Diplomarbeit, 2007
99 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitende Worte zur Thematik
2. Methodologie
3. Besonderheiten des deutschen Private Equity-Marktes
3.1. Fakten und Zahlen
3.2. Wirtschaftliche und soziale Hintergründe
4. Charakteristika von Private Equity-Investments
4.1. Anteil der Beteiligung
4.2. Form des Kapitals
4.3. Lebenszyklus des Beteiligungsunternehmens
4.4. Exit
5. Ausrichtung und Refinanzierung der Marktteilnehmer
5.1. Unabhängige Private Equity-Gesellschaften
5.2. Bankenabhängige Private Equity-Gesellschaften
5.3. Mittelständische Beteiligungsgesellschaften
5.4. Corporate Venture Capital-Gesellschaften
6. Methoden der Einflussnahme von Private Equity Gesellschaften
6.1. Financial Engineering
6.2. Governance Engineering
6.3. Operational Engineering
7. Diskussion: Die Bedeutung von Private Equity für Beteiligungsunternehmen
7.1. Position der Altgesellschafter
7.2. Position des Managements
7.3. Position der Banken
7.4. Position der Gewerkschaften
7.5. Position des Staates
7.5.1. Volkswirtschaftliche Bedeutung
7.5.2. Rechtliche Rahmenbedingungen
8. Reflexion
Die Diplomarbeit untersucht die Einflussnahme von Private Equity-Gesellschaften auf ihre Beteiligungsunternehmen in Deutschland. Ziel ist es, die Arbeitsweisen, Strategien und Hebel dieser Finanzinvestoren zu beleuchten sowie die Auswirkungen auf verschiedene Stakeholder-Gruppen kritisch zu analysieren, um das oft kontrovers diskutierte Wirken der Branche besser zu verstehen.
6.2 Governance Engineering
Während der Begriff Financial Engineering Assoziationen mit “‘financial’ investors scavenging for undervalued assets, financing the purchase with debt, producing some ‘short-term’ profits by cutting expenses” hervorruft, wurden parallel dazu bereits in den frühen 1980er Jahren Techniken des Governance Engineering eingeführt.
Jensen macht sogar die Basis des PE-Modells darin aus: „After looking at the successes of (private equity) firms like KKR and Clayton & Dubilier, it started to become clear to me that leveraged buyouts, and what later became known as ‘private equity’, were fundamentally a new way to think about corporate governance, a new model of management, if you will.“
Dieses „model of management“ bewegt die handelnden Personen in folgender Weise zu einer erhöhten Leistungsbereitschaft. Während die instrumentelle Motivation in Form einer stärkeren Kontrolle des Managements des Beteiligungsunternehmens gesteigert wird, wirkt die intrinsische Motivation in MBOs, in denen zum Teil über die erste Führungsebene hinaus Mitarbeiter am Unternehmen beteiligt werden: die Interessen des Management sind nun denen der Eigentümer gleichgeschaltet.
Auch die Investmentmanager der PE-Firmen werden erfolgsabhängig vergütet. Um die lukrative Vergütungsstruktur nicht zu gefährden und auch weiterhin erfolgreich im Fundraising von Investorengeldern zu sein, sind PE-Manager genötigt das Beteiligungsunternehmen aktiv in seiner Entwicklung zu begleiten.
Um die Entwicklungen des Engagements überwachen und steuern zu können, arbeiten Geschäftsleitung des Beteiligungsunternehmens und Investmentmanager gemeinsam in so genannten Boards. Dies sind Aufsichts- und Kontrollgremien, kleiner als Aufsichtsräte, was der Intensität der Diskussion zu Gute kommt.
1. Einleitende Worte zur Thematik: Einführung in die Definition und den Fokus der Arbeit auf Buy-outs sowie die Motivation des Autors.
2. Methodologie: Erläuterung des diskursiven Ansatzes der Arbeit und der Gliederung nach Anspruchsgruppen.
3. Besonderheiten des deutschen Private Equity-Marktes: Analyse des im Vergleich zu angelsächsischen Märkten noch jungen deutschen Marktes und dessen Hintergründe.
4. Charakteristika von Private Equity-Investments: Differenzierung nach Beteiligungsanteilen, Kapitalformen, Unternehmenslebenszyklen und Exit-Optionen.
5. Ausrichtung und Refinanzierung der Marktteilnehmer: Klassifizierung der verschiedenen Akteure im Private Equity-Sektor.
6. Methoden der Einflussnahme von Private Equity Gesellschaften: Untersuchung der Wertschöpfungsansätze Financial, Governance und Operational Engineering.
7. Diskussion: Die Bedeutung von Private Equity für Beteiligungsunternehmen: Analyse der Auswirkungen aus Sicht verschiedener Stakeholder-Gruppen.
8. Reflexion: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Diskussion des gesellschaftlichen Nutzens versus der Kritik.
Private Equity, Beteiligungsunternehmen, Buy-out, Deutschland, Finanzinvestoren, Leverage-Effekt, Governance Engineering, Financial Engineering, Operational Engineering, Stakeholder, Kapitalmarkt, Mittelstand, Management, Exit, Wertsteigerung.
Die Arbeit analysiert, wie Private Equity-Gesellschaften ihre Beteiligungsunternehmen beeinflussen, um deren Wert zu steigern, und wie sich diese Einflussnahme auf die verschiedenen Anspruchsgruppen auswirkt.
Die Themen umfassen die Charakteristika von Private Equity-Investitionen, die verschiedenen Marktteilnehmer in Deutschland sowie die spezifischen Methoden, mit denen Investoren auf die Unternehmen einwirken.
Das Ziel ist es, die Arbeitsweise von Private Equity-Gesellschaften zu erklären, aufzuzeigen, wie sie Renditen erzielen, und die Auswirkungen dieses Geschäftsmodells auf die deutsche Unternehmenslandschaft zu bewerten.
Der Autor nutzt einen diskursiven Strukturansatz, bei dem Thesen im Kontext der jeweiligen Gruppenzugehörigkeit (Stakeholder) betrachtet und durch Interviews sowie Literaturanalysen untermauert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Marktteilnehmer, die Analyse der Methoden (Financial, Governance und Operational Engineering) sowie eine detaillierte Diskussion der Positionen von Altgesellschaftern, Management, Banken, Gewerkschaften und Staat.
Die wichtigsten Begriffe sind Private Equity, Buy-out, Leverage-Effekt, Corporate Governance, Restrukturierung, Stakeholder-Interessen und Wertsteigerung.
Während unabhängige Gesellschaften auf Fundraising setzen, sind bankenabhängige Gesellschaften oft Teil der Konzernstrategie und agieren als ergänzende Produktgeber, etwa bei Nachfolgelösungen.
Der Leverage-Effekt ermöglicht es, die Eigenkapitalrendite durch den Einsatz von Fremdkapital zu hebeln, sofern die Gesamtkapitalrendite über dem Fremdkapitalzins liegt.
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