2.3 Vision eines international einheitlichen Rechungslegungssystems
2.3.1 Harmonisierung der internationalen Rechnungslegungssysteme
2.3.2 Convergence-Project als Kernelement des Harmonisierungsprozesses
2.3.3 Kritische Beurteilung der Harmonisierungsbestrebungen
3. Neukonzeption des IFRS 8 „Operating Segments“
3.1 Theoretische Grundlagen
3.1.1 Begriffsdefinition
3.1.2 Bedeutung der Segmentberichterstattung als Informationsinstrument
3.2 Grundlagen der Segmentberichterstattung
3.2.1 Entwicklung der Segmentberichterstattung
3.2.2 Anwendungsbereich der Segmentberichterstattung
3.2.3 Zielsetzung der Segmentberichterstattung
3.3 Bestimmung der berichtspflichtigen Segmente
3.3.1 Segmentabgrenzungsmethoden
3.3.2 Segmentdefinition
3.3.3 Segmentberichtsformate
3.4 Segmentdatenermittlungsgrundsätze
3.5 Rechungslegungsgrundsätze
3.5.1 Grundsatz der Vergleichbarkeit
3.5.2 Grundsatz der Wesentlichkeit
3.6 Auszuweisende Segmentinformationen
3.6.1 Segmentdaten der berichtspflichtigen operativen Segmente
3.6.2 Überleitungsrechnung
3.6.3 Zusätzliche Pflichtangaben
3.6.4 Allgemeine Erläuterungspflichten
3.7 Kennzahlenermittlung auf Basis der Segmentdaten
3.7.1 Einführung in die Kennzahlenanalyse
3.7.2 Kennzahlen einer segmentspezifischen Analyse
3.7.3 Beurteilung der Aussagekraft
3.8 Kritische Würdigung des IFRS 8 „Operating Segments“
4. Veränderungen im Controlling-Bereich durch die Regelungen des IFRS 8 „Operating Segments“
4.1 Definition des Controlling nach Horváth
4.2 Schnittstellen zwischen dem Controlling-Bereich und einer IFRS Finanzberichterstattung
4.2.1 Das ursprüngliche Rollenverständnis des Controllers
4.2.2 Traditionelle Unterschiede des internen und externen Rechungswesen
4.2.3 Verzahnung zwischen IFRS-Finanzberichterstattung und Controlling
4.3 Management Approach: Schnittstelle zwischen IFRS Finanzberichterstattung und Controlling
4.3.1 Ausprägungen des Management Approach
4.3.2 Management Approach: Erweiterungs- und Anpassungsbedarf in den Aktionsfeldern des Controlling-Bereichs
4.3.3 Beurteilung des Management Approach aus Controlling-Perspektive
4.4 Harmonisierung von interner und externer Rechnungslegung
4.4.1 Grundlagen der integrierten Rechnungslegung
4.4.2 Vor- und Nachteile einer integrierten Rechnungslegung
4.4.3 Segmentberichterstattung als idealer Harmonisierungsbereich
4.5 Anforderungen an das Controlling durch die Segmentberichterstattung nach IFRS 8 „Operating Segments“
4.5.1 Segmentbildung
4.5.2 Segmentdaten und Integration der Berichtssysteme
4.5.3 Anpassung der IT-Systeme
5. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 8 „Operating Segments“ auf das Controlling-System von Unternehmen. Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die durch IFRS 8 vorgeschriebene Anwendung des „Management Approach“ die Schnittstellen zwischen externer Finanzberichterstattung und internem Controlling verändert und welche Herausforderungen dies an die Controller-Rollen und IT-Systeme stellt.
3.1.1 Begriffsdefinition
In der Literatur werden die Ausdrücke „Segmentberichterstattung“ und „disaggregierte Berichterstattung“ synonym mit den englischen Begriffen „Segment Reporting“, „Segmental Reporting“, „Segment Disclosures“ sowie „Financial Reporting about Segments“ verwendet. Um ein einheitliches Verständnis des Begriffes der Segmentberichterstattung zu gewährleisten, wird dieser zerlegt und die einzelnen Begriffsteile definiert. Die Teile Segment und Berichterstattung bilden die Grundlage der nachfolgenden Begriffsbestimmung.
Ein Segment bezeichnet einen isolierten Teilbereich innerhalb einer diversifizierten Wirtschaftseinheit (Unternehmen bzw. Konzern), der in der Regel aus weiteren Untereinheiten besteht. Diese Untereinheiten werden aufgrund eines oder mehrerer spezifischer Kriterien zu homogenen Teilbereichen (im Folgenden: Segment) des Unternehmens zusammengefasst. Das Segmentierungskriterium kann sich hierbei auf Produkte und Dienstleistungen, geographische Absatzmärkte, Kundengruppen, Erfolgs- oder Risikostrukturen und die interne Organisationsstruktur bzw. interne Steuerung von operativen Geschäftsbereichen (Segmentierungskriterium des IFRS 8 „Operating Segments“), beziehen.
Die Berichterstattung ist eine entscheidungsrelevante und verhaltenssteuernde Weiterleitung bzw. Übermittlung von Informationen an bestimmte Interessengruppen. Der Informationsbedarf leitet sich hierbei im Wesentlichen aus den Anforderungen der jeweiligen Adressaten ab. Die Berichterstattung dient somit als Informationsinstrument des internen und externen Informationssystems.
Zusammenfassend kann die Segmentberichterstattung wie folgt definiert werden: „Die Segmentberichterstattung ist die entscheidungsrelevante und verhaltenssteuernde Informationsversorgung unterschiedlicher Interessengruppen, mit Informationen über die nach bestimmten Kriterien segmentierten Teileinheiten eines Unternehmens“.
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert den Wandel der internationalen Rechnungslegung, führt in die Problematik der doppelten Abschlusserstellung ein und formuliert die Forschungsfragen zur Bedeutung des IFRS 8 für das Controlling.
2. Die internationalen Rechungslegungssysteme im Wandel: Dieses Kapitel beschreibt die Entwicklung und Harmonisierung der Rechnungslegungsstandards IFRS und US-GAAP sowie die Rolle des Konvergenzprojekts zwischen IASB und FASB.
3. Neukonzeption des IFRS 8 „Operating Segments“: Dieses Kapitel stellt das Herzstück der Arbeit dar, analysiert den „Management Approach“ im IFRS 8, die Segmentbildung sowie die Ermittlung von Segmentdaten und führt eine kritische Würdigung durch.
4. Veränderungen im Controlling-Bereich durch die Regelungen des IFRS 8 „Operating Segments“: Hier werden die Auswirkungen des neuen Standards auf das Rollenverständnis des Controllers, die Integration von internem und externem Rechnungswesen und die notwendige Anpassung von IT-Systemen diskutiert.
5. Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet kritisch die Wirksamkeit der Harmonisierung und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Bereich der Segmentberichterstattung.
IFRS 8, Operating Segments, Management Approach, Segmentberichterstattung, Controlling, Unternehmenssteuerung, Harmonisierung, Rechnungslegung, IASB, FASB, Segmentdaten, Kennzahlenanalyse, Finanzberichterstattung, Konvergenzprojekt, Geschäftsberichte.
Die Arbeit analysiert die Einführung des Rechnungslegungsstandards IFRS 8 und dessen Auswirkungen auf das betriebliche Controlling, insbesondere unter dem Aspekt des sogenannten "Management Approach".
Zentrale Themen sind die internationale Harmonisierung der Rechnungslegung, die spezifischen Anforderungen des IFRS 8 an die Segmentbildung und Datenermittlung sowie die Verzahnung von Controlling und Finanzberichterstattung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die Orientierung an internen Managementstrukturen (Management Approach) auf die Qualität der Finanzberichterstattung und die Aufgaben des Controllers auswirkt.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, welche die regulatorischen Rahmenbedingungen des IASB und FASB sowie bestehende Konzepte des Controllings (u.a. nach Horváth) synthetisiert.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Anforderungen des IFRS 8 an die Segmentabgrenzung, der Ermittlung von Segmentkennzahlen und den operativen Anpassungsbedarfen in den Controlling-Systemen.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen: IFRS 8, Management Approach, Segmentberichterstattung, Controlling, Finanzberichterstattung, Unternehmenssteuerung und Harmonisierung.
Der Controller wird zunehmend vom reinen internen Berater zum Informationslieferanten für die externe Finanzberichterstattung, was eine Ausdehnung seines Aufgabenprofils und ein höheres Maß an fachlicher Spezialisierung im IFRS-Bereich erfordert.
Der Autor bewertet den IFRS 8 als bedeutenden Schritt zur Harmonisierung, warnt jedoch vor einer potenziellen Intransparenz durch zu große Gestaltungsspielräume bei der Segmentbildung und vor Manipulationseffekten im Reporting.
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