Masterarbeit, 2019
172 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Methodik und Aufbau der Arbeit
2 Bisherige Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IAS 17
2.1 Grundlagen
2.1.1 Entwicklung und Aufbau des Standards
2.1.2 Definition von Leasingverhältnissen
2.1.3 Zielsetzung und Anwendungsbereich des Standards
2.2 Einstufung von Leasingverhältnissen
2.2.1 Finanzierungsleasingverhältnisse
2.2.2 Operating-Leasingverhältnisse
2.3 Bilanzierung von Leasingverhältnissen aus der Leasingnehmerperspektive
2.3.1 Finanzierungsleasingverhältnisse
2.3.2 Operating-Leasingverhältnisse
2.3.3 Vergleichende Betrachtung der bilanziellen Auswirkungen in Abhängigkeit der Einstufung von Leasingverhältnissen
2.4 Anhangangaben
2.5 Kritische Würdigung
3 Zukünftige Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IFRS 16
3.1 Grundlagen
3.1.1 Entwicklung und Aufbau des Standards
3.1.2 Definition und Identifizierung von Leasingverhältnissen
3.1.3 Zielsetzung und Anwendungsbereich des Standards
3.2 Bilanzierung von Leasingverhältnissen aus der Leasingnehmerperspektive
3.2.1 Ansatz und Erstbewertung des Leasingverhältnisses
3.2.2 Folgebewertung des Leasingverhältnisses
3.3 Systematisierung der leasingnehmerbezogenen erwarteten Auswirkungen der Neuregelungen
3.3.1 Auswirkungen auf Bilanz, GuV, Kapitalflussrechnung und Kennzahlen
3.3.2 Unternehmensinterne Auswirkungen
3.3.3 Vergleichende Betrachtung der bisherigen und zukünftigen Bilanzierung von Leasingverhältnissen
3.4 Anhangangaben
3.5 Übergangsvorschriften
3.6 Kritische Würdigung
4 Empirische Untersuchung zur Leasingbilanzierung
4.1 Bisheriger Forschungsstand zur Leasingbilanzierung
4.1.1 Simulationsmodelle
4.1.2 Ausgewählte Simulationsstudien aus dem internationalen Umfeld
4.1.3 Ausgewählte Simulationsstudien mit Fokus auf Deutschland
4.2 Methodisches Vorgehen
4.2.1 Forschungsfragen und Ziel der Untersuchung
4.2.2 Hypothesenformulierung
4.2.3 Auswahl und Berechnung der Kennzahlen
4.2.4 Beschreibung der Stichprobe und Quellen des Datenmaterials
4.2.5 Forschungsmethodologie
4.3 Darstellung der Untersuchungsergebnisse
4.3.1 Zukünftige Verpflichtungen aus Leasingvereinbarungen
4.3.2 Auswirkungen auf ausgewählte Bilanzpositionen
4.3.3 Auswirkungen auf ausgewählte Kennzahlen
4.3.3.1 EBIT und EBITDA
4.3.3.2 Anlagenintensität
4.3.3.3 Eigenkapitalquote
4.3.3.4 Verschuldungsgrad
4.3.3.5 Gesamtkapitalrendite
4.3.3.6 Eigenkapitalrendite
4.4 Würdigung der Untersuchungsergebnisse
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit analysiert die Auswirkungen der Reform der Leasingbilanzierung durch IFRS 16 auf deutsche börsennotierte Unternehmen. Das primäre Ziel ist es, die Umstellungseffekte zu quantifizieren und einzuschätzen, wobei der Fokus auf den Abschlüssen von Leasingnehmern liegt, um die Auswirkungen auf das Zahlenwerk und relevante Kennzahlen darzustellen.
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
Bereits vor der Äußerung von Hoogervorst wurde die Problematik um nicht bilanziell erfasste Leasingverhältnisse thematisiert. So wird Leasing vor allem in der Luftfahrtindustrie als gängiges Finanzierungsinstrument eingesetzt (vgl. Achleitner et al. 2011, S. 183). In diesem Zusammenhang war es das Bestreben des ehemaligen IASB-Vorsitzenden Sir David Tweedie, vor seinem Tod einmal in einem Flugzeug zu fliegen, das bei der Fluggesellschafft entsprechend bilanziert ist. Er ging davon aus, dass der überwiegende Teil von Flugzeugen geleast und von den Unternehmen als Operating-Leasing klassifiziert wird, was mit hohen außerbilanziellen Verpflichtungen einhergeht (vgl. Tweedie 2008, S. 5−6).
Darüber hinaus wurden die unter den aktuellen Regelungen nach IAS 17 in Hinblick auf die Einstufung von Leasingverhältnissen bestehenden Regelungslücken bzw. -unschärfen kritisiert, weil dadurch bilanzpolitische Spielräume geschaffen werden, die Unternehmen der Sachverhaltsgestaltung dienen. Entsprechend ist es aktuell möglich, Leasingverträge so auszugestalten, dass eine bilanzielle Erfassung des Leasingobjekts vermieden werden kann.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Leasingbilanzierung ein, erläutert die Beweggründe für die Reform durch IFRS 16 und legt die Zielsetzung sowie den Aufbau der Masterarbeit dar.
2 Bisherige Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IAS 17: Dieses Kapitel behandelt die konzeptionellen Grundlagen sowie die Klassifizierung von Leasingverhältnissen unter dem bisherigen Standard IAS 17, einschließlich der Kritik an dessen Auslegungsspielräumen.
3 Zukünftige Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IFRS 16: Das Kapitel erläutert die neuen Vorgaben des IFRS 16, insbesondere das Modell der Bilanzierung von Nutzungsrechten, und diskutiert die zu erwartenden Auswirkungen auf Abschlüsse und interne Prozesse.
4 Empirische Untersuchung zur Leasingbilanzierung: Dieses Hauptkapitel präsentiert eine Simulationsstudie auf Basis der Methode der konstruktiven Kapitalisierung, um die quantitativen Auswirkungen der Reform auf deutsche börsennotierte Unternehmen zu analysieren.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, reflektiert über die Erreichung der Forschungsziele und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Relevanz und kritische Würdigung der neuen Bilanzierungsstandards.
Leasingbilanzierung, IFRS 16, IAS 17, Operating-Leasing, Finanzierungsleasing, konstruktive Kapitalisierung, Nutzungsrecht, Bilanzverlängerung, Leasingnehmer, DAX, MDAX, Finanzanalyse, Rechnungslegung, Kennzahlenanalyse, Abschlussanalyse
Die Arbeit befasst sich mit der Umstellung der Leasingbilanzierung von IAS 17 auf IFRS 16 und deren Auswirkungen auf die Konzernabschlüsse deutscher börsennotierter Unternehmen.
Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen der Leasingbilanzierung, der Übergang vom risk-and-reward-Approach zum right-of-use-Approach sowie die empirische Analyse der Bilanzierungseffekte.
Das primäre Ziel ist die Analyse und Einschätzung der Umstellungseffekte durch IFRS 16 für deutsche börsennotierte Unternehmen, insbesondere hinsichtlich der Auswirkungen auf ihre Kennzahlen.
Es wird eine empirische Simulationsstudie unter Anwendung der Methode der konstruktiven Kapitalisierung durchgeführt, um die Auswirkungen der IFRS-16-Neuregelungen auf Basis von Geschäftsberichten zu adjustieren.
Im Hauptteil werden sowohl die konzeptionellen Grundlagen der Alt- und Neuregelungen erarbeitet als auch eine umfangreiche empirische Untersuchung durchgeführt, welche Auswirkungen IFRS 16 auf Bilanzpositionen und spezifische Kennzahlen hat.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie IFRS 16, Leasingbilanzierung, konstruktive Kapitalisierung, Bilanzverlängerung und Kennzahlenanalyse charakterisieren.
Die Analyse zeigt, dass diese Branchen besonders stark von der Reform betroffen sind, da sie eine hohe Anzahl an Operating-Leasingverträgen aufweisen, die nunmehr in die Bilanz integriert werden müssen.
Es zeigt sich ein interessanter Zusammenhang: Unternehmen im MDAX sind tendenziell stärker von der Umstellung betroffen als DAX-Unternehmen, was auf eine Kombination aus Branchenfokus und Unternehmensgröße hindeutet.
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