Fachbuch, 2021
76 Seiten
1 Einleitung
2 Charakterisierung von Verrechnungspreisen
2.1 Verrechnungspreise aus betriebswirtschaftlicher Sicht
2.2 Verrechnungspreise aus steuerlicher Sicht
2.2.1 Verrechnungspreiskorrekturen und Doppelbesteuerung
2.2.2 Darstellung monetärer Konsequenzen im Falle unangemessener Verrechnungspreise
2.3 Zielkonflikte zwischen Verrechnungspreisen aus betriebswirtschaftlicher- und steuerlicher Sicht
3 Verrechnungspreismethoden nach den OECD-Verrechnungspreisleitlinien
3.1 Der Fremdvergleichsgrundsatz als Basis für die Festlegung angemessener Verrechnungspreise
3.2 Geschäftsvorfallbezogene Standardmethoden
3.2.1 Preisvergleichsmethode
3.2.2 Wiederverkaufspreismethode
3.2.3 Kostenaufschlagsmethode
3.3 Geschäftsvorfallbezogene Gewinnmethoden
3.3.1 Transaktionsbezogene Nettomargenmethode
3.3.2 Transaktionsbezogene Gewinnaufteilungsmethode
3.4 Methodenhierarchie in Deutschland
4 Ökonomische Analyse ausgewählter Aspekte im Rahmen der Verrechnungspreisbildung
4.1 Advance Pricing Agreements zur Erlangung von Rechtssicherheit?
4.2 Risikoberücksichtigung im Rahmen der Verrechnungspreisbestimmung
4.3 Lineare Regressionsanalyse zur Bestimmung der Zinsen für eine interne Unternehmensfinanzierung mittels der Preisvergleichsmethode
5 Zusammenfassung und Ausblick
Diese Arbeit analysiert die ökonomischen Auswirkungen der OECD-Verrechnungspreismethoden und untersucht, wie diese zur Gewinnverlagerung beitragen sowie welche Möglichkeiten Steuerpflichtige zur Erlangung von Rechtssicherheit haben.
2.1 Verrechnungspreise aus betriebswirtschaftlicher Sicht
Die Diskussion um die Bestimmung der „richtigen“ Verrechnungspreise aus betriebswirtschaftlicher Sicht hat in der Forschung bereits stattgefunden, als aus steuerlicher Sicht, wegen vergleichsweise niedrigen Steuersätzen und des niedrigen Internationalisierungsgrades, die daraus resultierenden Probleme und Fragen noch relativ unbedeutend waren. Im Unterschied zum steuerrechtlichen Verständnis von Verrechnungspreisen sind der Begriff und die Funktionen aus betriebswirtschaftlicher Perspektive deutlich weiter gefasst. Die sich daraus ergebende interne Verwendung von Verrechnungspreisen im Unternehmen erstreckt sich u. a. auf die Erfolgsermittlung der einzelnen Bereiche, die Koordination und Lenkung des Managements dieser sowie bspw. auf die Preiskalkulation von Gütern und Dienstleistungen. Die gesamtzielorientierte Koordination dezentraler Organisationseinheiten mittels der Verwendung von Verrechnungspreisen basiert auf der von Schmalenbach entwickelten Idee, einer einzelnen Unternehmung einen fiktiven Markt zu unterstellen. Durch die Orientierung der Bereiche an ihren Bereichserfolgen sollen diese wie selbstständige Unternehmen ihre Entscheidungen treffen. Letztlich soll mittels dieses Konzepts die Maximierung des Erfolgs der einzelnen Bereiche im maximalen Gesamterfolg des Unternehmens münden.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die globale Entwicklung der Körperschaftsteuersätze und die damit einhergehende Bedeutung von Verrechnungspreisen bei der Gewinnverlagerung multinationaler Konzerne.
2 Charakterisierung von Verrechnungspreisen: Dieses Kapitel differenziert zwischen betriebswirtschaftlichen und steuerlichen Verrechnungspreiszielen, erläutert die damit verbundenen Zielkonflikte und analysiert die monetären Risiken bei unangemessener Preisbildung.
3 Verrechnungspreismethoden nach den OECD-Verrechnungspreisleitlinien: Es werden die verschiedenen von der OECD empfohlenen Methoden, wie der Fremdvergleichsgrundsatz, Standardmethoden und Gewinnmethoden, detailliert beschrieben sowie die Methodenhierarchie in Deutschland untersucht.
4 Ökonomische Analyse ausgewählter Aspekte im Rahmen der Verrechnungspreisbildung: Dieses Kapitel prüft Ansätze zur Steigerung der Rechtssicherheit durch APAs sowie den Einsatz statistischer Verfahren zur Risikoanpassung und Zinsbestimmung bei internen Finanzierungen.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Verrechnungspreisthematik unter Berücksichtigung der Digitalisierung.
Verrechnungspreise, OECD, Fremdvergleichsgrundsatz, Gewinnverlagerung, Doppelbesteuerung, Preisvergleichsmethode, Kostenaufschlagsmethode, Nettomargenmethode, Gewinnaufteilungsmethode, Advance Pricing Agreement, Unternehmensfinanzierung, Risikomanagement, Steueroptimierung, Konzernsteuerung, Betriebsprüfung.
Die Arbeit untersucht die ökonomischen Zusammenhänge und steuerlichen Konsequenzen von Verrechnungspreisen in multinationalen Unternehmen unter Anwendung der OECD-Leitlinien.
Die Themenfelder umfassen die betriebswirtschaftliche vs. steuerliche Sichtweise auf Verrechnungspreise, die Analyse der OECD-Methoden, die Problematik der Doppelbesteuerung und Ansätze zur Rechtssicherheit.
Das Ziel ist die ökonomische Analyse der Auswirkungen aktueller OECD-Verrechnungspreismethoden auf die Steuerlast und die Identifikation von Möglichkeiten zur Erhöhung der Rechtssicherheit für Unternehmen.
Es erfolgt eine fundierte Literaturrecherche, eine Analyse bestehender regulatorischer Ansätze sowie eine beispielhafte ökonomische Modellierung (z.B. lineare Regressionsanalyse für Zinsen).
Der Hauptteil gliedert sich in die Charakterisierung der Verrechnungspreise, die detaillierte Darstellung der OECD-Methoden und die ökonomische Analyse spezifischer Aspekte wie APAs und Risikoanpassungen.
Kernbegriffe sind Verrechnungspreise, OECD, Fremdvergleich, Gewinnverlagerung, Doppelbesteuerung und Methoden der Verrechnungspreisbestimmung.
Sie dienen intern zur Steuerung und Erfolgsermittlung, unterliegen aber gleichzeitig strengen steuerlichen Anforderungen, was oft zu Zielkonflikten und hohen Compliance-Risiken führt.
APAs bieten Unternehmen eine Möglichkeit, frühzeitig verbindliche Vereinbarungen mit Finanzbehörden zu treffen, um Rechtsunsicherheit bei grenzüberschreitenden Transaktionen zu reduzieren.
Sie ermöglicht es, den fremdvergleichsüblichen Zinssatz bei internen Finanzierungen statistisch herzuleiten und somit objektiver zu bewerten, anstatt sich allein auf Schätzungen zu verlassen.
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