Bachelorarbeit, 2017
29 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Begriffsdefinitionen
2.1. Rechte und Pflichten
2.2. Besoldung/Pension versus Entlohnung/Rente
3. Lebenszyklusmodell
3.1. Modell
3.2. Beamter
3.3. Angestellter
3.4. Sensibilitätsanalyse
4. Resümee
4.1. Zusammenfassung
4.2. Kritik
4.3. Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die bestehenden Unterschiede zwischen dem Beamtenstatus und dem Angestelltenverhältnis im Lehrberuf in Nordrhein-Westfalen zu analysieren, wobei ein besonderer Fokus auf den Auswirkungen auf die Einkommensverhältnisse und die Altersvorsorge liegt. Die Forschungsfrage untersucht dabei, welches der beiden Beschäftigungsverhältnisse langfristig die optimale Arbeitskraftinvestition darstellt.
3.1 Modell
In diesem Kapitel wird mithilfe der Kapitalwertmethode gegenübergestellt, wie viel ein verbeamteter und ein angestellter Lehrer vom Berufseinstieg bis zum Renteneintrittsalter insgesamt netto verdienen. Des Weiteren wird auch ermittelt, bei welcher Höhe die Pension bzw. Rente im Ruhestand pro Monat liegen werden. Da hier aus der Perspektive des Pädagogen das Entscheidungsproblem vorliegt, sich in den Beamtenstatus oder das Tarifbeschäftigtenverhältnis versetzen zu lassen und damit seine Anstrengungen in die eine oder andere Statusgruppe zu investieren, ist an dieser Stelle einer der üblichen investitionstheoretischen Ansätze zur Lösung eines derartigen Entscheidungsproblems bei gegebenem Kalkulationszinsfuß, die Kapitalwertmethode, anzuwenden. Prämisse hierfür ist die Annahme eines vollkommenen Kapitalmarktes. Mit dieser Methode werden Ausgaben und Einnahmen in differenter Höhe und zu unterschiedlichen Zeitpunkten miteinander verglichen. In diesem Fallbeispiel werden die Ein- und Auszahlungen mithilfe des auch als Barwertmethode bekannten Vorgehens diskontiert, da sich der Kapitalwert im Fallbeispiel auf den Zeitpunkt der Investitionsentscheidung, die Gegenwart, bezieht. Zudem soll differenziert werden, welche Statusgruppe von diesem Zeitpunkt an das größte Nettoeinkommen in einem Berufsleben erhält. (vgl. Färber et al., 1999, S.12) Eine Diskontierung muss vorgenommen werden, da der Zeitwert des Geldes, auch als Barwert bezeichnet, heute mehr wert ist als der Endwert (vgl. Ortmann, 2009, S.12). Bekäme in diesem Beispiel der Lehrer sein gesamtes Lebensnettoeinkommen direkt zu Einstellungsbeginn ausgezahlt, könnte er es opportun auf dem Kapitalmarkt anlegen und Zinsen erhalten. Da das bei Einkommen jedoch aufgrund des Leistungsprinzips nicht möglich ist, muss dieses diskontiert werden. Bei der Kapitalwertberechnung wird in den nachfolgenden Kapiteln der Realzinssatz verwendet. Dieser ist die Differenz zwischen dem nominalen Zinssatz, in diesem Fall der langfristige Kapitalmarkt-zins der Umlaufrendite, und der Inflationsrate (vgl. Deutsche Bundesbank, 2016).
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Statusgruppenspaltung zwischen verbeamteten und angestellten Lehrkräften in NRW ein und definiert das Ziel der Arbeit, deren finanzielle Auswirkungen unter besonderer Berücksichtigung der Altersvorsorge zu vergleichen.
2. Begriffsdefinitionen: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Grundlagen, Rechte und Pflichten beider Statusgruppen sowie die wesentlichen Unterschiede in der Besoldungs- und Entlohnungsstruktur.
3. Lebenszyklusmodell: Hier wird mittels der Kapitalwertmethode ein hypothetisches Modell entwickelt, um das gesamte Lebenseinkommen sowie die Altersbezüge beider Gruppen zu berechnen und zu vergleichen.
4. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen, kritisiert die methodische Vorgehensweise aufgrund von Prognoseunsicherheiten und bietet einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
Beamtenstatus, Angestelltenverhältnis, Lehrberuf, Altersvorsorge, Besoldung, Entlohnung, Kapitalwertmethode, Lebenszyklusmodell, Rentenversicherung, Pension, Sozialversicherung, Steuerprogression, Sensibilitätsanalyse, Öffentlicher Dienst, NRW.
Die Arbeit befasst sich mit dem Vergleich der finanziellen Situation und der Altersvorsorge von verbeamteten gegenüber angestellten Lehrkräften im Schuldienst von Nordrhein-Westfalen.
Zentrale Themen sind die rechtlichen Rahmenbedingungen der beiden Statusgruppen, die Unterschiede in der Gehaltsstruktur sowie die langfristige Differenzierung bei Pensionen und Renten.
Das Ziel ist es, durch eine kritische Analyse herauszufinden, welches Beschäftigungsverhältnis über ein gesamtes Berufsleben hinweg die wirtschaftlich vorteilhaftere Option darstellt.
Die Arbeit verwendet primär die Kapitalwertmethode, um Zahlungsströme über einen langen Zeitraum vergleichbar zu machen, ergänzt durch eine Sensibilitätsanalyse zur Prüfung von Parameterveränderungen.
Der Hauptteil widmet sich der Definition der rechtlichen Grundlagen, der detaillierten Erstellung eines Lebenszyklusmodells für beide Statusgruppen und der Durchführung einer Sensibilitätsanalyse hinsichtlich Zins- und Steuerveränderungen.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Beamtenstatus, Altersvorsorge, Kapitalwertmethode, Besoldung und Rentenversicherung geprägt.
Die Kapitalwertmethode ermöglicht es, Ein- und Auszahlungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten auf einen gemeinsamen Barwert in der Gegenwart zu diskontieren, was für einen Vergleich über die gesamte Laufbahn eines Lehrerlebens essentiell ist.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Beamte über ihr Berufsleben hinweg ein ca. 15% höheres Einkommen erzielen können, was primär auf die geringeren Abgabenlasten zurückzuführen ist.
Die Zusatzversorgung ist entscheidend: Mit ihr liegt die Rente leicht über dem Pensionsniveau, ohne diese Betriebsrente sinkt das Rentenniveau des Angestellten deutlich unter das der Beamtenpension.
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