Bachelorarbeit, 2019
59 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Muslimische Seelsorge in Hamburg
2.1 Rechtliche Rahmenbedingungen
2.2 Orte der Seelsorge
2.2.1 Seelsorge in Moscheegemeinden
2.2.2 Notfallseelsorge
2.2.3 Krankenhausseelsorge
2.2.4 Seniorenseelsorge
2.2.5 Seelsorge in Flüchtlingsunterkünften
2.2.6 Gefängnisseelsorge
2.2.7 Militärseelsorge
2.2.8 Weitere Seelsorgeangebote
2.3 Orte der Ausbildung
2.4 Ausbildungskonzepte
3 Empirischer Teil
3.1 Qualitative Experteninterviews
3.2 Interviewleitfaden
3.3 Auswertung
3.3.1 Eigene Erfahrung
3.3.2 Organisation
3.3.3 Praxis
4 Chancen, Bedarfe und Herausforderungen
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und aktuelle Praxis der muslimischen Seelsorge in Hamburg, um aufzuzeigen, welche Chancen, Bedarfe und Herausforderungen mit ihrer Etablierung in einer pluralistischen Gesellschaft verbunden sind.
2.2.2 Notfallseelsorge
In einem Notfall verlieren die Menschen den Boden unter den Füßen und geraten in eine vielfach für sie traumatische Situation. Hier kommt der Notfallseelsorger ins Spiel, um Sicherheit, Empathie, Akzeptanz, Struktur und Abschied zu vermitteln.52 Im Notfall werden Anfragen der Polizei bzw. der Feuerwehrleitzentrale an die jeweiligen Seelsorger, die sich für Notfälle zur Verfügung gestellt haben, weitergeleitet. Die Imame werden auch in Notfällen häufig direkt aufgesucht, um Beistand bzw. Trauerbegleitung zu leisten.
Während es in anderen Bundesländern bereits Kooperationen und Ausbildungen von muslimischen Notfallseelsorgern gibt53, sind derartige strukturelle Angebote in Hamburg noch nicht erarbeitet und daher vom Einzelfall und den jeweils beteiligten Personen abhängig.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel und den wachsenden Bedarf an muslimischer Seelsorge in Deutschland, wobei die Begriffe und islamische Grundlagen definiert werden.
2 Muslimische Seelsorge in Hamburg: Dieses Kapitel gibt einen detaillierten Überblick über die verschiedenen Einsatzgebiete und Orte der muslimischen Seelsorge in Hamburg sowie die dortigen Ausbildungskonzepte.
3 Empirischer Teil: Hier wird die Methodik der qualitativen Experteninterviews dargelegt und die erhobenen Daten in den Bereichen eigene Erfahrung, Organisation und Praxis analysiert.
4 Chancen, Bedarfe und Herausforderungen: Dieses Kapitel diskutiert die Ergebnisse der empirischen Erhebung und arbeitet die zentralen Hürden sowie Integrationsmöglichkeiten der muslimischen Seelsorge heraus.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit institutioneller Professionalisierung und interreligiöser Kooperation für eine zukunftsfähige muslimische Seelsorge.
Muslimische Seelsorge, Hamburg, Islamische Theologie, Interkulturelle Seelsorge, Interreligiöse Zusammenarbeit, Ausbildungskonzepte, Notfallseelsorge, Krankenhausseelsorge, Schura Hamburg, Ehrenamt, Beratung, Migration, Institutionelle Struktur, Religionsgemeinschaft, Sozialarbeit.
Die Bachelorarbeit behandelt die Situation und Etablierung der muslimischen Seelsorge am Beispiel der Stadt Hamburg.
Zentrale Themen sind die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Orte der praktischen Seelsorge, Ausbildungsstandards für Ehrenamtliche sowie die Zusammenarbeit mit staatlichen und christlichen Institutionen.
Die Arbeit untersucht, wie die Entwicklung und Praxis der muslimischen Seelsorge in Hamburg aussieht und welche Chancen sowie Herausforderungen mit ihrer Etablierung einhergehen.
Es wurde ein qualitativer Ansatz gewählt, der auf Experteninterviews und teilstandardisierten Fragebögen basiert, um Einblicke in die Innen- und Außenperspektiven der Seelsorge zu gewinnen.
Der Hauptteil analysiert die konkreten Einsatzbereiche (z.B. Krankenhaus, Gefängnis, Notfallseelsorge), die Ausbildungswege und die Erfahrungen von Akteuren aus muslimischen und christlichen Kontexten.
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie muslimische Seelsorge, Interkulturalität, institutionelle Entwicklung, Ehrenamt und interreligiöser Dialog beschreiben.
Der Verein Rahmet e. V. dient als Beispiel für den Versuch, eine strukturierte, muslimisch geprägte Seelsorge in Hamburger Krankenhäusern zu institutionalisieren, was jedoch aufgrund fehlender hauptamtlicher Strukturen als schwierig bzw. gescheitert beschrieben wird.
Der Vertrag ermöglicht eine rechtliche Anerkennung und schafft eine Basis für die Zusammenarbeit zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg und muslimischen Religionsgemeinschaften in öffentlichen Einrichtungen.
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