Diplomarbeit, 2007
58 Seiten, Note: 2,7
1 Problemstellung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Begriffliche Abgrenzungen
2.2 Die strategische Ebene des Key-Account-Managements
2.3 Die funktionale Ebene des Key-Account-Managements
2.4 Die organisatorische Ebene des Key-Account-Managements
2.5 Zielsetzungen des KAM
2.5.1 Übersicht des KAM-Zielsystems
2.5.2 Die Kundenbindung als Oberziel
2.5.3 Die Erzielung beiderseitiger Erfolgspotentiale als Oberziel
2.6 Instrumente zur Unterstützung des Key-Account-Managements
2.6.1 Die Identifizierung von Key-Accounts
2.6.2 Die Messung der Beziehungsqualität zu den Key-Accounts
3 Erfolgsfaktoren des KAM
3.1 Definition des Erfolgs
3.2 Theoretischer Hintergrund
3.3 Relationship-Marketing als Bezugsrahmen für die Erfolgsfaktoren des KAM
3.4 Untersuchte Auswirkungen des KAM auf den Erfolg
4 Vorgehensweise
5 Befunde
5.1 Überblick der Studien
5.2 Untersuchungsergebnisse bezogen auf die Durchführung des KAM
5.3 Untersuchungsergebnisse bezogen auf Aktivitäten
5.4 Untersuchungsergebnisse bezogen auf Akteure
5.5 Untersuchungsergebnisse bezogen auf Ressourcen
5.6 Zusammenstellung der Studienergebnisse
6 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung, Gestaltung und die Erfolgsfaktoren des Key-Account-Managements (KAM). Ziel ist es zu analysieren, wie Unternehmen durch eine spezifische Betreuung ihrer wichtigsten Kunden langfristige Wettbewerbsvorteile erzielen können und welche Faktoren – unterteilt in Aktivitäten, Akteure und Ressourcen – maßgeblich zur Effektivität und zum Erfolg von KAM-Programmen beitragen.
2.6.1 Die Identifizierung von Key-Accounts
Zu untersuchen ist im Rahmen des KAM, welche Kunden als Key-Accounts des Unternehmens angesehen werden müssen und einer entsprechenden Bearbeitung durch den KA-Manager unterstellt werden sollen. Ein Unternehmen kommt nicht umhin, seine momentanen und zukünftigen Kunden nach Maßgabe ihrer tatsächlichen und potentiellen Bedeutung für das Unternehmen zu sortieren. „Vernünftigerweise wird man nur jene Abnehmer intensiv bewerben […], die in der Prioritätenliste weit oben stehen, also Schlüsselkunden“ darstellen. Die strategische Auswahl der Key-Accounts soll im Folgenden mit Hilfe der Portfolio-Analyse dargestellt werden.
Die Kundenportfolio-Analyse stellt eine Grundvariante des traditionellen Portfolio-Ansatzes dar. Bei der Kundenportfolio-Analyse werden jedoch nicht die strategischen Geschäftseinheiten, sondern die Kunden des Unternehmens nach markt- und unternehmensbezogenen Kriterien in die Portfolio-Matrix eingeordnet. Das Ziel des Kundenportfolio-Ansatzes besteht darin, eine systematische und strategische Verteilung knapper und teurer Vertriebsressourcen unter Berücksichtigung der Kundenpotentiale und der Wettbewerbsstellung zu erreichen.
Dabei ist es sinnvoll die Nachfrager in zwei Kategorien einzuteilen: bestehende Kunden und potentielle Kunden. Bei der Bewertung von Kunden, die bereits im Portfolio des Unternehmens sind, bietet sich in erster Linie die Ermittlung der Kundenbeziehungsprofitabilität an. Die Kundenbeziehungsprofitabilität ist das entscheidende Maß für den Nutzen und den Erfolg des KAM aus Sicht des Anbieters. Dabei unterscheidet man zwischen: dem absoluten Kundendeckungsbeitrag (in Euro) und dem relativen Kundendeckungsbeitrag (in %).
1 Problemstellung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein und begründet die Notwendigkeit einer kundenorientierten Struktur in der heutigen Konsumgüterbranche.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die Begrifflichkeiten, die verschiedenen Ebenen (strategisch, funktional, organisatorisch) sowie die Zielsetzungen und Instrumente des KAM erläutert.
3 Erfolgsfaktoren des KAM: Dieses Kapitel definiert den Erfolg des KAM und stellt den theoretischen Rahmen sowie die Kategorisierung der Erfolgsfaktoren vor.
4 Vorgehensweise: In diesem Abschnitt werden die wissenschaftlichen Grundlagen und Methoden für die empirische Analyse beschrieben.
5 Befunde: Hier erfolgt die detaillierte Auswertung empirischer Studien zur Effektivität von KAM-Programmen, unterteilt nach Aktivitäten, Akteuren und Ressourcen.
6 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und gibt Empfehlungen für das Management von Schlüsselkunden.
Key-Account-Management, KAM, Kundenbindung, Kundenzufriedenheit, Geschäftsbeziehungen, Erfolgsfaktoren, Key-Account-Manager, Relationship-Marketing, Kundenportfolio, Vertriebsressourcen, Kundenbeziehungsprofitabilität, Business-to-Business, Konsumgüterbranche, Wettbewerbsvorteile, Unternehmensführung
Die Arbeit behandelt das Management von Schlüsselkunden, das sogenannte Key-Account-Management (KAM), und dessen Bedeutung für den langfristigen Unternehmenserfolg in der Konsumgüterbranche.
Die Schwerpunkte liegen auf der organisatorischen Verankerung von KAM, den strategischen Zielen wie Kundenbindung und Profitabilität sowie der Identifizierung und Messung von Erfolgsfaktoren.
Das Ziel ist es, zu klären, inwieweit KAM tatsächlich den Erfolg eines Unternehmens steigert und welche spezifischen Faktoren (Aktivitäten, Akteure, Ressourcen) diesen Prozess positiv beeinflussen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und wertet eine Vielzahl empirischer Studien aus, um Kausalzusammenhänge zwischen Gestaltungsmerkmalen des KAM und Erfolgsindikatoren aufzuzeigen.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen des KAM geklärt, bevor eine detaillierte Auswertung empirischer Studien erfolgt, die den Erfolg des KAM nach den Dimensionen Aktivitäten, Akteure und Ressourcen bewertet.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Key-Account-Management, Kundenbindung, Kundenbeziehungsprofitabilität, Erfolgsfaktoren und Relationship-Marketing.
Empirische Ergebnisse zeigen, dass sowohl die strategischen als auch die unternehmerischen Fähigkeiten des Managers einen entscheidenden indirekten Einfluss auf die Effektivität der Geschäftsbeziehung und das Vertrauen der Kunden haben.
Die Arbeit deutet darauf hin, dass die Linien- und insbesondere die Matrixorganisation zunehmend an Bedeutung gewinnen, da sie den Key-Account-Managern die notwendige Kompetenz und den Status als gleichwertiger Verhandlungspartner gegenüber dem Kunden verleihen.
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