Examensarbeit, 2008
133 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
2 KNOWLEDGE CITY - HIER SCHAFFT WISSEN STADT
3 KNOWLEDGE - WISSEN IM ZEITLICHEN WANDEL
3.1 DIE ROLLE DER UNIVERSITÄTEN
3.2 DIE ROLLE DER AKADEMIEN
3.3 DIE ROLLE DER WISSENSCHAFT UND WISSENSCHAFTLER
3.4 WISSEN, LEHRE, FORSCHUNG UND STAAT
3.5 WISSENSGESELLSCHAFT
Ökonomie
Technologie zum Transfer
Organisation
Individualität
Region
Erkenntnistheorie
Wissensinhalte
Abgrenzungsmerkmale gegenüber anderen gesellschaftlichen Epochen
3.6 WISSENSMILIEUS
3.7 BEDEUTUNG DES WISSENS FÜR KNOWLEDGE CITIES
4 CITY - DIE STADT IM ZEITLICHEN WANDEL DER WISSENSGESELLSCHAFT
4.1 URBANE HANDLUNGSPOTENTIALE DER STADT
4.2 STANDORTSPEZIFISCHE HANDLUNGSPOTENTIALE
4.3 POLITISCHE HANDLUNGSPOTENTIALE
5 DER STÄDTEVERGLEICH
5.1 JENA - HISTORIE
5.2 FRANKFURT (ODER) - HISTORIE
5.3 VERGLEICHS-BILANZ
5.4 ERGEBNIS
6 RÉSUMÉ
Die vorliegende Arbeit untersucht die transformationale Bedeutung von Wissen für die Stadtentwicklung hin zu einer "Knowledge City" und beleuchtet, wie städtische Akteure durch gezielte Innovations- und Standortstrategien Wettbewerbsvorteile in der heutigen Wissensgesellschaft generieren können.
3.1 DIE ROLLE DER UNIVERSITÄTEN
Wissensinstitute sind die grundlegende Ressource der Knowledge Cities. Ihre Bedeutung war jedoch nicht immer so hochrangig, wie in der heutigen Zeit. Die Herausbildung universitärer Einrichtungen ist faktisch nicht exakt nachvollziehbar. Allerdings gibt es drei grundlegende Theorieansätze:
1. Die Traditionstheorie geht davon aus, dass sich allgemein Universitäten aus [...] im arabisch orientalischen Raum, in Byzanz und im christlichen Abendland entwickelten Institutionen [...] herausgebildet haben.
2. Die Intellekttheorie sieht das intensivierte Interesse an Wissenschaft als Auslöser für die Entwicklung universitärer Brutstätten für Wissen und Forschung.
3. Die Sozialtheorie beschreibt neue Formen des Zusammenlebens und gemeinsamen Arbeitens als Grundsatz der Entstehung von Universitäten.
HÖFLECHNER geht davon aus, dass eine Mischung aller Theorien zur Ausbildung universitärer Institutionen geführt hat. Er nimmt ebenso an, dass ein gewisses Angebot und eine entsprechende Nachfrage von Wissen vorhanden sind und ein soziales Gefüge mit entsprechenden Zwängen die Herausbildung einer Universität sozusagen erfordert. Als Produkt erzeugt die Universität nicht nur Wissen, sondern insbesondere eine akademische Gesellschaftsschicht, was die komplette Gesellschaftsform umwirft. Der akademische Grad unterscheidet die Universitäten von hoch angesehenen Schulen, welche häufig bessere und für junge Leute lohnenswertere "Artesfakultäten" anbieten. Die Universitäten sind hin und her gerissen zwischen dem Wissenschaftsbereich und der Einbindung künstlerischer Fachbereiche. Ein Kombinationsangebot ist jedoch in damaliger Zeit kaum denkbar, da Artesfakultäten nicht als Wissenschaftsbereiche betrachtet werden. So kommt es, dass in Universitäten das wissenschaftliche Streben Zweckbestimmung wird. Ab dem 15. Jahrhundert entwickelt sich im italienischen Raum außerhalb der Universitäten die humanistische Wissenschaft. In Folge drängen Wissenschaftler stärker darauf, Erkenntnisse reproduzierbar zu dokumentieren und empirisch zu belegen.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der "Knowledge City" und Erläuterung des methodischen Vorgehens der Arbeit.
2 KNOWLEDGE CITY - HIER SCHAFFT WISSEN STADT: Analyse der Bildung wissensbasierter Gebiete und deren Einfluss auf regionales Wirtschaftswachstum.
3 KNOWLEDGE - WISSEN IM ZEITLICHEN WANDEL: Untersuchung der historischen Entwicklung des Wissensbegriffs sowie der Wissensgesellschaft und ihrer Milieus.
4 CITY - DIE STADT IM ZEITLICHEN WANDEL DER WISSENSGESELLSCHAFT: Erörterung urbaner und standortspezifischer Potenziale für städtische Innovationsstrategien.
5 DER STÄDTEVERGLEICH: Anwendung der erarbeiteten Kriterien auf die Fallbeispiele Jena und Frankfurt (Oder) zur Identifikation von Erfolgsfaktoren.
6 RÉSUMÉ: Synthese der Forschungsergebnisse und abschließende Bewertung der Zukunftsfähigkeit von Wissensstädten.
Knowledge City, Wissensgesellschaft, Stadtentwicklung, Wissensmilieus, Standortfaktoren, Innovation, Humankapital, Wissenstransfer, Kreative Klasse, Wissensmanagement, regionale Wettbewerbsfähigkeit, Forschungsförderung, Jena, Frankfurt (Oder), Wissensstandort.
Die Arbeit analysiert das Konzept der "Knowledge City" und untersucht, wie städtische Räume Wissen als entscheidenden Standortvorteil nutzen können.
Zentrale Felder sind die Evolution der Wissensgesellschaft, die Bedeutung von Wissensmilieus sowie die strategische Stadtentwicklung unter Nutzung von Humankapital und Innovation.
Das Ziel ist es, durch eine wissenschaftliche Fundierung aufzuzeigen, wie Städte ihre Wissenspotenziale ökonomisch verwerten können, um im globalen Wettbewerb erfolgreich zu bestehen.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse sowie einen qualitativen und quantitativen Vergleich zweier spezifischer Städte anhand standardisierter Bewertungssysteme.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Wissensbegriffs, die Analyse städtischer Handlungsfelder und den empirischen Städtevergleich.
Kernbegriffe sind Knowledge City, Innovationspotenzial, Wissensmanagement, Kreative Klasse und regionale Wettbewerbsfähigkeit.
Jena wird als "Stadt der Wissenschaft 2008" angeführt, da die Stadt erfolgreich eine hohe Dichte an Forschungseinrichtungen mit einer stadtpolitischen Strategie zur wirtschaftlichen Verwertung verknüpft hat.
Die Analyse zeigt, dass Frankfurt (Oder) mit strukturellen Defiziten, einer fragmentierten Siedlungsstruktur und einer mangelhaften Einbindung der universitären Forschung in die lokale Wirtschaft zu kämpfen hat.
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