Examensarbeit, 2004
110 Seiten, Note: 2.0
1 EINLEITUNG
2 THEORETISCHER BEZUGSRAHMEN
2.1 Geschlechtsspezifische Sozialisation
2.1.1 Zum Begriff der Sozialisation
2.1.2 Geschlechtsspezifische Sozialisation – Entwicklung und Stand der Forschung
2.1.3 Zum Zusammenhang von weiblicher Sozialisation und Sport
2.2 Entwicklung des Frauenfußballs
2.3 Organisation des Frauenfußballs
3 DARSTELLUNG DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNG
3.1 Fragestellungen
3.2 Untersuchungsmethodik
3.2.1 Personenstichprobe
3.2.2 Ablauf der Untersuchung
4 ERGEBNISSE
4.1 Kindheit und Jugend der Fußballerinnen
4.1.1 Fußballspielen außerhalb von Vereinen
4.1.2 Mädchenfußball im Verein
4.2 Die Fußballzeit in Frauenmannschaften
4.2.1 Die fußballerische Laufbahn der Spielerinnen
4.2.2 Der Verein
4.2.3 Der Trainings- und Spielalltag
4.2.4 Mannschaft und Trainer/Trainerin
4.2.5 Engagement über die eigene Sporttreiben hinaus
4.2.6 Motive für das Fußballspielen
4.2.7 Familie, Freunde und Bekannte
4.2.8 Freizeitbeschäftigungen außer Fußball
4.2.9 Medien
4.2.10 Frauenfußball und seine Vorurteile
5 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Die Arbeit untersucht die geschlechtsspezifische Sozialisation von Fußballerinnen und analysiert deren fußballerische Laufbahn, soziale Herkunft sowie den Trainings- und Spielalltag in einem Verein. Zentrales Forschungsinteresse ist dabei das Verständnis der Motivation und der Hindernisse, mit denen Frauen in dieser traditionell als männlich wahrgenommenen Sportart konfrontiert sind.
Die Fußballzeit in Frauenmannschaften
Nachdem im vorangegangenen Kapitel die Angaben der Befragten zu ihnen als Jugendfußballerinnen ausgewertet und diskutiert wurden, soll im folgenden die Zeit als Seniorin beleuchtet werden. Der Begriff Seniorin ist hier nicht in Form von „alter Frau“ zu verstehen. Hiermit sind Fußballerinnen ab dem 17. Lebensjahr gemeint. Das folgende Kapitel ist so aufgeteilt, daß zuerst auf die fußballerische Entwicklung und dann auf den Trainings- und Spielalltag der Befragten eingegangen wird. Danach folgt eine Analyse der Motive des Sporttreibens der Frauen. Des weiteren werden natürlich auch die Vorurteile, mit denen Fußballerinnen zu kämpfen haben, näher betrachtet.
1 EINLEITUNG: Darstellung der wachsenden Beliebtheit des Frauenfußballs und Definition der Forschungsfragen zur Faszination und Karrieregestaltung.
2 THEORETISCHER BEZUGSRAHMEN: Erläuterung der geschlechtsspezifischen Sozialisationstheorien und der historischen Entwicklung des Frauenfußballs.
3 DARSTELLUNG DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNG: Beschreibung der methodischen Vorgehensweise, der Stichprobe und des Ablaufs der schriftlichen Befragung.
4 ERGEBNISSE: Detaillierte Analyse des Sportengagements von der Kindheit bis zur Zeit in Frauenmannschaften, inklusive der Auswertung von Motiven und Vorurteilen.
5 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Reflexion der Studienergebnisse, kritische Würdigung der Methodik und Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe.
Frauenfußball, Sozialisation, Geschlechtsspezifische Sozialisation, Sportsoziologie, Empirische Studie, Vereinssport, Motivation, Leistungsbereitschaft, Trainer-Spieler-Verhältnis, Vorurteile, Identitätsbildung, Sportengagement, Karriere, Mädchenfußball, Vereinsstruktur.
Die Arbeit untersucht die Bedingungen und Erfahrungen von Fußballerinnen im Verein und beleuchtet deren sportlichen Sozialisationsprozess in einer männlich dominierten Sportart.
Die zentralen Themen sind die geschlechtsspezifische Sozialisation, die historische und organisatorische Entwicklung des Frauenfußballs in Deutschland sowie die empirische Auswertung des sportlichen Alltags der Spielerinnen.
Ziel ist es zu ergründen, was Frauen am Fußball fasziniert, wie ihre sportliche Karriere verläuft und mit welchen sozialen und strukturellen Problemen sie im Vereinsleben konfrontiert sind.
Die Arbeit basiert auf einer empirischen Querschnittsuntersuchung mittels einer schriftlichen postalischen Befragung von 207 Fußballerinnen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einleitung zur Sozialisation und Frauenfußball-Historie sowie in die detaillierte Darstellung und Diskussion der empirischen Ergebnisse zu Training, Mannschaftsumfeld, Motivation und Vorurteilen.
Wichtige Begriffe sind Frauenfußball, Sozialisation, Vereinsstruktur, Motivation, Sportengagement und Identitätsbildung.
Die Studie zeigt, dass eine frühe Förderung durch die Eltern die sportliche Karriere positiv beeinflusst und dass ein späterer Einstieg häufig mit weniger familiärer Unterstützung verbunden ist.
Viele Fußballerinnen sind sich der Vorurteile bewusst, interpretieren jedoch ihre Sportart für sich neu und distanzieren sich teilweise von vergleichenden Beurteilungen mit dem Männerfußball.
Das soziale Umfeld, insbesondere die Mannschaft, hat einen hohen Stellenwert; für die meisten Befragten ist die Geselligkeit und der Zusammenhalt im Verein ein wesentlicher Motivationsfaktor.
Ja, insbesondere in den höheren Ligen wie der Bundesliga ist die Vorbereitung intensiver, während in den unteren Ligen das Gemeinschaftsgefühl und die Geselligkeit gegenüber dem leistungssportlichen Charakter dominieren.
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