Diplomarbeit, 2007
65 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Organisatorische Erfordernisse in der globalisierten Wirtschaft
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Definitorischer Rahmen
2.1 Das internationale Unternehmen
2.1.1 Merkmale des international tätigen Unternehmens
2.1.2 Rahmenbedingungen des international tätigen Unternehmens
2.2 Intraorganisationale Netzwerke
2.2.1 Der Netzwerkbegriff
2.2.2 Intraorganisationale Netzwerke und ihre Entstehung
3 Das Internationale Unternehmen als Intraorganisationales Netzwerk
3.1 Netzwerkansätze in der Internationalen Managementliteratur
3.1.1 The Transnational Solution nach Bartlett und Ghoshal
3.1.2 The Horizontal Organization nach White und Poynter
3.1.3 The Heterarchical Organization nach Hedlund
3.1.4 The Ideal Diversified Multinational Corporation nach Prahalad und Doz
3.2 Vergleich der vorgestellten Netzwerkansätze
3.3 Kritik an den vorgestellten Netzwerkansätzen
4 Rollen von Auslandsgesellschaften innerhalb Intraorganisationaler Netzwerke
4.1 Anwendbarkeit von Rollentypologien auf Intraorganisationale Netzwerke
4.2 Rollentypologien in der internationalen Managementliteratur
4.2.1 Rollentypologie nach Bartlett und Ghoshal
4.2.2 Rollentypologie nach Gupta und Govindarajan
4.3 Kritik an den Rollentypologien in der internationalen Managementliteratur
5 Die Koordination Intraorganisationaler Netzwerke
5.1 Überblick über Koordinationsinstrumente internationaler Unternehmen
5.1.1 Hierarchische Koordinationsinstrumente
5.1.2 Nicht-Hierarchische Koordinationsinstrumente
5.2 Spezifische Merkmale der Koordination Intraorganisationaler Netzwerke
5.2.1 Differenzierte Koordination Intraorganisationaler Netzwerke
5.2.1.1 Koordination in Abhängigkeit der Machtpositionen eines Netzwerkakteurs nach Prahalad und Doz
5.2.1.2 Koordination in Abhängigkeit der Rolle einer Auslandsgesellschaft
5.2.1.3 Koordination in Abhängigkeit netzwerkanalytischer Betrachtungen
5.2.1.3.1 Das Konzept der sozialen Netzwerkanalyse
5.2.1.3.2 Implikationen auf die Koordination von Auslandsgesellschaften
5.2.2 Verbundweite Koordination Intraorganisationaler Netzwerke
5.3 Problembereiche der Koordination Intraorganisationaler Netzwerke
6 Schlussbetrachtung
6.1 Intraorganisationale Netzwerke – die Organisationsstruktur der Zukunft?
6.1.1 Chancen Intraorganisationaler Netzwerke
6.1.2 Kritische Bereiche Intraorganisationaler Netzwerke
6.1.3 Praktische Relevanz Intraorganisationaler Netzwerke
6.2 Handlungsimplikationen
6.3 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht verschiedene in der internationalen Managementliteratur entwickelte Ansätze für intraorganisationale Netzwerke in global tätigen Unternehmen. Das primäre Ziel ist es, diese Netzwerkansätze sowie deren spezifische Koordinationsinstrumente darzustellen, vergleichend zu analysieren und einer kritischen Würdigung zu unterziehen.
Merkmale des Konzepts
Die Organisationsstruktur der Transnationalen Organisation wird von Bartlett und Ghoshal als Integriertes Netzwerk weltweit verstreuter Organisationseinheiten begriffen, die sich eher durch stark reziproke als durch sequentielle Interdependenzbeziehungen zwischen den Auslandsgesellschaften auszeichnet. Ressourcen, Fähigkeiten und Kompetenzen werden selektiv sowohl in der Mutter- oder Tochtergesellschaft zentralisiert als auch dezentral über mehrere Auslandsgesellschaften verteilt. Bartlett und Ghoshal sprechen in diesem Zusammenhang von einer flexiblen Konzentration verfügbarer Ressourcen. Hierdurch werden Komponenten, Produkte, Ressourcen, Mitarbeiter und Informationen ständig zwischen den lokalen Einheiten sowie der Zentrale ausgetauscht und differierende Faktorkosten und Marktbedingungen genutzt. Dieser vielfältige und rege Austausch führt nicht nur zu einer erhöhten Effizienz, Flexibilität und Lernfähigkeit, sondern in Verbindung mit den wechselseitigen Interdependenzen zwingt sie die Auslandsgesellschaften zu kooperativem Verhalten auf Produkt-, Funktions- und Länderebene und reduziert damit ebenfalls Autonomiebestrebungen.
Gleichzeitig setzt ein Integriertes Netzwerk aber auch die Bildung einer Matrix in den Köpfen der Manager voraus, da diese permanent unterschiedliche funktionale, prozessuale oder regionale Perspektiven in ihren Überlegungen vereinen müssten.
1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Notwendigkeit flexibler organisatorischer Instrumente in einer globalisierten Wirtschaft und definiert die Zielsetzung sowie den methodischen Aufbau der Arbeit.
2 Definitorischer Rahmen: Das Kapitel definiert den Begriff des internationalen Unternehmens anhand von Kriterien wie Auslandsaktivitäten und Interdependenzen und erläutert den Netzwerkbegriff sowie die Entstehung intraorganisationaler Netzwerke.
3 Das Internationale Unternehmen als Intraorganisationales Netzwerk: Es werden vier bedeutende Netzwerkansätze der Managementliteratur vorgestellt, untereinander verglichen und hinsichtlich ihrer theoretischen und methodischen Schwächen kritisch hinterfragt.
4 Rollen von Auslandsgesellschaften innerhalb Intraorganisationaler Netzwerke: Dieses Kapitel widmet sich der veränderten Stellung von Tochtergesellschaften und stellt verschiedene Rollentypologien vor, die deren strategische Bedeutung innerhalb eines Netzwerkverbundes klassifizieren.
5 Die Koordination Intraorganisationaler Netzwerke: Das Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene Koordinationsinstrumente, von hierarchischen Anweisungen bis hin zu nicht-hierarchischen Mechanismen wie Unternehmenskultur und Selbstabstimmung, und diskutiert deren spezifische Anwendung.
6 Schlussbetrachtung: Die Arbeit endet mit einer Einschätzung der praktischen Relevanz intraorganisationaler Netzwerke, gibt Handlungsimplikationen für Reorganisationsprozesse und fasst die zentralen Aussagen zusammen.
Intraorganisationale Netzwerke, Globalisierung, Internationale Managementliteratur, Auslandsgesellschaften, Koordination, Wissenstransfer, Unternehmenskultur, Rollentypologien, Strategische Führung, Interdependenzen, Organisationsstruktur, Wettbewerbsvorteile, Kontextmanagement, Ressourcenallokation, Selbstabstimmung
Die Arbeit analysiert, wie international tätige Unternehmen durch intraorganisationale Netzwerkstrukturen die Anforderungen an globale Effizienz und lokale Anpassungsfähigkeit erfolgreich bewältigen können.
Zentrale Schwerpunkte sind die theoretischen Netzwerkansätze, die Differenzierung von Rollen der Auslandsgesellschaften sowie die Auswahl adäquater Koordinationsinstrumente für komplexe Unternehmensstrukturen.
Ziel ist es, die in der Literatur entwickelten Netzwerkansätze vorzustellen, die spezifische Koordination dieser komplexen Strukturen zu beleuchten und kritisch zu hinterfragen.
Der Autor führt eine Literaturanalyse durch, bei der bestehende Ansätze internationaler Managementtheorien sowie diverse Rollentypologien und Koordinationsinstrumente systematisch verglichen werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung bekannter Netzwerkmodelle (Bartlett/Ghoshal, White/Poynter, etc.), die Analyse von Rollentypologien und eine detaillierte Untersuchung von Koordinationsmechanismen.
Wichtige Begriffe sind Intraorganisationale Netzwerke, Koordination, Rollentypologien, Wissenstransfer und internationale Unternehmensführung.
Dieser Ansatz zeichnet sich besonders durch ein integriertes Netzwerk weltweit verstreuter Einheiten aus, die stark reziproke Interdependenzen aufweisen und differenzierte strategische Rollen einnehmen.
Die Unternehmenskultur fungiert als ein wesentliches nicht-hierarchisches Koordinationsinstrument, um Mitarbeiter über gemeinsame Werte implizit zu führen und den Bedarf an expliziten, bürokratischen Anweisungen zu reduzieren.
Er beschreibt eine Tochtergesellschaft, die an einem strategisch wichtigen Markt agiert, aber selbst über zu geringe Ressourcen oder Kompetenzen verfügt, um nennenswerte Marktanteile aus eigener Kraft zu erzielen.
Aufgrund der hohen Komplexität, Dynamik und der Notwendigkeit simultaner lokaler Anpassung führen rein hierarchische Ansätze zu Überlastung der Zentrale und mangelnder Flexibilität in den Tochtergesellschaften.
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