Magisterarbeit, 2007
102 Seiten, Note: 1,85
1 Einleitung
2 Konzeptionalisierung
2.1 Definition der abhängigen Variable
2.1.1 Der Begriff „Revolution“
2.1.2 Der Begriff „demokratische Revolution“
2.1.3 Theorien zur Entstehung von Massenmobilisierungen
2.2 Unabhängige Variablen
2.2.1 Eigenschaften des Regimes
2.2.2 Stärke der Opposition
2.2.3 Zivilgesellschaft und Medien
2.2.4 Zusammenfassung
3 Operationalisierung
3.1 Fallauswahl
3.1.1 Erfolgreiche demokratische Revolutionen
3.1.2 Gescheiterte demokratische Revolutionen
3.1.3 Ausschluss anderer möglicher Fälle
3.2 Unabhängige Variablen
3.2.1 Bildung von Mastervariablen
3.2.2 Bedingungen für den Erfolg/Misserfolg demokratischer Revolutionen
3.3 Abhängige Variable
4 Auswertung
4.1 Qualitative Comparative Analysis (QCA)
4.2 Erfolgreiche demokratische Revolutionen
4.2.1 Analyse der Kombinationen (primitiven Ausdrücke)
4.2.2 Hauptimplikanten exklusive der übrigen primitiven Ausdrücke
4.2.3 Hauptimplikanten inklusive der übrigen primitiven Ausdrücke
4.3 Gescheiterte demokratische Revolution
4.3.1 Analyse der Kombinationen (primitiven Ausdrücke)
4.3.2 Hauptimplikanten exklusive der übrigen primitiven Ausdrücke
4.3.3 Hauptimplikanten inklusive der übrigen primitiven Ausdrücke
4.4 Vergleich der einzelnen Phasen demokratischer Revolutionen
5 Fazit
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Identifikation der Faktoren, die über den Erfolg oder das Scheitern demokratischer Revolutionen entscheiden. Die Forschungsfrage lautet: „Welche Faktoren determinieren den Erfolg von demokratischen Revolutionen?“ Dabei wird untersucht, ob bestimmten Mustern in den Erfolgsbedingungen ein valides Kausalmodell zugrunde liegt.
Demokratie als unwahrscheinliches Ende von Revolutionen
Auch wenn es die Revolutionstheorie von Charles Tilly möglich macht demokratische Revolutionen als Revolution zu bezeichnen, haben die Analysen der Revolutionen der letzten drei Jahrhunderte ergeben, dass Demokratie nur äußerst selten am Ende einer Revolution steht. Arthur L. Stinchcombe vergleicht in seiner Untersuchung die Ergebnisse von Revolutionen zwischen dem 17. und 20. Jahrhundert und definiert Revolution ähnlich wie Tilly.
„Revolutions may be defined as periods in which the rate of change of power positions of fractions, social groups, or armed bodies changes rapidly and unpredictably. Revolutions then come to an end to the degree that political uncertainty is reduced by building enough bargains into a political structure that can maintain such bargains” (Stinchcombe 1999: 49).
Im Gegensatz zu Tilly wird bei Stinchcombe der Definitionsrahmen enger gefasst. Dabei wird nicht nur ein plötzlicher Machtwechsel vorausgesetzt, sondern auch werden Staatsstreiche nicht als Revolutionen verstanden, da diese die Machtverhältnisse innerhalb einer Regierung schnell ändern, aber keine Sicherheit über die Machtverhältnisse außerhalb (z. B. in der Peripherie) und darüber, wann der nächste Staatsstreich stattfindet, schaffen können.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der demokratischen Revolutionen ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach den Determinanten für deren Erfolg.
2 Konzeptionalisierung: In diesem Kapitel werden Begriffe wie „Revolution“ und „demokratische Revolution“ definiert und in einen theoretischen Rahmen eingebettet.
3 Operationalisierung: Hier erfolgt die Fallauswahl der 23 untersuchten Revolutionen sowie die Begründung und Beschreibung der verwendeten unabhängigen Variablen.
4 Auswertung: Dieser Teil präsentiert die Analyse der Erfolgs- und Scheiterungsfaktoren mittels Qualitative Comparative Analysis (QCA) für die verschiedenen Fallgruppen.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Anwendbarkeit der QCA-Methode sowie den Ausblick auf zukünftige demokratische Entwicklungen.
Demokratische Revolution, Systemwechsel, Massenmobilisierung, Qualitative Comparative Analysis, QCA, Erfolgsfaktoren, Politische Transformation, Zivilgesellschaft, Opposition, Politische Stabilität, Konsolidierung, Trigger-Ereignisse, autoritäre Regime, Refolution, Demokratisierungswelle.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der vergleichenden Analyse demokratischer Revolutionen und den Bedingungen, die einen erfolgreichen Übergang zu einem demokratischen System ermöglichen.
Die zentralen Themen sind die theoretische Abgrenzung von Revolutionstypen, die Identifikation von Erfolgsfaktoren in autoritären Systemen und die statistisch-logische Analyse dieser Bedingungen.
Das primäre Ziel ist es, die Faktoren zu bestimmen, die den Erfolg oder das Scheitern von demokratischen Revolutionen determinieren.
Die Arbeit nutzt die Qualitative Comparative Analysis (QCA), ein auf Boolescher Algebra basierendes Verfahren zur Untersuchung kausaler Beziehungen bei einer mittleren Fallzahl.
Im Hauptteil werden sowohl eine theoretische Konzeptionalisierung als auch eine methodische Operationalisierung von Variablen (wie Regimetyp, Oppositionsstärke und Zivilgesellschaft) vorgenommen und auf eine Auswahl von 23 Fällen angewendet.
Die Arbeit ist charakterisiert durch Begriffe wie Demokratische Revolution, Massenmobilisierung, QCA, Konsolidierung und politische Transformation.
Der Begriff wird kritisch betrachtet, da er die Bedeutung von „Revolution“ zu sehr auf gewaltsame Akte verengt und die friedlichen, systemverändernden Potenziale demokratischer Protestbewegungen unterschätzt.
Externe Akteure und internationale Unterstützung spielen besonders in der dritten Phase (bunte Revolutionen) eine wichtige Rolle, können jedoch allein keine Revolution garantieren, wenn interne Voraussetzungen fehlen.
Sie stellen ein neues Muster dar, das häufig mit einer gestohlenen Wahl als auslösendem Ereignis (Trigger) verbunden ist, was eine spezifische Kombination der anderen Faktoren für den Erfolg erfordert.
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