Diplomarbeit, 2000
262 Seiten, Note: Sehr gut
0.1. Summary
0.2. Inhaltsverzeichnis
0.3. Verzeichnis der Exkurse
1. Hinführung
1.1. Die Menschen mit Leben berühren
1.2. Ein persönliches Vorwort
1.4. Nach der Berufung suchen?
1.5. Ziel und Grenzen dieser Arbeit
1.5.1. Fragen und Thesen
1.5.2. Grenzen dieser Arbeit
I. Selbstverwirklichung
2. Was wir suchen
2.1. Handlungsanweisungen und Platzanweisung
2.2. Selbstwert und Identität
2.3. Sinn
2.4. Meine Begabungen einbringen können
3. Was ist Selbstverwirklichung?
3.1. Humanismus
3.2. Humanistische Psychologie
3.2.1. Philosophische Wurzeln
3.2.2. Gestaltpsychologische Wurzeln
3.2.3. Menschenbild
3.2.4. Weltanschauliche Lasten
3.2.5. Kritik des humanistischen Menschenbildes
3.3. Das Selbst
3.3.1. Vielfalt der Definitionen
3.3.2. Verständnis der Humanistischen Psychologie
3.4. Selbstverwirklichung
3.4.1. Das höchste der Bedürfnisse
3.4.1.1. Die Maslowsche Bedürfnispyramide
3.4.1.2. Defizit-Bedürfnisse in der Bibel
3.4.1.3. Wachstums-Bedürfnisse in der Bibel
3.4.2. Wachstum
3.4.2.1. „Defizit-Motivation und Wachstums-Motivation“
3.4.2.2. Die Energiequelle des Wachstums
3.4.2.3. Wie selbstverwirklichende Menschen sind
3.4.2.4. Wie das Wachstum geschieht
3.4.2.5. Entscheidung zwischen Wachstum und Sicherheit
3.4.2.6. Beziehungen zu anderen Menschen
3.4.2.7. Liebe – bedürftig oder bedürfnislos?
3.5. Über das Selbst hinaus
3.5.1. Wie sich Selbstverwirklichung äußert
3.5.2. Grenzerfahrungen
3.5.3. Begegnung mit der Welt
3.5.3.1. Das Selbst und die Wirklichkeit vereinen
3.5.3.2. Warum die Beziehung zur Welt notwendig ist
3.6. Beziehungen
3.6.1. Martin Buber
3.6.2. Die Grundworte Ich-Du und Ich-Es
3.6.2.1. Beziehung und Erfahrung
3.6.2.2. Die Zunahme der Es-Welt
3.6.2.3. Das Du und das ewige Du
3.6.3. Die Begrenzung der Ich-Du-Beziehung
3.6.4. Sich auf das Du einlassen
3.6.4.1. Mut zum Zuhören
3.6.4.2. Annahme
3.6.4.3. Vergegnungen
3.7. Sinnfindung
3.7.1. Leiden an der Sinnlosigkeit
3.7.2. Die „Vorsehung“ und die Freiheit
3.7.3. Leben als Verwirklichung von Möglichkeiten
3.7.3.1. Drei Lebens-Werte
3.7.3.2. Einmaligkeit und Einzigartigkeit
3.7.3.3. Eine Lebensaufgabe
3.7.3.4. Der Sinn unserer Unvollkommenheit
3.7.3.5. Tod und Liebe
3.7.4. „Ärztliche Seelsorge“
3.7.5. Verantwortung übernehmen
3.8. Zusammenfassung
3.8.1. Wortbedeutung und -herkunft
3.8.2. Erweiterung des Selbstverwirklichungskonzepts
3.8.3. Die Grundursache von Selbstverwirklichung
3.8.4. Kritik der Humanistischen Psychologie
3.8.5. Selbstverwirklichung und die Bibel
3.8.5.1. Das Doppelgebot der Liebe
3.8.5.2. Erster Deutungsvorschlag
3.8.5.3. Zweiter Deutungsvorschlag
3.8.6. Alternativen zur Selbstverwirklichung
II. Berufung
4. Was Gott sucht
4.1. Gott und der Mensch
4.1.1. Gott braucht uns nicht
4.1.1.1. Die Schöpfung
4.1.1.2. Das Volk Israel
4.1.1.3. Jesus Christus und die Gemeinde
4.1.2. Gott will uns
4.1.3. Gott ruft uns
4.1.4. Braucht Gott uns doch?
4.2. Hingabe und Schwäche
4.3. Gemeinschaft
5. Was ist Berufung?
5.1. Wortbedeutungen
5.2. Ein säkularer Erklärungsversuch
5.2.1. Die „innere Kraft“
5.2.2. Was uns innerlich drängt
5.2.3. Vom Wesen des Schicksals
5.3. Berufung als Selbstverwirklichung?
5.3.1. „Grundtrieb“ Selbstverwirklichung
5.3.2. Das Angerufensein erkennen
5.3.3. Die größere Entscheidung
5.4. Christliche Verständnisse
5.4.1. Berufung – nur vollzeitlich?
5.4.1.1. Mein Gottesverhältnis
5.4.1.2. Mein Verhältnis zu den Mitmenschen
5.4.1.3. Mein Verhältnis zu mir selber
5.4.1.4. Die Gemeinde
5.4.1.5. Die Ursachen
5.4.2. Berufung – nur eine Aufgabe?
5.4.2.1. Beispiel: Der Gabentest
5.4.2.2. Begabung – was die Wissenschaft sagt
5.4.2.3. Berufung und Begabung in der Bibel
5.4.2.4. Begabung: Stärken und Schwächen
5.4.2.5. Begabte und Berufene
6. Ein detailliertes Bild von Berufung
6.1. Der Ruf
6.1.1. Wort und Antwort
6.1.2. „Komm!“
6.1.3. „Hier bin ich“
6.1.3.1. Hingabe
6.1.3.2. Liebe als Kern von Berufung
6.2. Die Sendung
6.2.1. „Mit dem Eigenen“
6.2.2. „Ins Andere“
6.2.3. Wozu wir gesandt sind
6.2.4. Gegensatz oder Gemeinsamkeit?
6.2.5. Wozu wir nicht gesandt sind
6.3. Das Berufungsmodell und die Bibel
6.3.1. Berufung in der Bibel
6.3.1.1. Abraham, Mose und die Propheten
6.3.1.2. Jünger und Apostel
6.3.1.3. Einzelne Berufungen
6.3.1.4. Die Briefe
6.3.1.5. Die Schöpfung
6.4. Zusammenfassung
III. Berufensein
7. Berufung empfangen
7.1. Gottes Wille und unser Wille
7.1.1. Voluntarismus
7.1.2. Gottes Plan und mein Wille
7.1.2.1. Wie ein Kaleidoskop
7.1.2.2. Wheelersche Realität
7.1.3. Entscheiden
7.1.3.1. Entscheidungsmüdigkeit
7.1.3.2. Schlechte Erfahrungen mit früheren Entscheidungen
7.1.3.3. Zu große Entscheidungsfreiheit
7.2. Berührung mit dem „Eigenen“
7.3. Berufen zum Dienen
7.3.1. Beruf und Berufung
7.3.1.1. Dienen oder Verdienen?
7.3.1.2. Historische Entwicklung
7.3.1.3. Verwandlung des Berufungsverständnisses
7.3.2. Dienst und Liebe
7.4. Gottes Stimme hören
7.4.1. „Mit meinen Augen leiten“
7.4.2. Wenn Gott schweigt
7.4.3. Gottes Reden hören
8. Ermutigung
8.1. Drei Geschichten
8.1.1. Umwege und Irrwege
8.1.2. Begabt und berufen
8.1.3. Mit Tränen säen – mit Freuden ernten
8.2. Ein Kapitel Gnade
8.3. Entmutigt?
8.4. Den Blick erweitern
8.5. Die Bitte Gottes
9. Anhang
9.1. Ein persönliches Nachwort
9.2. „Nach Redaktionsschluß“
9.3. Literatur
9.4. Glossar
9.5. Register
9.5.1. Sachregister
9.5.2. Namensregister
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem säkularen Konzept der Selbstverwirklichung und dem christlichen Verständnis der göttlichen Berufung, mit dem Ziel, Christen zu einer tieferen, beziehungsorientierten Gottesbeziehung statt einer rein leistungsorientierten Suche nach einer Lebensaufgabe zu führen.
Die Menschen mit Leben berühren
Anita, eine Christin, beging Selbstmord – eine für die Hinterbliebenen unverständliche und schmerzvolle Tat. Auf ihrer Beerdigung predigte der Pfarrer Marcel Dietler über „Gottes wahnsinnigen Schmerz um Anita“:
„Wir können nicht verstehen, was geschehen ist. Aber der Apostel Paulus könnte es uns erklären, was in Anita vorgegangen ist. Er ist auch derjenige, der andere davon abhalten kann, denselben Schritt wie Anita zu tun. Paulus hat das, was Anita gefühlt hat, auch gefühlt. Und doch ist da ein großer Unterschied: Paulus hat dasselbe gefühlt, aber er hat es nicht getan! Im Philipperbrief 1,23–24 schreibt er: ,Beides scheint mir verlockend: Manchmal würde ich am liebsten schon jetzt sterben, um bei Christus zu sein. Gibt es etwas Besseres? Andererseits ist mir klar, daß ich bei euch noch eine wichtige Aufgabe zu erfüllen habe.‘ Paulus sagt nicht: ,Ich möchte am liebsten tot sein.‘ Er sagt: ,Ich möchte bei Christus sein.‘ Anita hat in ihren Abschiedsbriefen geschrieben: ,Ich möchte in den Armen des himmlischen Vaters sein.‘ Nicht ihre Tat, sondern die Arme des Vaters sind bei ihr das Faszinierende.“
Hinführung: Der Autor führt anhand eines persönlichen Vorworts und einer tragischen Geschichte in die Bedeutung einer Sinnsuche ein, die weit über rein menschliche Kategorien hinausgeht.
Was wir suchen: Es wird dargelegt, dass Menschen häufig unbewusst nach Selbstverwirklichung streben, wenn sie nach ihrer Berufung fragen, anstatt nach dem Ruf Gottes zu suchen.
Was ist Selbstverwirklichung?: Dieses Kapitel beleuchtet kritisch das Konzept der Humanistischen Psychologie und stellt es dem biblischen Menschenbild gegenüber.
Was Gott sucht: Hier beginnt die eigentliche Untersuchung der göttlichen Perspektive auf Berufung, ausgehend von der Erkenntnis, dass Gott den Menschen nicht aus Bedürftigkeit, sondern aus souveräner Liebe schafft.
Was ist Berufung?: Eine detaillierte Untersuchung der Begrifflichkeiten, die sowohl säkulare als auch christliche Deutungsansätze hinterfragt.
Ein detailliertes Bild von Berufung: Das Kapitel strukturiert das Verständnis von Berufung in einen Ruf zu Gott, einen Ruf zu einem neuen Sein und einen Ruf zu vorbereiteten Werken.
Berufung empfangen: Der Autor praktiziert hier einen Transfer zur Lebensgestaltung und betont die Bedeutung der persönlichen Beziehung zu Gott gegenüber der Suche nach einem statischen Plan.
Ermutigung: Den Abschluss bildet eine Reflexion über Gnade und die Erfahrung von Gottes Führung, die auch in schwierigen Lebensphasen Bestand hat.
Berufung, Selbstverwirklichung, Gottesbeziehung, Identität, Sendung, Humanistische Psychologie, Sinnerfüllung, Nachfolge, Gnade, Dienst, Gottesbild, Menschenbild, Gabentest, Leid, Gemeinschaft.
Die Diplomarbeit stellt das säkulare Konzept der Selbstverwirklichung dem christlichen Verständnis von Berufung gegenüber, um aufzuzeigen, wie ein Streben nach eigenem Nutzen die tatsächliche Gottesbeziehung verzerren kann.
Neben der Psychologie der Selbstverwirklichung, wie sie von Abraham Maslow und anderen geprägt wurde, behandelt die Arbeit das biblische Verständnis von Berufung, das Wesen der Beziehung zu Gott und die Bedeutung von Dienst und Gemeinschaft.
Ziel ist es, den Leser aus der oft entmutigenden, leistungsorientierten Suche nach einer „Lebensaufgabe“ hin zur Entdeckung seiner Identität als geliebtes Kind Gottes zu führen.
Der Autor nutzt eine literatur- und theoriebasierte Analyse, in der er psychologische Konzepte (insbesondere der Humanistischen Psychologie) kritisch mit biblischen Texten und theologischen Modellen konfrontiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine kritische Auseinandersetzung mit Selbstverwirklichungsmodellen, eine Neudefinition von Berufung als Ruf Gottes zur Beziehung und die praktische Anwendung durch ein dreigliedriges Modell von Berufung.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Berufung, Selbstverwirklichung, Identität, Gottesbeziehung, Gnade, Sendung und die Unterscheidung zwischen dem biblischen Dienst und menschlichem Leistungsdenken beschreiben.
Der Ruf bezeichnet das göttliche Wort, das den Menschen in eine persönliche Beziehung zu Gott ruft, während die Sendung das Hineinführen dieses Menschen mit seiner neuen Identität in konkrete Aufgaben in der Welt beschreibt.
Das „Eigene“ (Begabungen, Persönlichkeit) wird als notwendiger Ausgangspunkt gesehen, an den Gott anknüpft, doch die Arbeit warnt davor, das „Eigene“ zum alleinigen Maßstab oder zur Identitätsquelle zu erheben, da das Ziel immer das „Andere“ (das Hinauswachsen über sich selbst) ist.
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