Lizentiatsarbeit, 2020
59 Seiten, Note: 1
1 Psycholinguistische Grundlagen für den kindlichen Spracherwerb
1.1 Spracherwerb bei Kindern
1.2 Wortschatz des Kindes
1.2.1 Verstehen und Produktion von Sprache
1.2.2 Merkmale des frühen Vokabulars
1.3 Theorien des Spracherwerbs von Kindern
1.4 Typhlopsychologie und ihr Beitrag zum besseren Verständnis sehbedingter Behinderungen
1.4.1 Allgemeine Fragen der Typhlopsychologie
1.4.2 Die Frage der Kompensation für Blinde
2 Einführung in die Audiodeskription
2.1 Grundlegende Konzepte und Definitionen
2.1.1 Definitionen
2.1.2 Polnische Terminologie
2.1.3 Begünstigte der Audiodeskription
2.1.4 Grundprinzipien
2.1.5 Rechtsvorschriften
2.1.6 Geschichte der Audiodeskription
2.2 Kinderfilme mit Audiodeskription
3 Analyse von Kinderfilmen mit Audiodeskription
3.1 Der Räuber Hotzenplotz – der Fim mit Audiodeskription, die unbegrenzte Vorstellungskraft des Empfängers unterstützt
3.1.1 Allgemeine Informationen und Inhalt des Filmes
3.1.2 Das Vorlesen der Audiodeskription und die mit ihr verbundenen Elemente
3.1.3 Pausen und Sprechtempo
3.1.4 Die Handlungsräume
3.1.5 Der Bildungsaspekt der Audiodeskription
3.1.6 Musik und Lieder in der Audiodeskription
3.1.7 Schlussfolgerungen
3.2 Komm, wir finden einen Schatz – Audiodeskription für die Jüngsten
3.2.1 Allgemeine Informationen und Inhalt des Filmes
3.2.2 Das Vorlesen der Audiodeskription und die mit ihr verbundenen Elemente
3.2.3 Pausen und Sprechtempo
3.2.4 Die Handlungsräume
3.2.5 Der Bildungsaspekt der Audiodeskription
3.2.6 Musik und Lieder in der Audiodeskription
3.2.7 Schussfolgerungen
3.3 Krabat - nicht mehr so einfach Audiodeskription für Kinder
3.3.1 Allgemeine Informationen und Inhalt des Filmes
3.3.2 Das Vorlesen der Audiodeskription und die mit ihr verbundenen Elemente
3.3.3 Pausen und Sprechtempo
3.3.4 Die Handlungsräume
3.3.5 Der Bildungsaspekt der Audiodeskription
3.2.6 Musik und Lieder in der Audiodeskription
3.3.7 Schlussfolgerungen
3.4 Drei Audiodeskriptionen im Vergleich
3.5 Abschließende Bemerkungen
Das Hauptziel der Arbeit ist es, durch eine vergleichende Analyse von Audiodeskriptionen für Kinderfilme zu ermitteln, welche spezifischen Elemente bei der Gestaltung berücksichtigt werden müssen, um sehgeschädigten Kindern ein vergleichbares Filmerlebnis wie Kindern mit uneingeschränktem Sehvermögen zu ermöglichen. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei darauf, wie Audiodeskriptionen strukturiert sein sollten, um sowohl der Unterhaltung als auch dem Bildungsauftrag gerecht zu werden.
3.1.2 Das Vorlesen der Audiodeskription und die mit ihr verbundenen Elemente
Die Audiodeskription in Der Räuber Hotzenplotz wird von einer Frau vorgelesen. Der Klang ihrer Stimme wirkt während des ganzen Filmes neutral. Die Frau spricht sehr deutlich und es gibt keinen Teil im Film, der unverständlich ist.
Die Konfiguration der beteiligten Personen, Blickbewegungen, mimischer, gestischer und anderer körperlicher Aktivitäten, wird bei der Audiodeskription unter Betracht genommen. Anhand der folgenden Beispiele, wird verdeutlicht, wie die hier angesprochenen Informationen durch die Audiodeskriptorin vermittelt werden:
a) Proxemik (Territorial-und Distanzverhalten):
- Hotzenplotz geht der Wiese entlang;
- Er überquert die Schlossbrücke;
- Seppel setzt Schritt für Schritt seinen Weg fort;
- Kasperl und Seppel rennen durch das Kornfeld;
- Kasperl ist fast vor Hotzeplotz Höhle angekommen. Er steht dicht vor der versteckten Fallgrube;
- Zwackelmann rennt den Turm hinauf.
1 Psycholinguistische Grundlagen für den kindlichen Spracherwerb: Dieses Kapitel behandelt die kognitiven und sozialen Voraussetzungen des Spracherwerbs bei Kindern sowie die Rolle der Typhlopsychologie für das Verständnis sehbedingter Einschränkungen.
2 Einführung in die Audiodeskription: Hier werden Definitionen, Grundprinzipien, die Geschichte der Audiodeskription sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen und Zielgruppen der Methode dargelegt.
3 Analyse von Kinderfilmen mit Audiodeskription: Im praktischen Teil erfolgt eine detaillierte, vergleichende Untersuchung der Audiodeskriptionen in drei ausgewählten Kinderfilmen hinsichtlich inhaltlicher Gestaltung, Sprechtempo und Bildungsaspekten.
Audiodeskription, Kinderfilm, Spracherwerb, Typhlopsychologie, Sehbehinderung, barrierefreie Medien, Filmanalyse, Inklusion, Kommunikation, Blindenpädagogik, Filmkompetenz, Audiovisuelle Medien, Sprachvermittlung, Orientierungshilfe, Medienzugang
Die Arbeit untersucht die Probleme und Herausforderungen bei der Erstellung von Audiodeskriptionen für Kinderfilme, um sehgeschädigten Kindern einen barrierefreien Zugang zu kulturellen Inhalten zu ermöglichen.
Die Arbeit verknüpft psycholinguistische Grundlagen des kindlichen Spracherwerbs mit der spezialisierten Disziplin der Typhlopsychologie und den praktischen Anforderungen der Filmbeschreibung.
Die zentrale Frage lautet, wie Audiodeskriptionen für Kinder gestaltet sein müssen, damit sehgeschädigte Kinder beim Filmkonsum eine ähnliche Freude und ein ähnliches Verständnis entwickeln können wie Kinder ohne Sehbehinderung.
Die Autorin führt eine empirische, vergleichende Analyse von drei ausgewählten Kinderfilmen durch, um die Qualität und die spezifischen Elemente der jeweiligen Audiodeskriptionen zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Kapitel über Spracherwerb und Audiodeskription sowie eine umfangreiche praktische Vergleichsanalyse der Filme „Der Räuber Hotzenplotz“, „Komm, wir finden einen Schatz“ und „Krabat“.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Audiodeskription, Inklusion, Spracherwerb, Typhlopsychologie und barrierefreie Medien aus.
Die Arbeit verdeutlicht, dass Audiodeskriptionen für Kinder stärker didaktisch und pädagogisch motiviert sein müssen, da die Sprache der Deskription einen direkten Einfluss auf die sprachliche Entwicklung und das Weltverständnis des Kindes hat.
Über die reine Information hinaus dient die Audiodeskription dazu, Kindern Fachbegriffe, Emotionen und soziale Verhaltensweisen zu vermitteln, die sie sonst ohne visuelle Unterstützung nur schwer erfassen könnten.
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