Bachelorarbeit, 2015
182 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Soziale Plastik
2.1 Kurzbiographie Joseph Beuys
2.2 Vom erweiterten Kunstbegriff zur Sozialen Plastik
2.3 Soziale Plastik heute
2.3.1 Omnibus für direkte Demokratie
2.3.2 Institut für Kunst, Kultur und Zukunftsfähigkeit
2.3.3 Social Sculpture Research Unit
3 Beuys Kunstverständnis & Soziale Arbeit
3.1 Ästhetische Praxis in der Sozialen Arbeit
4 Methoden der Datenerhebung
4.1 Triangulation
4.2 Leitfadengestützte Expert_inneninterviews
4.3 Teilnehmende Beobachtung
5 Forschungsverlauf und Datenauswertung
5.1 Forschungsablauf
5.2 Datenauswertung Qualitative Inhaltsanalyse
6 Ergebnisse
6.1 Ergebnisse Expert_inneninterviews
6.2 Ergebnisse Teilnehmende Beobachtung
6.3 Ergebnisdiskussion
7 Methodenkritik
8 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Abschlussarbeit untersucht, wie Joseph Beuys' Vision der Sozialen Plastik theoretisch und methodisch in den Kontext der Sozialen Arbeit eingebettet wird, wie diese in der Praxis Anwendung findet und wie sie von den Teilnehmenden rezipiert wird.
2.1 Kurzbiographie Joseph Beuys
Im Folgenden werden die biographischen Daten von Joseph Beuys dargestellt, um einen Eindruck von seiner Person und seinem Lebenswerk zu bekommen. Es werden ausschließlich die Stationen in seinem Leben hervorgehoben, die im Hinblick auf den erweiterten Kunstbegriff und die Soziale Plastik von Bedeutung sind. Zudem wird in diesem Kapitel primär Beuys Verständnis und Ansicht von Sozialer Plastik fokussiert und weniger die praktische Herstellung seiner Kunstwerke, da die vorliegende Arbeit Soziale Plastik nicht im Sinne von praktischen Werken thematisiert, sondern die Perspektive von Sozialer Plastik als prozessuale Entwicklung menschlicher kreativer Fähigkeiten in den Blick nimmt.
Joseph Heinrich Beuys wurde am 12. Mai 1921 in Krefeld als Sohn von Johanna Maria Margarete geb. Hülsermann (1889-1974) und ihrem Ehemann Joseph Jakob Beuys (1888-1958), in Krefeld geboren. Noch im selben Jahr zog die Familie nach Kleve, wo Joseph Beuys von 1927 bis 1932 zunächst die Katholische Volksschule besuchte und schließlich im Jahr 1941 an dem staatlichen Hindenburg-Gymnasium sein Abitur ablegte (Ermen, 2007, S. 9ff.). Beuys genoss eine streng katholische Erziehung (Stachelhaus, 2013, S. 14). Die Beziehung zu seinen Eltern wird als eher distanziert beschrieben (Stachelhaus, 2013, S. 9). Während seiner Schulzeit musste er eine Klasse wiederholen und schloss sich noch vor Beendigung seines Abiturs einem Wanderzirkus an, woraufhin er ein Jahr zurückgestuft wurde. Er profitierte vom Wohlwollen seiner Lehrkräfte und konnte so 1940 sein Abitur fortführen (Stachelhaus, 2013 S. 11). Beuys verbrachte viel Zeit in der niederrheinischen Landschaft, was ihn nachhaltig prägte. Sein besonderes Interesse galt der Pflanzen- und Tierwelt. Er beobachtete und dokumentierte naturwissenschaftliche Vorgänge und unterhielt im elterlichen Haus ein eigenes Laboratorium (Stachelhaus, 2013 S. 13f.). Durch die spätere Freundschaft zu Heinz Sielmann, einem Bio- und Zoologen, der Beuys zur Zeit seines Kriegsdienstes ausbildete und nach dem Krieg ein bekannter Tierfilmer wurde, konnte Beuys von dessen naturwissenschaftlichem Wissen profitieren und seine eigenen, bis dahin schon beträchtlichen Kenntnisse, vertiefen (Stachelhaus, 2013, S. 21).
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Werk von Joseph Beuys und die Forschungsfrage zur theoretischen Einbettung und praktischen Anwendung der Sozialen Plastik ein.
2 Soziale Plastik: Dieses Kapitel erläutert die Kurzbiographie von Beuys, seinen erweiterten Kunstbegriff und aktuelle Institutionen, die im Feld der Sozialen Plastik tätig sind.
3 Beuys Kunstverständnis & Soziale Arbeit: Das Kapitel verknüpft das Kunstverständnis von Beuys mit der Sozialen Arbeit und beleuchtet die Bedeutung der ästhetischen Praxis in diesem Fachbereich.
4 Methoden der Datenerhebung: Hier werden die angewandten Methoden, namentlich Triangulation, leitfadengestützte Experteninterviews und teilnehmende Beobachtung, vorgestellt.
5 Forschungsverlauf und Datenauswertung: Dieses Kapitel beschreibt den Ablauf der Untersuchung sowie die Anwendung der qualitativen Inhaltsanalyse.
6 Ergebnisse: Die Ergebnisse aus den Experteninterviews und der teilnehmenden Beobachtung werden präsentiert und kritisch diskutiert.
7 Methodenkritik: Eine reflektierte Betrachtung der gewählten Forschungsmethodik im Hinblick auf das Forschungsziel.
8 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und zeigt Potenziale für zukünftige Forschungen auf.
Soziale Plastik, Joseph Beuys, erweiterter Kunstbegriff, Kreativität, Soziale Arbeit, Ästhetische Praxis, Empowerment, Qualitative Forschung, Experteninterviews, Teilnehmende Beobachtung, Lebenslanges Lernen, Transformation, Gesellschaftsgestaltung, Partizipation, Prozessorientierung.
Die Arbeit untersucht Joseph Beuys' Konzept der Sozialen Plastik und deren Anwendbarkeit als Arbeitsfeld in der Sozialen Arbeit, wobei der Fokus auf prozessualen Entwicklungen liegt.
Die Arbeit beleuchtet die Biografie von Beuys, die theoretische Basis des erweiterten Kunstbegriffs und die praktische Umsetzung durch kreative Strategien in verschiedenen sozialen Kontexten.
Das Ziel ist zu ergründen, wie Soziale Plastik theoretisch und methodisch eingebettet ist, wie sie praktisch angewandt wird und welche Erfahrungen Teilnehmende bei dieser Anwendung machen.
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, das auf der Triangulation von leitfadengestützten Experteninterviews und einer teilnehmenden Beobachtung eines Seminars basiert.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen von Beuys' Kunstverständnis konkrete kreative Strategien, wie das „innere Atelier“ oder „aktives Zuhören“, erläutert und die Ergebnisse der praktischen Datenerhebung analysiert.
Neben dem zentralen Begriff der Sozialen Plastik sind „erweiterter Kunstbegriff“, „Kreative Strategien“, „Soziale Arbeit“ und „Qualitative Inhaltsanalyse“ maßgebliche Aspekte.
Das Konzept ermöglicht es der Sozialen Arbeit, künstlerische Methoden als Bindeglied für soziale Entwicklung und Empowerment zu nutzen, indem es individuelle Fähigkeiten und Potenziale der Klienten in den Vordergrund stellt.
Die praktische Anwendung wird als bereichernd für die persönliche Entwicklung empfunden, wobei die vollständige Integration im Berufsalltag aufgrund struktureller Anforderungen und der begrifflichen „Unsichtbarkeit“ der Sozialen Plastik noch Herausforderungen birgt.
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