Diplomarbeit, 2002
190 Seiten, Note: sehr gut
1 Einleitung
1.1 Aufbau der Arbeit
2 Gedächtnis und Raumvorstellung
2.1 Sensorische Gedächtnis
2.2 Kurzzeitgedächtnis
2.3 Langzeitgedächtnis
2.4 Informationsrepräsentation im Gedächtnis
2.5 Raumvorstellung
3 Kognitive Landkarten – cognitive maps
3.1 Grundlegendes
3.1.1 Indizien für die Existenz kognitiver Karten
3.1.2 Realer und kognitiver Raum
3.1.3 Fokaler und globaler Raum
3.1.4 Virtueller Raum
3.1.5 Kognitive Karten im Spielfilm
3.1.6 Kognitive Karten im World Wide Web (WWW)
3.1.7 Kartenwissen und Straßenwissen
3.1.8 Physiologischen Grundlagen
3.2 Cognitive maps nach Lynch (1948)
3.2.1 Lynchs Untersuchung
3.2.2 Elemente von cognitive maps
3.2.3 Beziehung zwischen den Elementen
3.2.4 Die äußere Gestalt der Stadt
3.3 Cognitive maps nach Downs & Stea (1982)
3.3.1 Begriffsbestimmung – Kognitives Kartieren und kognitive Karten
3.3.2 Haupteigenschaften des kognitiven Kartierens
3.3.2.1 Kognitives Kartieren als interaktiver Prozess
3.3.2.2 Die Selektivität beim kognitiven Kartieren
3.3.2.3 Die Welt verstehen - Strukturierungsvermögen
3.3.3 Abbildungen (Repräsentationen)
3.3.3.1 Die Inhalte von Abbildungen (Repräsentationen)
3.3.3.2 Die Form der Abbildungen (Repräsentationen)
3.3.3.3 Kartenherstellung
3.3.4 Kognitives Kartieren und räumliches Verhalten
3.3.5 Die Lösung räumlicher Probleme
3.3.5.1 Das Wo
3.3.5.2 Das Was und das Wann
3.3.5.3 Wegsuche
3.4 Weitere Konzepte und Erkenntnisse
3.5 Medientheoretische Ansatz
4 Hypertext im World Wide Web
4.1 Definition und Begriffsabgrenzung
4.2 Aufbau von Hypertexten
4.2.1 Knoten und links
4.2.2 Organisationsstruktur von Hypertexten
4.3 Navigation und Orientierung
4.3.1 Begriffsbestimmung
4.3.2 Navigationsstrategien, Navigationsverhalten und „lost-in-hyperspace“
4.3.3 Räumliche Orientierung und Repräsentation
4.3.4 Informationszugriff
4.4 Human factors und Hypertext
4.5 Experten und Novizen
4.6 Browser
5 Hypothesen und Forschungsfragen
5.1 Hypothesen
5.1.1 Allgemeine Hypothesen
5.1.2 Computer- und Interneterfahrung
5.1.3 Kognitive Landkarten – cognitive maps
5.1.4 Suchbedingung - Problemlösen
5.1.5 Geschlechtsunterschiede
6 Methode
6.1 Untersuchungsdesign
6.1.1 Versuchsplan
6.1.2 Aufbau des Experiments
6.1.3 Untersuchungsmaterialien
6.1.3.1 Geräte
6.1.3.2 Website
6.1.3.3 LGT-3 (Lern- und Gedächtnistest, Bäumler 1974)
6.1.3.4 3DW (Dreidimensionaler Würfeltest, Gittler 1990)
6.1.3.5 Zeichnen von Wiens Innerer Stadt
6.1.3.6 Fragebogen
6.1.3.7 Sonstige Utensilien
6.2 Versuchsdurchführung
6.2.1 Voruntersuchung
6.2.2 Hauptuntersuchung
6.2.3 Probleme
7 Ergebnisse
7.1 Allgemeine Hypothesen
7.1.1 Hypotheseprüfung A (HA)
7.1.2 Hypothesenprüfung B (HB)
7.1.3 Hypothesenprüfung C (HC)
7.2 Interneterfahrung
7.2.1 Hypothesenprüfung 1.1
7.2.2 Hypothesenprüfung 1.2
7.2.3 Hypothesenprüfung 1.3
7.2.5 Hypothesenprüfung 2.1
7.2.6 Hypothesenprüfung 2.2a
7.2.7 Hypothesenprüfung 2.2b
7.2.8 Hypothesenprüfung 2.3a
7.2.9 Hypothesenprüfung 2.3b
7.2.10 Hypothesenprüfung 2.4
7.2.11 Hypothesenprüfung 2.5
7.2.12 Hypothesenprüfung 3.1 und 3.2
7.3 Kognitive Landkarten – cognitive maps
7.3.1 Hypothesenprüfung 4.1
7.3.2 Hypothesenprüfung 4.2
7.3.3 Hypothesenprüfung 4.3a & 4.3b
7.3.4 Hypothesenprüfung 4.4
7.4 Suchbedingung - Problemlösen
7.4.1 Hypothesenprüfung 5.1a & 5.1b
7.4.2 Hypothesenprüfung 5.1c
7.4.3 Hypothesenprüfung 5.2a & 5.2b
7.4.4 Hypothesenprüfung 5.2c
7.4.5 Hypothesenprüfung 6.1a & 6.1b
7.4.6 Hypothesenprüfung 6.2c
7.5 Geschlechtsunterschiede
7.5.1 Hypothesenprüfung G1
7.5.2 Hypothesenprüfung G2
7.5.3 Hypothesenprüfung G3
7.5.4 Hypothesenprüfung G4a & G4b
7.6 Kontrollvariablen – LGT-3, 3DW
7.7 Übersicht Ergebnisse
8 Interpretation
8.1 Allgemeines
8.2 Interneterfahrung
8.3 Navigationsverhalten, Kognitive Landkarten und Suchbedingung
8.4 Zusammenfassung der Ergebnisse
9 Kritik und Anmerkungen
9.1 Kritik zur Untersuchung
10 Zusammenfassung
10.1 Inhaltliche Ziele
10.2 Forschungsdesign
10.3 Ergebnisse
10.4 Kritik, Anmerkungen
11 Literaturverzeichnis
11.1 online-Quellen
12 Anhang
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Anwendbarkeit der Konzepte kognitiver Landkarten nach Lynch sowie Downs & Stea im Kontext von Hypertextdokumenten. Das primäre Forschungsziel besteht darin, den Zusammenhang zwischen Navigationsverhalten, der kognitiven Abbildung von Hypertextstrukturen und der Lösung virtuell räumlicher Probleme zu analysieren, wobei zusätzlich der Einfluss der Internet-Erfahrung sowie geschlechtsspezifische Unterschiede betrachtet werden.
Die Lösung räumlicher Probleme
Alle Lebewesen, die sich fortbewegen, sind vor räumliche Problem gestellt. Für jedes räumliche Problem benötigt man zweierlei Informationen über die Umwelt: das WO oder die Kenntnis des Standorts einer Sache oder Person und das WAS, oder die Kenntnis, welche Dinge oder Personen sich an einem bestimmten Standort befinden. Die Informationen über das Wo und Was ergänzen sich gegenseitig.
3.3.5.1 Das Wo
Downs & Stea definieren „Das Wo“ wie folgt: „Wo sich etwas oder jemand befindet“ (Downs & Stea, 1982, S.64). Von entscheidender Rolle ist also der Standort. Um eine Standort zu charakterisieren, reicht die Identifikation durch einen Namen nicht aus. Es bedarf einer Standortbeschreibung. Es gibt dafür zwei Formen:
1. die Zustandsbeschreibung und
2. die Verlaufsbeschreibung.
In der Zustandsbeschreibung eines Standorts wird mit Hilfe eines bekannten und allgemeinverständlichen Koordinatensystem mitgeteilt, wo sich etwas befindet. Eine Verlaufsbeschreibung enthält eine Reihe von Anweisungen, mit deren Hilfe wir zu einem bestimmten Standort gelangen.
1 Einleitung: Stellt die Forschungsfrage nach der Anwendbarkeit kognitiver Landkarten auf Hypertexte und erläutert den Aufbau der Untersuchung.
2 Gedächtnis und Raumvorstellung: Bietet einen Überblick über Gedächtnissysteme, Informationsspeicherung und die Bedeutung der Raumvorstellung für das Navigationsverhalten.
3 Kognitive Landkarten – cognitive maps: Erläutert die theoretischen Grundlagen der kognitiven Kartierung nach Lynch sowie Downs & Stea und beleuchtet deren Relevanz für medientheoretische Ansätze.
4 Hypertext im World Wide Web: Definiert Hypertexte als Netzwerk von Knoten und Links und diskutiert Probleme wie „lost-in-hyperspace“ sowie Aspekte der Usability.
5 Hypothesen und Forschungsfragen: Leitet die konkreten Fragestellungen ab und formuliert die zu prüfenden Null- und Alternativhypothesen.
6 Methode: Beschreibt das experimentelle Design der online-Untersuchung, die Probandenrekrutierung und die verwendeten Testinstrumente.
7 Ergebnisse: Präsentiert die statistische Auswertung der Hypothesenprüfungen mittels Korrelationen und Gruppenvergleichen.
8 Interpretation: Diskutiert die Ergebnisse im Kontext der psychologischen Theorien und reflektiert über die Rolle der Internet-Erfahrung.
9 Kritik und Anmerkungen: Hinterfragt kritisch die methodischen Ansätze und gibt Anregungen für künftige Forschungsfragen.
10 Zusammenfassung: Fasst die inhaltlichen Ziele, das Forschungsdesign und die wichtigsten Ergebnisse zusammen.
Kognitive Landkarten, Hypertext, Navigation, Orientierung, Web-Erfahrung, Problemlösen, Raumvorstellung, Gedächtnis, Information Retrieval, Human Factors, kognitives Kartieren, kognitive Repräsentation, Internet-Usability, Mentale Modelle, Explorationsverhalten.
Die Arbeit untersucht, wie Nutzer kognitive Landkarten von Hypertextstrukturen bilden und wie diese Karten das Navigationsverhalten sowie die Problemlösefähigkeit beeinflussen.
Die Untersuchung verknüpft kognitive Psychologie mit Web-Usability, insbesondere durch die Anwendung von Theorien zu kognitiven Karten (Lynch, Downs & Stea) auf die Navigation in strukturierten Hypertext-Umgebungen.
Es soll geklärt werden, ob die Qualität der kognitiven Abbildung einer Website mit dem Navigationsverhalten korreliert und ob Experten von einer solchen kognitiven Strukturierung bei der Suche nach Informationen profitieren.
Es wurde ein empirisches Online-Experiment durchgeführt, bei dem 121 Versuchspersonen eine Homepage erkunden mussten. Die Daten wurden mittels Log-Files und Fragebögen erfasst und statistisch (u.a. Korrelationsanalysen) ausgewertet.
Neben den theoretischen Grundlagen zu Gedächtnis und Raumvorstellung enthält der Hauptteil eine detaillierte Auseinandersetzung mit Hypertext-Strukturen, Navigationsstrategien und der Rolle der Anwenderexpertise.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie kognitive Landkarten, Hypertext-Navigation, mentale Modelle, exploratives Suchverhalten und kognitive Repräsentation beschreiben.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass erfahrene User (EU) aktiver navigieren, während unerfahrene User (UU) bei der Reproduktion der Webstruktur teilweise bessere Ergebnisse zeigten, möglicherweise aufgrund bewussterer Informationsaufnahme.
Die Studie zeigt, dass bei einfachen Suchaufgaben eine kognitive Landkarte hilfreich ist, während bei komplexen Aufgaben der kognitive Aufwand einer vollständigen Repräsentation die Orientierung erschweren kann.
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