Masterarbeit, 2020
121 Seiten, Note: 1,0
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1. Einleitung
2. Hintergrund und Relevanz
3. Verkehr in Österreich
4. Stadtverkehr in Österreich
5. E-Scooter in Österreich
5.1 Definition und Komponenten eines E-Scooters
5.2 Rechtliche Grundlage in Österreich
5.3 Das Sharing-System
5.4 Vorteile der E-Scooter
5.5 Kritik an E-Scootern
5.6 E-Scooter in Innsbruck
6. Fragestellung
7. Spezielle Methodik
7.1 Die quantitative Untersuchung
7.1.1 Gütekriterien der quantitativen Forschung
7.1.2 Beschreibung der Stichprobe
7.2 Das qualitative teilstrukturierte Interview
7.2.1 Gütekriterien qualitativer Forschung
7.2.2 Entwicklung des Interviewleitfadens
7.2.3 Beschreibung der Stichprobe
7.2.3 Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring
7.2.4 Ethische Aspekte der Untersuchung
8. Ergebnisse
8.1 Ergebnisse der quantitativen Untersuchung
8.2 Ergebnisse der qualitativen Untersuchung
9. Diskussion
9.1 Durch E-Scooter zurückgelegte Wege
9.2 Die Nutzer der Sharing-E-Scooter
9.3 Einfluss auf die Nutzung anderer Verkehrsmittel
9.4 Methodendiskussion
10. Fazit
11. Literaturverzeichnis
12. Anhang
12.1 Quantitative Datenerhebung: Das Anschreiben
12.2 Quantitative Datenerhebung: Der Fragebogen
12.3 Qualitative Datenerhebung: Der Interviewleitfaden
12.4 Qualitative Datenerhebung: Transkripte der Nutzerinterviews
Diese Arbeit untersucht den Einfluss von E-Scootern im Sharing-Angebot auf das Mobilitätsverhalten in der Stadt Innsbruck. Ziel ist es, zu analysieren, ob diese neue Form der Mikromobilität tatsächlich einen Beitrag zur notwendigen Verkehrswende und Reduktion von Treibhausgasemissionen leistet, indem sie emissionsintensive Verkehrsmittel ersetzt.
5.5 Kritik an E-Scootern
Neben den oben genannten Vorteilen geraten E-Scooter seit ihrer Zulassung auch in Kritik. E-Scooter weisen aktuell eine relativ geringe Lebensdauer auf. Auf Nachfrage an Mitarbeiter der Firma Tier im August 2019 lag die durchschnittliche Lebensdauer in Österreich bei etwa sechs Monaten. Aktuelle Modelle sollen bei regelmäßiger Wartung bis zu zehn Monate betrieben werden können. Das Unternehmen Circ (2019) gibt an, die durchschnittliche Lebensdauer auf 14 Monate erhöht zu haben. Voi (2019) geht sogar von einer Lebensdauer von 24 Monaten aus. Unabhängige Untersuchungen wie Marks (2019) bescheinigen eine durchschnittliche Lebensdauer von etwa drei Monaten. Eine Erhebung in Louisville (USA) ergab eine mittlere Lebensdauer von nur 29 Tagen. Diese Werte divergieren somit stark mit den Herstellerangaben. Es kann jedoch aufgrund technischer Neuerungen davon ausgegangen werden, dass die Lebenszyklen in Zukunft weiter erhöht werden können. Grund für diese aktuell kurze Betriebszeiten ist die starke Exposition für Umwelteinflüsse durch das Parken auf der Straße und die Dauerbelastung. Auch werden Sharing-Scooter mit weniger Vorsicht als private behandelt. Vielerorts fallen sie Vandalismus zum Opfer, werden mutwillig zerstört und in Gewässer geworfen, wodurch wiederum Umweltschäden durch austretende Batteriekomponenten wie Lithium entstehen.
1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung von Mobilität für moderne Gesellschaften und die Relevanz der Verkehrswende angesichts des Klimawandels.
2. Hintergrund und Relevanz: Erörterung der Klimaziele auf internationaler und EU-Ebene sowie die zentrale Rolle des Verkehrssektors bei der Reduktion von Treibhausgasemissionen.
3. Verkehr in Österreich: Analyse der aktuellen Verkehrssituation in Österreich, des Energieverbrauchs und der Herausforderungen für eine nachhaltige Mobilität.
4. Stadtverkehr in Österreich: Untersuchung der spezifischen Anforderungen an den Stadtverkehr, das Konzept des "Modal Split" und die Bedeutung von multimodalen Mobilitätsverhalten.
5. E-Scooter in Österreich: Detaillierte Betrachtung der Definition, Rechtlage, Sharing-Systeme, Vorteile, Kritikpunkte und der konkreten Implementierung in Innsbruck.
6. Fragestellung: Definition der zentralen Forschungsfrage zur Veränderung des Mobilitätsverhaltens durch E-Scooter und der daraus resultierenden Teilfragen.
7. Spezielle Methodik: Beschreibung des mixed-methods Ansatzes, bestehend aus einer quantitativen Fragebogen-Erhebung und qualitativen Experteninterviews.
8. Ergebnisse: Darstellung und Analyse der aus den Fragebögen und Interviews gewonnenen Daten bezüglich des Nutzerverhaltens.
9. Diskussion: Interpretation der Ergebnisse im Kontext der Forschungsfrage, Reflexion der Methodik und Einordnung der Erkenntnisse.
10. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Schlussfolgerungen bezüglich des Beitrags von E-Scootern zur Reduktion von Treibhausgasen.
E-Scooter, Mobilitätsverhalten, Sharing-Economy, Treibhausgasemissionen, Stadtverkehr, Verkehrswende, Innsbruck, Mikromobilität, Klimaschutz, Modal Split, Nachhaltigkeit, mixed-methods, Nutzeranalyse, Elektromobilität, Substitution.
Die Arbeit untersucht den Einfluss von E-Scootern im Sharing-Angebot auf das Mobilitätsverhalten in Innsbruck und deren Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasemissionen.
Zentrale Themen sind die Verkehrswende, die ökologische Bewertung von Mikromobilität, das Nutzerverhalten im Sharing-Modell und der Vergleich der E-Scooter-Nutzung zu anderen Verkehrsträgern.
Das primäre Ziel ist es, zu ermitteln, ob E-Scooter in Innsbruck emissionsintensive Fahrten (wie mit dem Auto) ersetzen oder ob sie lediglich bereits emissionsarme Wege (wie zu Fuß gehen) substituieren.
Die Arbeit nutzt einen mixed-methods Ansatz, der eine quantitative Befragung via Fragebogen (n=185) mit qualitativen, teilstrukturierten Experteninterviews kombiniert.
Der Hauptteil analysiert den theoretischen Hintergrund des Verkehrs, die spezifische Situation in Innsbruck, die technischen Aspekte der E-Scooter sowie die Methodik und Auswertung der erhobenen Nutzerdaten.
Die Arbeit zeichnet sich durch eine interdisziplinäre Sichtweise aus, die ökologische, technische und sozioökonomische Faktoren des E-Scooter-Sharings im städtischen Kontext verbindet.
Die Nutzer schätzen die Flexibilität und einfache App-Bedienung, kritisieren jedoch teilweise die zeitlichen Beschränkungen (Nachtbetrieb) und die Unsicherheit bezüglich der korrekten Nutzung im öffentlichen Raum.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Einsatz von E-Scootern in Innsbruck derzeit nicht signifikant zur direkten Reduktion von Treibhausgasen beiträgt, da sie meist Fußwege ersetzen und keine attraktive Alternative zum Pkw darstellen.
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