Diplomarbeit, 2005
144 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Grundlagen des Wissensmanagements
2.1 Die Wissensgesellschaft und ihre Auswirkungen
2.2 Was ist Wissensmanagement?
2.3 Die Einbeziehung des Wissensmanagements
2.4 Wissensbilanzen
2.4.1 Wissen als Ressource?
2.4.2 Wie man Wissenskapital bilanzierbar machen könnte
3 Begriffe im Wissensmanagement
3.1 Der Begriff Wissen
3.1.1 Was ist Wissen?
3.1.2 Daten – Informationen – Wissen
3.1.3 Die Wissenstreppe
3.1.4 Und was ist relevantes Wissen?
3.1.5 Die Definitionen von Wissen
3.1.5.1 Der Wissensbegriff bei Gunnar Pautzke
3.1.5.2 Der Wissensbegriff bei Gilbert Probst et al.
3.1.5.3 Der Wissensbegriff bei Stefan Güldenberg
3.1.5.4 Der Wissensbegriff bei Jürgen Schüppel
3.1.5.5 Der Wissensbegriff bei Georg Schreyögg
3.1.5.6 Der Wissensbegriff von Michael Polanyi bei Nonaka Ikujiro und Hirotaka Takeuchi
3.1.6 Schlussfolgerungen
3.2 Der Begriff Lernen
3.2.1 Was ist Lernen?
3.2.2 Die Lernebenen
3.2.2.1 Lernen auf individueller Ebene
3.2.2.2 Lernen auf kollektiver Ebene oder organisationales Lernen
3.2.2.2.1 Der Begriff der lernenden Organisation
3.2.2.2.2 Die Arten des organisationalen Lernens bei Argyris und Schön
3.2.2.2.3 Die Arten des organisationalen Lernens bei Gunnar Pautzke
3.2.2.2.4 Die Arten organisationalen Lernens bei Stefan Güldenberg
3.2.2.2.5 Lernen bei Peter M. Senge
3.2.3 Lernbarrieren
3.2.3.1 Individuelle Lernbarrieren
3.2.3.2 Kollektive Lernbarrieren
3.2.3.3 Mentale Lernbarrieren
3.2.4 Schlussfolgerungen
4 Ein Vergleich von Wissensmanagementansätzen
4.1 Einleitung
4.2 Systemisches Wissensmanagement bei Helmut Willke
4.2.1 Voraussetzungen der Lernenden Organisation
4.2.2 Wissensmanagement
4.2.2.1 Wissensmanagement: ein Geschäftsprozess
4.2.2.2 Bewertung von Intellektuellem Kapital
4.2.2.3 Ein konkretes Instrument des Wissensmanagements: MikroArt
4.2.3 Kritische Analyse des Willkeschen Ansatzes
4.3 Der Ansatz von Gilbert Probst et al.
4.3.1 Die lernende Organisation nach Gilbert Probst und Bettina Büchel
4.3.2 Der Wissensmanagementansatz von Gilbert Probst, Stefan Raub und Kai Romardt
4.3.2.1 Wissensziele definieren
4.3.2.2 Wissen identifizieren
4.3.2.3 Wissen erwerben
4.3.2.4 Wissen entwickeln
4.3.2.5 Wissen (ver)teilen
4.3.2.6 Wissen nutzen
4.3.2.7 Wissen bewahren
4.3.3 Kritische Analyse des Probstschen Ansatzes
4.4 Der Ansatz von Jürgen Schüppel
4.4.1 Die lernende Organisation
4.4.2 Der Wissensmanagementansatz
4.4.2.1 Die vier Akte zum Wissensmanagement
4.4.2.2 Die Dimensionen des Wissensmanagements
4.4.2.2.1 Das Management von inneren und äußeren Wissenspotentialen
4.4.2.2.2 Das Management aktueller und zukünftiger Wissenspotentiale
4.4.2.2.3 Das Management von explizitem und implizitem Wissen
4.4.2.2.4 Das Management von Erfahrungs- und Rationalitätswissen
4.4.3 Kritische Analyse des Schüppelschen Ansatzes
4.5 Der Ansatz von Stefan Güldenberg
4.5.1 Die lernende Organisation
4.5.2 Der Wissensmanagementansatz
4.5.2.1 Wissensgenerierung
4.5.2.1.1 Vorhandenes internes Wissen nutzen
4.5.2.1.2 Neues Wissen gemeinsam entwickeln
4.5.2.1.3 Externes Wissen beschaffen
4.5.2.2 Wissensspeicherung
4.5.2.3 Wissenstransfer
4.5.2.4 Wissensanwendung
4.5.3 Wissenscontrolling
4.5.4 Kritische Analyse des Güldenbergschen Ansatzes
4.6 Der Ansatz von Peter M. Senge
4.6.1 Die lernende Organisation
4.6.1.1 Das Personal Mastery
4.6.1.2 Die Mentalen Modelle
4.6.1.3 Das Team-Lernen
4.6.1.4 Die gemeinsame Vision
4.6.1.5 Das Systemdenken
4.6.2 Kritische Analyse des Sengeschen Ansatzes
4.7 Der Ansatz von Ikujiro Nonaka und Hirotaka Takeuchi
4.7.1 Die vier Akte der Wissensumwandlung
4.7.1.1 Sozialisation: von implizit zu implizit
4.7.1.2 Externalisierung: von implizit zu explizit
4.7.1.3 Kombination: von explizit zu explizit
4.7.1.4 Internalisierung: von explizit zu implizit
4.7.2 Die Wissensspirale
4.7.3 Voraussetzungen zur Wissensschaffung
4.7.3.1 Intention
4.7.3.2 Autonomie
4.7.3.3 Fluktuation und kreatives Chaos
4.7.3.4 Redundanz
4.7.4 Kritische Analyse des japanischen Ansatzes
4.8 Fazit
5 Kritische Schlussbetrachtungen
Das primäre Ziel dieser Diplomarbeit ist es, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede ausgewählter Wissensmanagementströmungen kritisch zu analysieren, um Defizite aufzudecken und ein tieferes Verständnis für die theoretischen Modelle zu schaffen, die heute oft widerspruchslos als Managementansätze akzeptiert werden. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage verfolgt, ob der Begriff des Wissensmanagements hält, was er verspricht, oder ob er lediglich eine hohle Phrase bleibt.
4.2.1 Voraussetzungen der Lernenden Organisation
Damit nicht nur Mitglieder, sondern auch die Organisation selbst intelligent arbeiten kann, muss sie nach Regeln operieren, die Intelligenz konstruieren. Willke nennt hier drei Punkte, die kumulativ vorliegen müssen, um von einer intelligenten Organisation sprechen zu können (Vgl. im Folgenden Willke 2001: 34f):
1. Die Organisation muss fähig sein, Daten zu generieren, welche sie in ihrem Kontext betreffen; d.h. Organisationen müssen fähig sein, nicht nur „dumme“ Daten zu generieren, sondern auch Daten, die außerhalb der Norm liegen.
2. Die Organisation muss fähig sein, über systemische, übergreifende Beobachtungsregeln zu verfügen, um Daten zu bewerten und zur Konstruktion von Informationen zur Verfügung zu stellen. Die Schwierigkeit besteht darin, aus dem Ozean von Informationen relevante, auf Strategien und Ziele bezogene Informationen zu gewinnen.
3. Die Organisation muss fähig sein, einen zusammenhängenden Erfahrungskontext zu schaffen, der über das Wissen der Personen und Gruppen hinaus zusätzlich ein spezifisch organisationales Wissen erzeugt. Dies kann nur durch eine „community of practice“, also durch die Schaffung eines gemeinsamen Erfahrungskontextes, in dem relevante Informationen „eingehängt und verortet werden können“, geschehen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung des Wissensmanagements als Wettbewerbsfaktor im post-industriellen Zeitalter und definiert das Ziel der Arbeit, verschiedene Managementansätze kritisch zu vergleichen.
2 Grundlagen des Wissensmanagements: Dieses Kapitel erörtert den Wandel zur Wissensgesellschaft und legt dar, wie Wissensbilanzen und das Konzept des intellektuellen Kapitals den Wert von Wissen in Unternehmen messbar machen sollen.
3 Begriffe im Wissensmanagement: Es erfolgt eine tiefgehende Analyse der Begriffe Wissen und Lernen, ihrer Hierarchien, der verschiedenen Lernebenen sowie der auftretenden Lernbarrieren, die den Wissensfluss in Organisationen hemmen.
4 Ein Vergleich von Wissensmanagementansätzen: Dieser Hauptteil bietet eine detaillierte Vorstellung und kritische Analyse von sechs renommierten Wissensmanagementmodellen, darunter Ansätze von Willke, Probst, Schüppel, Güldenberg, Senge sowie Nonaka und Takeuchi.
5 Kritische Schlussbetrachtungen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, kritisiert die fehlende empirische Evidenz und Einigkeit innerhalb der Disziplin und plädiert für einen interdisziplinären Ansatz, der auch das Informationsmanagement und die Personalkultur stärker einbezieht.
Wissensmanagement, Wissensgesellschaft, Organisationales Lernen, Lernende Organisation, Intellektuelles Kapital, Wissensbilanz, Wissensgenerierung, Wissensspeicherung, Wissenstransfer, Wissensanwendung, Wissensbarrieren, Systemtheorie, Wissensmanagementansätze, Wissensumwandlung, Unternehmenskultur.
Die Diplomarbeit untersucht die betriebliche Wissensarbeit und das Wissensmanagement im kritischen Vergleich. Sie hinterfragt den Nutzen und die theoretische Fundierung dieser Ansätze.
Die Arbeit behandelt die Grundlagen des Wissensmanagements, die Definitionen von Wissen und Lernen, die Systematik organisationaler Lernprozesse und den Vergleich verschiedener Wissensmanagementmodelle.
Das Ziel ist es, einflussreiche Wissensmanagementmodelle vorzustellen und kritisch hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile zu prüfen, um die Diversität des Begriffs aufzuzeigen und Defizite aufzudecken.
Es wird eine literaturbasierte, kritische Analyse vorgenommen, bei der verschiedene theoretische Wissensmanagementansätze und Konzepte der lernenden Organisation gegenübergestellt werden.
Der Hauptteil konzentriert sich auf den Vergleich von sechs ausgewählten Wissensmanagementansätzen (Willke, Probst, Schüppel, Güldenberg, Senge, Nonaka/Takeuchi) und deren spezifische Instrumente sowie Konzepte zur Wissensumwandlung.
Wissensmanagement, Organisationales Lernen, Lernende Organisation, Wissensbilanz, Intellektuelles Kapital, Wissensgenerierung und Wissensbarrieren.
Die Wissensbilanz wird als Instrument diskutiert, um intellektuelles Kapital sichtbar und messbar zu machen, wobei insbesondere das Skandia-Modell als Beispiel dient.
Lernbarrieren stören oder verhindern notwendige Lernprozesse; die Identifikation dieser Barrieren ist laut der Analyse für den Erfolg eines Wissensmanagements unverzichtbar.
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