Magisterarbeit, 2004
69 Seiten, Note: 1,3
I. Einleitung
II. Antonio Skármeta
III. Rezeptionsgeschichte
IV. Der politische und soziale Kontext: Chile 1969 bis 1973
Die Zeit vor Allende
Die Präsidentschaftswahl vom 4. September 1970
Die Regierung der Unidad Popular 1970 bis 1973
Die letzten Monate der Regierung Allende
Der Putsch vom 11. September
ANTONIA SKÁRMETA: MIT BRENNENDER GEDULD
V. Aspekte der Darstellung
VI. Aspekte der Handlung
VII. Der Zusammenhang von Poesie und Politik: Interpretation
Die Vision Nerudas
Die Geschichtsphilosophie Rimbaud – Neruda – Skármeta
VIII. Resümee
Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Verschränkung von Poesie und Politik in Antonio Skármetas Roman "Mit brennender Geduld". Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Zentrum, ob Poesie und Politik innerhalb des Romans einander bedingen oder ausschließen und inwiefern sie in der Figur des Pablo Neruda eine Symbiose eingehen.
V. ASPEKTE DER DARSTELLUNG
Skármetas Roman ist in drei Teile untergliedert: die eigentliche Haupthandlung, die Geschichte des Briefträgers Mario Jiménez, ist in eine Rahmenhandlung aus Prolog und Epilog eingebettet.
Im Prolog wird ein Erzähler eingeführt und anhand eigener Charakterisierungen näher vorgestellt.
Er gibt zunächst einmal Aufschluss darüber, wie er dazu kam, die Geschichte des jungen Mario aufzuschreiben: als Kunstredakteur eines „drittklassigen Blattes“ (S. 7) bekommt er den Auftrag, eine „erotische Geographie“ über Pablo Neruda zu schreiben (S. 8).
Im Klartext hieß das, Neruda so anschaulich wie möglich erzählen zu lassen, wie und wie viele Frauen er aufs Kreuz gelegt hatte. (S. 8)
Diesen „niederträchtigen Auftrag“ (S. 8) nimmt er an, um den Aufenthalt im Dorf des Dichters dazu zu nutzen, endlich einen eigenen Roman zu schreiben. Doch jener Roman sei niemals fertiggestellt worden und die Geschichte Marios habe er nur zu Papier gebracht, weil er dies einer gewissen Beatriz González versprochen habe – „ganz gleich, wie lange es dauert und wie viel hinzuerfunden wird“ (S. 11).
I. Einleitung: Die Einleitung stellt den Roman als Hommage an Pablo Neruda vor und erläutert die zentrale Fragestellung nach der Verbindung von Poesie und Politik im literarischen Werk.
II. Antonio Skármeta: Dieses Kapitel bietet einen biographischen Abriss des Autors, seiner Emigration und seines künstlerischen Werdegangs im Kontext der chilenischen Geschichte.
III. Rezeptionsgeschichte: Hier wird der bisherige Forschungsstand zu Skármetas Werk in Deutschland und international aufgearbeitet und kritisch diskutiert.
IV. Der politische und soziale Kontext: Chile 1969 bis 1973: Das Kapitel analysiert die historische Situation Chiles, vom Sieg Allendes bis zum Militärputsch, um den Hintergrund für den Roman zu liefern.
V. Aspekte der Darstellung: Untersuchung der Erzählstruktur, der Rolle des Erzählers und der sprachlichen Mittel, mit denen der Roman seine Wirkung entfaltet.
VI. Aspekte der Handlung: Fokus auf die Entwicklung des Protagonisten Mario Jiménez und die Funktion der Kunst in seinem Leben sowie im gesellschaftlichen Kontext.
VII. Der Zusammenhang von Poesie und Politik: Interpretation: Vertiefende Analyse der theoretischen Implikationen des Romans durch die Vision Nerudas und die Geschichtsphilosophie von Rimbaud bis Skármeta.
VIII. Resümee: Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse hinsichtlich der untrennbaren, aber spannungsreichen Verbindung von Poesie und politischer Verantwortung.
Poesie, Politik, Antonio Skármeta, Pablo Neruda, Mit brennender Geduld, Chile, Unidad Popular, Geschichtsphilosophie, Metapher, Literatur, Utopie, Allende, Gesellschaft, Widerstand, Imagination
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung von ästhetischer Dichtung und politischer Wirklichkeit in Skármetas Roman "Mit brennender Geduld".
Zentral sind die Rolle des Dichters Pablo Neruda, die gesellschaftspolitische Lage Chiles unter Allende sowie die Funktion von Metaphern als Brücke zwischen Utopie und Alltag.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Skármeta Poesie und Politik verwebt und welche Verantwortung der Literatur gegenüber der politischen Realität zugeschrieben wird.
Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Roman sowohl ästhetisch als auch historisch-kontextuell interpretiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Darstellungsformen, der Handlung, sowie die philosophische Interpretation der Vision Nerudas und der Titelmetapher.
Begriffe wie "Brennende Geduld", "Isolation", "Solidarität", "Realität vs. Utopie" und "politisches Engagement" bilden den Kern der Untersuchung.
Die politische Polarisierung in Chile zwischen 1969 und 1973 bildet den Rahmen, der die Entwicklung des Briefträgers Mario Jiménez maßgeblich prägt und schließlich sein Schicksal besiegelt.
Neruda fungiert im Roman als Symbol für die Symbiose von Poesie und Politik, wobei seine volksnahe Dichtung sowohl als ästhetisches als auch als politisches Instrument dient.
Das bittere Ende und das Verschwinden des Protagonisten verdeutlichen den tragischen Untergang der utopischen Hoffnung durch das Eingreifen politischer Gewalt.
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