Bachelorarbeit, 2007
80 Seiten, Note: 2,0
Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung
Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Herrschaftspraxis im Brandenburg des 18. Jahrhunderts und untersucht, wie Herrschaft in dieser Zeit ausgeübt wurde. Sie fokussiert sich dabei auf die untrennbaren Prozesse der Kommunikation, des Aushandelns und des Kontrollierens, die für das Funktionieren der Herrschaft entscheidend waren.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die den Forschungsgegenstand und die Leitfrage der Arbeit einführt. Anschließend werden die Forschungsstände zu Kommunikation und Herrschaft sowie zum Begriff des Absolutismus beleuchtet.
Kapitel 3 widmet sich Brandenburg im 18. Jahrhundert und beleuchtet die Entwicklung des Landes unter den Hohenzollern, insbesondere Friedrich Wilhelm I. und Friedrich II.
Kapitel 4 erforscht die verschiedenen Formen der Kommunikation im frühneuzeitlichen Brandenburg, wie Supplikationen, Bekanntmachungen, dörfliche Konflikte und Landes- sowie Kirchenvisitationen.
Kapitel 5 analysiert die Funktion des frühneuzeitlichen Amtsträgers als Herrschaftsgarant, indem es seine Aufgabenbereiche, seine soziale Stellung und seine Bedeutung für die Durchsetzung, Aushandlung und Kontrolle von Herrschaft beleuchtet.
Im anschließenden Kapitel 6 wird anhand eines Visitationsprotokolls des Kriegs- und Steuerrates Cramer die Praxis des Aushandelns und Kontrollierens von Herrschaft in der Altmark veranschaulicht.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen Kommunikation, Herrschaft, Absolutismus, Brandenburg, 18. Jahrhundert, frühneuzeitliche Amtsträger, Herrschaftspraxis, Aushandeln, Kontrolle, Visitationsprotokolle.
Herrschaft war eine soziale Praxis, die durch ständiges Aushandeln und Kontrollieren sowie durch Kompromisse zwischen dem Herrscher und den Beherrschten aufrechterhalten wurde.
Neuere Forschungen entkräften das Bild eines omnipotenten Herrschers und zeigen, dass die Macht des Souveräns stark von Kommunikation und lokalen Akteuren abhing.
Amtsträger fungierten als Informationsmakler und Herrschaftsgaranten zwischen dem König und dem Volk. Ohne sie war Herrschaft in der Fläche kaum durchsetzbar.
Supplikationen waren Bittschriften der Untertanen an die Obrigkeit, die eine wichtige Form der Kommunikation und des Aushandelns von Interessen darstellten.
Protokolle wie die des Kriegsrats Cramer zeigen die detaillierte Beobachtung und Kontrolle des Landes und wie Sachverhalte vor Ort ausgehandelt wurden.
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