Diplomarbeit, 2007
175 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Forschungsstand
3. Aufbau und Methodik der Arbeit
4. Terminologische Abgrenzungen
5. Umweltbewusstsein, umweltgerechtes Verhalten und ökologische Kommunikation
6. Entwicklung des Umweltschutzes und dessen Problemfelder
7. Der Umweltschutz der Olympischen Bewegung
7.1. Der Umweltschutz in der Olympischen Bewegung
7.2. Die Entwicklung des Umweltschutzes in der Olympischen Bewegung
7.3. Die Umsetzung des Umweltschutzanspruches in der Olympischen Bewegung
8. Umweltproblematik und Umweltschutzmöglichkeiten Olympischer Sommerspiele
8.1. Planung und Organisation
8.2. Bauliche Maßnahmen
8.3. Transport und Verkehr
8.4. Ressourcen- und Abfallmanagement
8.5. Zusammenfassung
9. Die Olympischen Spiele in Sydney 2000
9.1. Bewerbungs- und Vorbereitungsphase der XXVII. Olympischen Sommerspiele
9.2. Umweltschutz und Umweltbewusstsein in Australien
9.3. Das Sportstätten- und Umweltschutzkonzept in Sydney 2000
9.3.1. Bauliche Maßnahmen und die Umsetzung der Umweltschutzmaßnahmen
9.3.2. Transport und Verkehr
9.3.3. Ressourcen- und Abfallmanagement
9.3.4. Zentrale Umweltprojekte: Homebush Bay und das Olympische Dorf
9.3.5. Umweltbildungsmaßnahmen und -effekte der Spiele in Sydney
9.4. Die Zeit nach den Spielen – Nachhaltigkeit in Sydney
9.5. Beurteilung der Olympischen Spiele in Sydney
10. Die Olympischen Spiele in Athen 2004
10.1. Bewerbungs- und Vorbereitungsphase der XXVIII. Olympischen Sommerspiele
10.2. Umweltschutz und Umweltbewusstsein in Griechenland
10.3. Das Sportstätten- und Umweltschutzkonzept in Athen 2004
10.3.1. Bauliche Maßnahmen und die Umsetzung der Umweltschutzmaßnahmen
10.3.2. Transport und Verkehr
10.3.3. Ressourcen- und Abfallmanagement
10.3.4. Zentrale Umweltprojekte: Schinias und Markopoulo
10.3.5. Umweltbildungsmaßnahmen der Spiele in Athen
10.4. Die Zeit nach den Spielen – Nachhaltigkeit in Athen
10.5. Beurteilung der Olympischen Spiele in Athen
11. Umweltschutz in Sydney 2000 und Athen 2004 – Parallelen und Gegensätze
12. Umweltschutz – Dritte Säule der Olympischen Bewegung?
13. Ausblick
14. Zusammenfassung
Ziel der Arbeit ist die Untersuchung von Umweltbelastungen und Umweltschutzmaßnahmen bei den Olympischen Sommerspielen in Sydney 2000 und Athen 2004, um zu prüfen, inwieweit der ökologische Anspruch der Olympischen Bewegung mit der praktischen Umsetzung vor Ort übereinstimmt.
8. Umweltproblematik und Umweltschutzmöglichkeiten Olympischer Sommerspiele
Die Olympischen Spiele sind die weltweit größte Veranstaltung des Sports. Neben organisatorischen, strukturellen und wirtschaftlichen Problemen sehen sich die Veranstalter zudem mit dem immer bedeutenderen Problem einer mit dem Ausmaß der Spiele anwachsenden Belastung der natürlichen Umwelt konfrontiert. Olympische Spiele stellen für die Umwelt ein kurzzeitiges Belastungsmaximum dar. Die auftretenden Belastungen der Umwelt entstehen direkt durch die Ausübung der Sportarten und das öffentliche Interesse an ihnen sowie indirekt durch die Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur. Konflikte mit der Umwelt entstehen bei allen Wettkämpfen, egal ob in Wettkampfhallen und Stadien, in temporären Anlagen oder unter freiem Himmel (SCHEMEL/ ERBGUTH 2000, 204). Es müssen große Sportkomplexe erbaut und der Transport, die Versorgung wie auch die Kommunikation von mehreren hunderttausend Personen ermöglicht werden. Die Belastungen der Umwelt sind weitaus größer als im alltäglichen Leben (OTTESEN 1996, 285).
Bereits die Tatsache, dass die Olympischen Spiele alle vier Jahre an einem anderen Ort veranstaltet werden, bedeutet einen hohen Ressourcenverbrauch für die neu zu bauenden Wettkampfstätte. Dies betrifft nicht nur die Wettkampfanlagen, sondern auch die Außenanlagen zwischen den Veranstaltungsorten, die für kurze Zeit eine enorme Zahl an Besuchern aufnehmen müssen, für die Nachnutzung aber meist überdimensioniert sind (MUHAR 1998, 14). Die Betrachtung der durch Olympische Spiele auftretenden ökologischen Probleme darf zudem nicht einzig auf den Zeitpunkt der Wettkämpfe beschränkt sein, sie muss auch die Vorbereitungsphase und die Zeit nach den Olympischen Spielen berücksichtigen. Ebenso wie in der Phase der Wettkämpfe finden in den beiden anderen Phasen erhebliche Eingriffe in und Auswirkungen auf die Natur statt. In der Vorbereitungsphase auf die Olympischen Spiele sind dies vor allem Flächenverbrauch, Bodenversiegelung und der durch den Bau olympischer Anlagen verursachte Ressourcenverbrauch sowie Schadstoffbelastungen.
1. Einleitung: Einführung in die wachsende Bedeutung des Umweltschutzes im Kontext der Olympischen Bewegung und Definition der Forschungsfrage.
2. Forschungsstand: Überblick über die bestehende wissenschaftliche Literatur und Defizite in der Analyse olympischer Umweltschutzkonzepte.
3. Aufbau und Methodik der Arbeit: Erläuterung der theoretischen Grundlagen sowie der qualitativen Forschungsmethode, insbesondere der Experteninterviews.
4. Terminologische Abgrenzungen: Definition der zentralen Begriffe wie Umwelt, Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Ökologie für den Kontext der Arbeit.
5. Umweltbewusstsein, umweltgerechtes Verhalten und ökologische Kommunikation: Darstellung psychologischer und soziologischer Aspekte des Umweltverhaltens und der Rolle von Bildungsmaßnahmen.
6. Entwicklung des Umweltschutzes und dessen Problemfelder: Historische Entwicklung globaler Umweltpolitik und die daraus resultierenden Zielkonflikte.
7. Der Umweltschutz der Olympischen Bewegung: Analyse der Charta und der institutionellen Verankerung des Umweltschutzes beim IOC.
8. Umweltproblematik und Umweltschutzmöglichkeiten Olympischer Sommerspiele: Kategorisierung der ökologischen Konfliktbereiche und Anforderungen an ein systematisches Umweltmanagement.
9. Die Olympischen Spiele in Sydney 2000: Detaillierte Fallstudie zu den "Green Games" in Sydney inklusive ihrer Erfolge, Kritikpunkte und Nachnutzung.
10. Die Olympischen Spiele in Athen 2004: Analyse der Umweltschutzbemühungen in Athen, ihrer Defizite bei der Umsetzung und der Problematik der Nachnutzung.
11. Umweltschutz in Sydney 2000 und Athen 2004 – Parallelen und Gegensätze: Direkter Vergleich der beiden Fallbeispiele anhand ökologischer Indikatoren.
12. Umweltschutz – Dritte Säule der Olympischen Bewegung?: Kritische Diskussion darüber, ob der Umweltschutz den Status einer gleichberechtigten Säule neben Sport und Kultur erreicht hat.
13. Ausblick: Entwicklung von Handlungsempfehlungen für das IOC zur Verbesserung des olympischen Umweltschutzes.
14. Zusammenfassung: Abschlussbetrachtung der Ergebnisse und Beantwortung der zentralen Forschungsfrage.
Olympische Spiele, Umweltschutz, Sydney 2000, Athen 2004, Nachhaltigkeit, IOC, Umweltmanagement, Sportstättenbau, Abfallmanagement, Umweltbewusstsein, Greenwashing, ökologische Bilanz, Umweltbildung, Ressourcenverbrauch, Nachnutzung.
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen den ökologischen Versprechen der Olympischen Bewegung und der realen ökologischen Auswirkungen bei den Sommerspielen in Sydney 2000 und Athen 2004.
Die Themenfelder umfassen die olympische Umweltpolitik, das Umweltmanagement bei Sportgroßveranstaltungen, die Bedeutung des Umweltbewusstseins sowie eine detaillierte vergleichende Analyse der beiden Austragungsorte.
Das primäre Ziel ist es, zu ermitteln, ob die Olympische Bewegung ihren selbst auferlegten Anspruch einer nachhaltigen und umweltgerechten Ausrichtung der Spiele in der Praxis einlösen konnte.
Neben einer umfassenden Literaturrecherche und der Analyse von offiziellen Dokumenten des IOC und der Organisatoren stützt sich die Arbeit auf Experteninterviews und eine systematische Vergleichebene.
Der Hauptteil analysiert strukturiert die Planungs-, Vorbereitungs- und Durchführungsphase der Spiele in Sydney und Athen anhand von Kategorien wie Bauwesen, Verkehrskonzepte, Ressourcenmanagement und Bildungsmaßnahmen.
Kernbegriffe sind Nachhaltige Entwicklung, Green Games, Greenwashing, Umweltverträglichkeitsprüfung und die "Dritte Säule" der olympischen Idee.
Sydney gilt als Pionier, da hier erstmals ein systematisches Umweltkonzept in enger Zusammenarbeit mit Umweltorganisationen wie Greenpeace erstellt wurde, das weit über damalige Standards hinausging.
Die Umsetzung in Athen wird als mangelhaft eingestuft, da Umweltschutzaspekte kaum in die Verträge mit Baufirmen einflossen, wichtige regenerative Energiekonzepte ignoriert wurden und eine langfristige Nachnutzungsstrategie fehlte.
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