Fachbuch, 2020
63 Seiten
1 Einleitung
2 Abschnitt I – Begriffsbestimmungen
2.1 Begriffsbestimmung Inklusion
2.2 Begriff Behinderung
2.3 Begriff Wohnen
3 Abschnitt II – Methode
3.1 Methodische Grundlagen
3.2 Ubersicht der Experteninterviews
3.3 Ergebnisse in 3 Abschnitten
4 Abschnitt III – Präsentation der Ergebnisse
4.1 1 Die inklusive Wohngemeinschaft
4.2 2 Konzeptionelle Grundlagen
4.3 3 Abschließender Blick.
5 Abschnitt IV – Schlussteil
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.2 Fazit
Die Arbeit untersucht das alternative Wohnkonzept der inklusiven Wohngemeinschaft in der Behindertenhilfe, um zu ermitteln, welche konzeptionellen Grundlagen für eine erfolgreiche Umsetzung von Inklusion im Alltag erforderlich sind. Dabei liegt der Fokus auf der Verknüpfung von theoretischen Ansätzen mit praktischen Erfahrungen von Experten.
Die inklusive Wohngemeinschaft heute
Nach Aussagen der Interviews glauben alle fest daran, dass die Nachfrage nach inklusivem Wohnen groß ist, und es kein Problem bei der Nachbesetzung eines frei werdenden Platzes geben sollte (I1, 11; I2, 23; I3, 24). Dies hängt vermutlich damit zusammen, dass es schätzungsweise nur 40- bis 50 inklusive Wohngemeinschaften in Deutschland gibt. Ein Grund der geringen Anzahl von inklusiven Wohngemeinschaften könnte im Zusammenhang mit der Aussage in Interview 3 zusammenstehen, die Bezug auf eine schwierige Umsetzung des Perspektivwechsels von Inklusion nimmt (I3, 34). Offen ist, also wie sich die Zukunft der Idee vom inklusiven Wohnen gestaltet. Denn neben der großen Nachfrage, die alle Interviewpartner empfinden, berichtet auch Interviewpartner 1 von interessierten Menschen, die sich im Planungsprozess befinden, und die Einrichtung vor Ort sowie das bestehende Konzept der inklusiven Wohngemeinschaft anschauen (I1, 11).
Die inklusive Wohngemeinschaft baut auf ein gemeinsames Wohnen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung auf (I1, 14; I2, 12; I3, 7). Vor allem geht es dabei, im Sinne der Sozialraumorientierung, um eine Inklusion von Menschen und dem vollen Recht auf ein selbstbestimmtes Leben (I2, 27; I3, 11). Ideen zur Gestaltung von inklusiven Wohngemeinschaften entstehen nicht selten von betroffenen Eltern behinderter Kinder. Besonders im zweiten Interview erfuhr ich vom Kampf gegen den teils immer noch vorherrschenden Institutionalisierungsgedanken. Eltern wünschen sich für ihr behindertes Kind, dass es trotz Beeinträchtigung so normal wie möglich leben kann (I2, 28) und dazu gehört auch die eigenständige Lebensgestaltung in einer Wohnung. Aus dem verbündeten Interesse von Eltern entstehen dann oft Vereine, die gemeinsam auf eine Lösung hinarbeiten.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Entwicklung der Inklusion ein und definiert die Forschungsfrage, welche konzeptionellen Grundlagen für inklusive Wohngemeinschaften zur Umsetzung von Inklusion im Alltag notwendig sind.
2 Abschnitt I – Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel erläutert die zentralen Begriffe Inklusion, Behinderung und Wohnen im theoretischen Kontext und beleuchtet die gesetzlichen Rahmenbedingungen.
3 Abschnitt II – Methode: Hier wird das methodische Vorgehen beschrieben, das sich auf qualitative Experteninterviews stützt, um spezifisches Praxiswissen über inklusive Wohngemeinschaften zu gewinnen.
4 Abschnitt III – Präsentation der Ergebnisse: Dieser Teil wertet die Interviews aus und präsentiert die zentralen Faktoren des inklusiven Wohnens, inklusive konzeptioneller Grundlagen und auftretender Konfliktfelder.
5 Abschnitt IV – Schlussteil: Das Kapitel interpretiert die Ergebnisse und zieht ein Fazit hinsichtlich der notwendigen Kriterien für eine gelingende inklusive Wohngemeinschaft.
Inklusion, Wohngemeinschaft, Behindertenhilfe, Sozialraumorientierung, Selbstbestimmung, Empowerment, Bundesteilhabegesetz, Wohnform, Barrierefreiheit, Partizipation, Experteninterview, Institutionalisierung, Lebensqualität, Trägerschaft, Tagesstruktur
Die Arbeit befasst sich mit dem Wohnkonzept der inklusiven Wohngemeinschaft für Menschen mit und ohne Behinderung als Alternative zu traditionellen stationären Einrichtungen.
Die zentralen Felder umfassen die konzeptionelle Gestaltung, rechtliche Rahmenbedingungen wie das BTHG, die Rolle der Sozialraumorientierung sowie die Finanzierung und Trägerschaft von Wohnprojekten.
Die Forschungsfrage lautet: „Welche konzeptionellen Grundlagen brauchen inklusive Wohngemeinschaften um Inklusion im Alltag umsetzen zu können?“
Der Autor verwendet eine qualitative Forschungsmethode basierend auf drei Experteninterviews, deren Ergebnisse mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Begriffsdefinitionen die empirischen Ergebnisse aus den Interviews präsentiert, gegliedert in die Bereiche inklusive Wohngemeinschaft, konzeptionelle Grundlagen und ein abschließender Blick auf Konfliktpotenziale.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Inklusion, Autonomie, Empowerment, Sozialraumorientierung und Selbstbestimmung geprägt.
Die Freiwilligkeit ist ein Kernelement; sie betrifft sowohl die Entscheidung der Bewohner für das Wohnmodell als auch das Engagement der nicht-behinderten Mitbewohner, die keine fachlichen Betreuungsaufgaben übernehmen, sondern aus Eigeninteresse an der Gemeinschaft teilhaben.
Der Standort ist entscheidend für die Umsetzung der Sozialraumorientierung, da ein „Mittendrin“-Wohnen in einem belebten Stadtteil die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben fördert und Ausgrenzung vermeidet.
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