Bachelorarbeit, 2007
47 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Vorbemerkungen zur indirekten Rede im Deutschen
3. Die Zeitenfolge
3.1 Die Zeitenfolge im Deutschen
3.2 Die Zeitenfolge im Französischen
3.3 Die Zeitenfolge im Spanischen
3.4 Die Zeitenfolge im Englischen
3.5 Die Zeitenfolge im Altgriechischen
4. Personen-, Orts- und Zeitangaben
4.1 Personenverschiebungen
4.2 Verschiebung von Orts- und Zeitangaben
5. Der subjonctif in der indirekten Rede
6. Der subjuntivo in der indirekten Rede
7. Der subjunctive in der indirekten Rede
8. Zusammenfassung
9. Schlussbemerkung
10. Die Füchsin und der Bock im Brunnen (Aesop)
11. Bibliographie
Diese Arbeit untersucht die grammatikalischen Strukturen und Regeln der indirekten Rede in fünf verschiedenen Sprachen (Deutsch, Französisch, Spanisch, Englisch und Altgriechisch), um Analogien und Unterschiede im Sprachgebrauch aufzuzeigen. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Zeitenfolge (Tempustransposition), den notwendigen Anpassungen bei Personen-, Orts- und Zeitangaben sowie der Verwendung von speziellen Modi wie dem Konjunktiv, Subjonctif, Subjuntivo oder Optativ.
3.1. Die Zeitenfolge im Deutschen
Zunächst ist folgende, im Verlauf dieser Arbeit für das Deutsche sehr wichtige Erkenntnis festzuhalten: Die Zeitform des Verbs in der indirekten Rede ist unabhängig von der Zeitform, in der das Verb des redeeinleitenden Satzes (er/sie sagt, äußert, behauptet, erklärt, versichert… etc.) steht. Die indirekte Rede steht immer in derselben Zeit wie die entsprechende direkte Rede. Der Nebensatz der indirekten Rede befindet sich also Gegenüber der Zeitstufe des übergeordneten Verbs in Gleichzeitigkeit, die Variation des Modus gibt lediglich eine unterschiedliche Modalität wieder.
Direkte Rede: „Ich habe keine Lust, meine Hausaufgaben zu machen.“ (Präsens)
Indirekte Wiedergabe: Er sagt, er habe keine Lust seine Hausaufgaben zu machen.
Er hat gesagt/sagte/hatte gesagt/wird sagen/wird gesagt haben, er habe keine Lust seine Hausaufgaben zu machen. (Zweimal Konjunktiv Präsens)
1. Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsfrage, die sich auf den Vergleich der indirekten Rede über verschiedene Sprachgrenzen hinweg konzentriert.
2. Vorbemerkungen zur indirekten Rede im Deutschen: Definition der grundlegenden Terminologie (Sprecher, Hörer I, Berichter, Hörer II) und Erläuterung der Verwendung des Konjunktivs I und II.
3. Die Zeitenfolge: Detaillierte Untersuchung der Tempus-Transposition in Deutsch, Französisch, Spanisch, Englisch und Altgriechisch.
4. Personen-, Orts- und Zeitangaben: Analyse der notwendigen Deixis-Verschiebungen bei der Umwandlung von direkter in indirekte Rede, inklusive umfassender Vergleichstabellen.
5. Der subjonctif in der indirekten Rede: Untersuchung der Sonderrolle des Subjonctif im Französischen und seiner Abhängigkeit von bestimmten redeeinleitenden Auslösern.
6. Der subjuntivo in der indirekten Rede: Darstellung der Anwendung des Subjuntivo im Spanischen im Kontext der indirekten Rede.
7. Der subjunctive in der indirekten Rede: Erörterung der spezifischen Verwendung des Subjunctive im Englischen, insbesondere nach Verben wie 'wish' oder 'rather'.
8. Zusammenfassung: Synthese der gewonnenen Erkenntnisse und diachroner Vergleich der Entwicklung von Modus- und Personenverschiebungen.
9. Schlussbemerkung: Reflektion über die didaktische Relevanz und den Wert des Sprachvergleichs für Übersetzer und Sprachenlernende.
10. Die Füchsin und der Bock im Brunnen (Aesop): Praktische Demonstration der theoretischen Erkenntnisse anhand einer Fabel, übersetzt in alle fünf untersuchten Sprachen.
11. Bibliographie: Verzeichnis der verwendeten Sekundärliteratur und Quellen.
Indirekte Rede, Konjunktiv, Sprachvergleich, Tempusverschiebung, Time-Shift, Subjonctif, Subjuntivo, Optativ, Deixis, Oratio obliqua, Modusgebrauch, Grammatik, Syntax, Sprachwissenschaft, Fremdsprachenerwerb.
Die Arbeit untersucht die grammatikalischen Regeln und Strukturen der indirekten Rede im vergleichenden Kontext zwischen dem Deutschen, Französischen, Spanischen, Englischen und Altgriechischen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Zeitenfolge (Tempus-Transposition), dem Gebrauch verschiedener Modi (wie Konjunktiv oder Optativ), der Personen- und Zeitverschiebung (Deixis) sowie der Rolle des redeeinleitenden Verbs.
Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der indirekten Wiedergabe von Aussagen aufzuzeigen, um Lernenden und Übersetzern bei der korrekten Anwendung dieser grammatikalischen Strukturen zu helfen.
Der Autor führt einen kontrastiven Sprachvergleich durch, der auf gängigen Grammatiken der jeweiligen Sprachen und diachronen Studien (unter anderem von Otto Behaghel) basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Zeitenfolge, deiktische Anpassungen sowie eine vertiefende Betrachtung der speziellen Modi (subjonctif, subjuntivo, subjunctive) in den jeweiligen Sprachen.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören indirekte Rede, Oratio obliqua, Konjunktiv, Time-Shift, Deixis und der Sprachvergleich.
Das Altgriechische ist eine ausgestorbene Sprache, bei der sich wie im Deutschen ein eigener Modus (der Optativ) in der indirekten Rede findet, was sie von den modernen romanischen und englischen Systemen unterscheidet.
Im Vergleich zu anderen Sprachen besitzt das Deutsche ein eigenes modales System (Konjunktiv), das dem Berichter erlaubt, sich deutlicher vom Gesagten zu distanzieren oder die neutrale Wiedergabe zu betonen.
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