Bachelorarbeit, 2020
52 Seiten, Note: 1,35
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Fragestellung und Zielsetzung
1.3 Aufbau und Vorgehensweise
2 Theoretische Grundlagen und Erklärungsmodelle
2.1 Bildungsaspiration
2.2 Berufsaspiration
3 Einflussfaktoren auf die Berufsaspiration
3.1 Endogene Einflussfaktoren
3.2 Exogene Einflussfaktoren
4 Der Übergang von der Schule in die Berufsausbildung
4.1 Herausforderungen innerhalb der Übergangssituation
4.2 Unterstützungen zur Bewältigung der Übergangssituation
5 Daten zur Arbeitsmarktsituation
6 Diskussion und kritische Reflexion
7 Schlussbetrachtung
Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, die Herausforderungen zu identifizieren, mit denen Jugendliche mit einem niedrigen Bildungsabschluss (Hauptschulabschluss) beim Übergang von der Schule in die Berufsausbildung konfrontiert sind, und zu untersuchen, welche Einflussfaktoren ihre Berufsaspirationen prägen und welche Unterstützungsressourcen ihnen dabei zur Verfügung stehen.
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
Innerhalb des Sozialisationsprozesses junger Menschen stellt der Übergang von einer allgemeinbildenden Schule in die Berufswelt ein bedeutendes Ereignis dar (vgl. Herzog, Neuenschwander & Wannack, 2006, S. 11). Am Ende der Pflichtschulzeit beginnt für jene Schulabgänger/-innen, die keine Option auf eine weiterführende Schulausbildung oder ein Fachstudium haben, ein neuer Lebensabschnitt – der Eintritt in das Berufsleben. Eine wesentliche Herausforderung besteht in dieser Lebensphase darin, sich für eine berufliche Tätigkeit zu entscheiden (vgl. ebd.). Dabei geht es in diesem Lebensabschnitt vorwiegend darum, einen Beruf zu finden, der die Betreffenden interessiert und auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht. Dies in Einklang zu bringen, gelingt aber in der Praxis nicht immer, da oft Widersprüche zwischen idealistischen („Wunschberuf“) und realistischen Berufsaspirationen bestehen (vgl. Engin, 2016, S. 35).
Dass Berufsanforderungen und Arbeitsplatzangebote einerseits sowie die Berufswünsche andererseits nicht immer zusammenpassen, kann an verschiedenen Faktoren liegen. So zum Beispiel an dem eigenen Berufswunsch oder den Erwartungen und Ratschlägen durch das familiäre Umfeld. Auch die beruflichen Vorstellungen innerhalb des Freundeskreises können zur Entwicklung einer unrealistischen Berufsaspiration beitragen (vgl. Beinke, 2012, S. 44f.). Dass die Berufswünsche und deren Realisierbarkeit bei vielen Schulabsolventinnen und -absolventen oft nicht mit den Gegebenheiten am Arbeitsmarkt übereinstimmen (vgl. Herzog et al., 2006, S. 11), belegen beispielsweise die statistischen Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA). So steigt seit Jahren die Anzahl (Ende September 2018 waren es 57.656) der unbesetzten Ausbildungsstellen am Arbeitsmarkt (Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), 2019, S. 21), während immer mehr Schulabgänger/-innen zu Beginn eines neuen Ausbildungsjahres keinen Ausbildungsplatz finden.
1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert den komplexen Übergang junger Menschen mit Hauptschulabschluss von der Schule in die Berufswelt und skizziert die Fragestellung und den Aufbau der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen und Erklärungsmodelle: Es werden zentrale Konzepte wie Bildungs- und Berufsaspiration unter Rückgriff auf das Wisconsin-Modell und Rational-Choice-Ansätze erläutert.
3 Einflussfaktoren auf die Berufsaspiration: Dieses Kapitel differenziert zwischen endogenen Faktoren, wie Geschlecht und Motivation, und exogenen Faktoren, wie dem familiären Umfeld und der Peergroup.
4 Der Übergang von der Schule in die Berufsausbildung: Der Fokus liegt auf den psychischen Belastungen und Herausforderungen des Rollenwechsels sowie auf vorhandenen Unterstützungsressourcen durch Schule, Eltern und Berufsberatung.
5 Daten zur Arbeitsmarktsituation: Auf Basis aktueller Arbeitsmarktstatistiken wird die Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage sowie das Passungsproblem bei der Ausbildungsplatzsuche analysiert.
6 Diskussion und kritische Reflexion: Die Erkenntnisse aus den vorangegangenen Kapiteln werden kritisch diskutiert, insbesondere im Hinblick auf strukturelle Benachteiligungen und institutionelle Herausforderungen.
7 Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, an verschiedenen Schnittstellen Verbesserungen vorzunehmen, um die Integration niedrig qualifizierter Jugendlicher zu erleichtern.
Berufsaspiration, Übergang Schule Beruf, Hauptschulabschluss, Berufswahlprozess, Einflussfaktoren, Ausbildungsmarkt, Passungsproblem, Sozialisation, Berufsfindung, Jugendhilfe, Bildungsbenachteiligung, Berufsberatung, Peergroup, Arbeitsmarktsituation, Übergangssektor
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen, denen Jugendliche mit einem Hauptschulabschluss beim Übergang in die berufliche Ausbildung gegenüberstehen, und analysiert die dabei wirkenden Einflussfaktoren.
Zentrale Themen sind die Entstehung beruflicher Wunschvorstellungen, die psychischen Belastungen während des Übergangs in die Arbeitswelt und die Bedeutung familiärer sowie institutioneller Unterstützung.
Ziel ist es zu ermitteln, welche spezifischen Bedingungen und Hürden diese Gruppe bei der Berufsfindung bewältigen muss und warum der direkte Einstieg in eine Ausbildung oft problematisch ist.
Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Arbeit, die relevante Modelle zur Berufswahl und Aspiration nutzt und diese durch empirische Daten und Statistiken der Bundesagentur für Arbeit sowie weitere Studien belegt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Analyse endogener und exogener Einflussfaktoren, die Beschreibung der Übergangssituation sowie die Auswertung statistischer Arbeitsmarktdaten.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Berufsaspiration, Übergang Schule-Beruf, Ausbildungsmarkt, Passungsprobleme und Bildungsbenachteiligung beschreiben.
Das Geschlecht prägt durch gesellschaftliche Stereotype die Wahrnehmung, welche Berufe als „passend“ oder erstrebenswert gelten, was häufig zu einer geschlechtsspezifischen Segregation führt.
Die Peergroup bietet einen emotionalen Rückhalt und dient als Referenzgruppe, kann jedoch auch Gruppendruck ausüben oder zu einer unrealistischen Einschätzung der beruflichen Möglichkeiten führen.
Dies ist häufig auf ein „Passungsproblem“ zurückzuführen, bei dem die gestiegenen Anforderungen der Betriebe nicht mit den Kompetenzen der Bewerber übereinstimmen und eine Konkurrenz durch höher Qualifizierte besteht.
Eltern sind die wichtigsten Ratgeber, sind jedoch oft selbst von der komplexen Arbeitswelt überfordert, weshalb ihr Unterstützungspotenzial trotz hoher emotionaler Bedeutung in fachlicher Hinsicht oft begrenzt ist.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

