Masterarbeit, 2020
170 Seiten, Note: 2,0
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1. EINFÜHRUNG
1.1. Persönliche Motivation
1.2. Problemstellung
1.3. Ziel der Arbeit
1.4. Aufbau der Arbeit
2. THEORETISCHER HINTERGRUND
2.1. Zu Start-ups
2.1.1. Definition
2.1.2. Unterschiede zu klassischen Existenzgründern
2.1.3. Warum Start-ups häufig scheitern
2.2. Zu agilen Methoden
2.2.1. Definition
2.2.2. Agiles Manifest
2.2.3. Methoden-Übersicht
2.2.4. Design Thinking
2.2.5. Scrum
2.3. Zur Lean-Startup-Methode
2.3.1. Definition
2.3.2. Verbreitung
2.3.3. Prinzipien
2.3.4. Beispiele
2.3.5. Vorgehen
2.4. Zur Strukturierung von Inhalten
2.4.1. Informationsarchitektur
2.4.2. Topicorientierte Strukturierung
2.4.3. Topics
2.4.4. Beziehungen
2.4.5. Klassenkonzept
2.5. Zu E-Learning
2.5.1. Definition
2.5.2. Lerntheoretische Grundlagen
2.5.3. Gedächtnispsychologische Grundlagen
2.5.4. Motivationspsychologische Grundlagen
2.5.5. Anwendungsformen
2.5.6. Autorentools
3. EMPIRISCHE FORSCHUNG
3.1. Untersuchungsaufbau
3.1.1. Untersuchungsmethode
3.1.2. Interviewleitfaden
3.1.3. Datenaufzeichnung
3.1.4. Befragungsart, -ort und -dauer
3.1.5. Auswahl der Experten
3.2. Datenaufbereitung
3.2.1. Transkription
3.2.2. Auswertung
3.3. Ergebnisse
3.3.1. Darstellung
3.3.2. Interpretation
4. PRAKTISCHE UMSETZUNG
4.1. Vorgehen
4.2. Iteration 1
4.2.1. Analyse
4.2.2. Design
4.2.3. Entwicklung
4.2.4. Implementierung
4.2.5. Evaluation
4.3. Iteration 2
4.3.1. Design
4.3.2. Entwicklung
4.3.3. Implementierung
4.3.4. Evaluation
4.4. Iteration 3
4.4.1. Design
4.4.2. Entwicklung
4.4.3. Implementierung
4.4.4. Evaluation
4.5. Resultat
4.5.1. Zugang
4.5.2. Verwaltung
4.5.3. Ausblick
5. FAZIT
Diese Arbeit zielt darauf ab, ein interaktives, deutschsprachiges E-Learning zu entwickeln, das interessierte Gründer dabei unterstützt, Start-ups anhand der Lean-Startup-Methode erfolgreich aufzubauen. Die Forschungsfrage untersucht, wie ein solches Lehrmedium konzipiert und entwickelt werden kann, um den Lernenden die Aneignung von relevantem Wissen in einem agilen, digitalen Umfeld zu ermöglichen.
1.1. PERSÖNLICHE MOTIVATION
Die Auswahl des Themas der hier vorliegenden Arbeit hängt mit der persönlichen Geschichte des Verfassers zusammen: Zu Beginn des Master-Studiums wurde er immer wieder von Kommilitonen, die neu in der Stadt waren, nach Tipps für angesagte Events und Locations gefragt. Zunächst noch bereitwillig erklärend, merkte der Verfasser irgendwann, dass da eine Informationslücke vorliegt, die sich jedes Semester wieder zeigt: Die Studierenden sind zunächst überfordert und auf der Suche nach Empfehlungen für angesagte Locations und Events. Nach einigen Semestern haben sie diese Informationen, ziehen dann aber oftmals weiter in eine andere Stadt, ohne ihre Tipps an zukünftige Erstsemester weiterzugeben.
Der Verfasser wollte dieses Problem lösen und eine Online-Empfehlungsplattform aufbauen. Auf dieser Plattform sollten sich lediglich Studierende einloggen können und ihre Tipps an andere Studierende weitergeben. Die registrierten Studierenden sollten Belohnungen für ihre Empfehlungen erhalten in Form von Gutscheinen, die sie später wiederum in der Stadt einlösen konnten.
Der Verfasser machte sich daran, die Idee zunächst im Rahmen eines Hochschulprojekts zu initiieren und anschließend in die Realität umzusetzen, ging dabei aber sehr klassisch vor: Er bereitete wochenlang ein Konzept vor, gründete eine Firma und scharte ein Team um sich, bevor das Produkt dann nach zahlreichen Monaten online ging – und nicht wie erhofft bei der Zielgruppe ankam.
Erst später hörte er von anderen Start-up-Gründern in seinem Umfeld von dem „Lean-Startup-Ansatz“. Dieser verfolgt das Ziel, zunächst mithilfe eines einfachen Prototyps die Nachfrage auf dem Markt zu testen, bevor viel Zeit, Mühe und eventuell sogar Geld ohne Effekt aufgewendet wird. Nachdem er diverse Bücher gelesen, Gespräche geführt und Videos zu „Lean Startup“ angeschaut hatte, bemerkte der Verfasser die eigenen Fehler – und hatte die Motivation, zukünftigen Gründern dieses Wissen auf zielgruppengerechte Art und Weise konzentriert weiterzugeben: mithilfe eines interaktiven E-Learnings. Wie dieses entstand und was es generell bei solch einer Umsetzung zu beachten gilt, dem widmet sich die hier vorliegende Master-Thesis.
1. EINFÜHRUNG: Diese Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die persönliche Motivation des Verfassers und beschreibt das Problem des Scheiterns von Start-ups.
2. THEORETISCHER HINTERGRUND: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Basis zu Start-ups, agilen Methoden, Lean-Startup, Informationsstrukturierung und E-Learning-Grundlagen.
3. EMPIRISCHE FORSCHUNG: Hier wird das qualitative Forschungsdesign der Experteninterviews zur Identifizierung der Schritte der Lean-Startup-Methode erläutert.
4. PRAKTISCHE UMSETZUNG: Dieser Teil beschreibt die iterative Entwicklung des E-Learnings unter Anwendung des LLAMA-Modells und der Ergebnisse der empirischen Forschung.
5. FAZIT: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und bewertet den Erfolg der praktischen Umsetzung.
Lean Startup, E-Learning, Agilität, Start-up-Gründung, Informationsarchitektur, Topicorientierte Strukturierung, Didaktik, Adapt Learning, Iterative Entwicklung, Wissensvermittlung, Prototyping, Minimum Viable Product, Bildungsdesign, Usability-Tests, Kompetenzentwicklung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption und technischen Erstellung eines interaktiven E-Learnings, das interessierten Menschen helfen soll, ein Start-up anhand der Lean-Startup-Methode aufzubauen.
Die Arbeit verknüpft agile Gründungsmethoden (Lean Startup) mit den Feldern der Mediendidaktik, der Informationsarchitektur und der praktischen Softwareentwicklung von E-Learnings.
Das primäre Ziel ist es, ein deutschsprachiges, frei verfügbares und interaktives E-Learning zu entwickeln, das Gründern eine praxisnahe Anleitung bietet, um Hypothesen zu validieren und das Risiko des Scheiterns zu minimieren.
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, bestehend aus Literaturrecherche und leitfadengestützten Experteninterviews. Die praktische Umsetzung erfolgte iterativ nach dem LLAMA-Vorgehensmodell.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine empirische Analyse der Expertenmeinungen und die konkrete, dreistufige praktische Umsetzung des E-Learnings.
Die wichtigsten Schlagworte sind Lean Startup, E-Learning, Agilität, Informationsarchitektur, topicorientierte Strukturierung und iterative Produktentwicklung.
Nach einer detaillierten Marktanalyse und Evaluation verschiedener kostenfreier Tools wurde „Adapt Learning“ aufgrund seiner flexiblen Möglichkeiten zur topicorientierten Content-Strukturierung ausgewählt.
Der Erfolg wurde durch eine formative Evaluation in drei Iterationen gemessen, wobei 26 Probanden durch Fragebögen Feedback gaben, um die Usability und Lernwirksamkeit kontinuierlich zu steigern.
Der Begriff Pivot steht für die Notwendigkeit, bei negativen Ergebnissen die Geschäftsidee drastisch zu korrigieren. Die Arbeit integriert dieses Konzept als wesentliches Element für Lernende, die ihre eigenen Hypothesen in der Gründungspraxis testen.
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