Diplomarbeit, 2008
78 Seiten, Note: 1,7
1 EINLEITUNG UND ZIELSETZUNG
2 BETRIEBLICHE STEUERUNGSINSTRUMENTE IM GESUNDHEITSWESEN
2.1 Grundlegende Anforderungen an ein Steuerungsinstrument
2.2 Aktueller Stand von Steuerungsinstrumenten im Gesundheitswesen
3 THEORETISCHE GRUNDLAGEN UND HINWEISE ZUR BALANCED SCORECARD
3.1 Definition der Balanced Scorecard
3.2 Konzeption der Balanced Scorecard
3.3 Die vier klassischen Perspektiven der Balanced Scorecard
3.3.1 Die finanzwirtschaftliche Perspektive
3.3.2 Die Kundenperspektive
3.3.3 Die interne Prozessperspektive
3.3.4 Die Lern- und Entwicklungsperspektive
3.4 Ursache-Wirkungsbeziehungen
3.5 Messgrößen, Zielwerte und Maßnahmen
3.6 Umsetzung der Unternehmensstrategie – Der Implementierunsgsprozess einer Balanced Scorecard
3.6.1 Phase 1: Phase 1: Organisatorischen Rahmen für die Implementierung schaffen
3.6.2 Phase 2: Strategische Grundlagen klären
3.6.3 Phase 3: Balanced Scorecard entwickeln
3.6.4 Phase 4: Roll out managen
3.6.5 Phase 5: Kontinuierlichen Einsatz der Balanced Scorecard sicherstellen
3.7 Die Balanced Scorecard in Non- Profit Organisationen
3.8 Verbreitung der Balanced Scorecard im Gesundheitswesen
4 DIE BALANCED SCORECARD IM KRANKENHAUS
4.1 Spezifische Gründe für die Einführung einer Balanced Scorecard im Krankenhaus
4.2 Vision und Strategie in Krankenhäusern
4.3 Perspektiven der Balanced Scorecard in Krankenhäusern
4.3.1 Finanzperspektive
4.3.2 Kundenperspektive
4.3.3 Prozessperspektive
4.3.4 Lern- und Entwicklungsperspektive
4.3.5 Die Sozialperspektive
4.4 Ursache-Wirkungsbeziehung
4.5 Zusammenfassung
5 DIE BALANCED SCORECARD IM ALTENHEIM
5.1 Spezifische Gründe für die Einführung einer Balanced Scorecard im Altenheim
5.2 Vision und Strategie in Altenheimen
5.3 Perspektiven der Balanced Scorecard in Altenheimen
5.3.1 Finanzperspektive
5.3.2 Kundenperspektive
5.3.3 Prozessperspektive
5.3.4 Lern- und Entwicklungsperspektive
5.3.5 Perspektive „ Ideeller Bereich“
5.4 Ursache-Wirkungsbeziehung
5.5 Zusammenfassung
6 DIE BALANCED SCORECARD IN DER ARZTPRAXIS
6.1 Spezifische Gründe für die Einführung einer Balanced Scorecard in der Arztpraxis
6.2 Vision und Strategie in der Arztpraxis
6.3 Perspektiven der Balanced Scorecard in der Arztpraxis
6.3.1 Finanzperspektive
6.3.2 Kundenperspektive
6.3.3 Prozessperspektive
6.3.4 Lern- und Entwicklungsperspektive
6.4 Ursache-Wirkungsbeziehung
6.5 Zusammenfassung
7 DIE BALANCED SCORECARD IN VERBINDUNG MIT DEM QUALITÄTSMANAGEMENT
7.1 KTQ®
7.2 Kombination von Balanced Scorecard und KTQ®
7.3 Zusammenfassung
8 SCHLUSSFOLGERUNG
8.1 Stärken der Balanced Scorecard
8.2 Schwächen der Balanced Scorecard
8.3 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Möglichkeiten der Anwendung der Balanced Scorecard (BSC) in verschiedenen Sektoren des Gesundheitswesens (Krankenhäuser, Altenheime, Arztpraxen) aufzuzeigen und deren Eignung als strategisches Managementinstrument kritisch zu bewerten, insbesondere auch in der Verbindung mit Qualitätsmanagementsystemen.
3.2 Konzeption der Balanced Scorecard
Die Balanced Scorecard wurde Anfang der neunziger Jahre an der Harvard Business School von Robert S. Kaplan und David P Norton (1997, S VII-X) entwickelt. Anlass der Entwicklung war, dass sich die meisten Unternehmen einzig und allein auf die Finanzperspektive, die lediglich vergangene Ereignisse reflektiert, fokussierten und sich kaum mit anderen, nicht finanziellen Maßstäben auseinander setzten. Die Balanced Scorecard wurde dementsprechend aus einer ähnlichen Problematik heraus entwickelt, wie sie momentan im deutschen Gesundheitswesen zu finden ist (vgl. Kapitel 2.2.).
Das wesentliche Ziel der Balanced Scorecard ist es, Strategien so zu definieren, dass sie im operativen Handeln des Unternehmens umgesetzt werden können (vgl. Töpfer, 2000, S.165). Anhand der Mission, Vision und Strategie eines Unternehmens werden Ziele entwickelt, die den einzelnen Perspektiven der Scorecard (Finanz-, Kunden-, Prozess- und Entwicklungsperspektive) zugeordnet werden. Die Mission, das Leitbild eines Unternehmens, formuliert, wie das Unternehmen in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden möchte.
1 EINLEITUNG UND ZIELSETZUNG: Einleitung in die Problematik des Gesundheitswesens und Definition der Zielsetzung dieser Diplomarbeit.
2 BETRIEBLICHE STEUERUNGSINSTRUMENTE IM GESUNDHEITSWESEN: Analyse der Anforderungen an Steuerungsinstrumente und des aktuellen Bedarfs aufgrund des strukturellen Wandels im Gesundheitssektor.
3 THEORETISCHE GRUNDLAGEN UND HINWEISE ZUR BALANCED SCORECARD: Darstellung der theoretischen Konzepte, Perspektiven, Ursache-Wirkungsbeziehungen und des Implementierungsprozesses der Balanced Scorecard.
4 DIE BALANCED SCORECARD IM KRANKENHAUS: Spezifische Anwendung der BSC auf Krankenhäuser, inklusive Anpassung der Strategie- und Perspektivenentwicklung.
5 DIE BALANCED SCORECARD IM ALTENHEIM: Untersuchung der BSC-Anwendung in Altenheimen unter Berücksichtigung spezifischer Rahmenbedingungen wie Pflegequalität und demographischer Entwicklung.
6 DIE BALANCED SCORECARD IN DER ARZTPRAXIS: Analyse der BSC als Steuerungsinstrument für Arztpraxen mit Fokus auf wirtschaftliche Herausforderungen und Patientenorientierung.
7 DIE BALANCED SCORECARD IN VERBINDUNG MIT DEM QUALITÄTSMANAGEMENT: Aufzeigen der Kompatibilität der BSC mit Qualitätsmanagementsystemen wie KTQ® zur nachhaltigen Prozessverbesserung.
8 SCHLUSSFOLGERUNG: Zusammenfassende Bewertung der Stärken und Schwächen der Balanced Scorecard sowie ein abschließendes Fazit zum Einsatz im Gesundheitswesen.
Balanced Scorecard, Gesundheitswesen, Krankenhaus, Altenheim, Arztpraxis, Strategie, Managementinstrument, Qualitätsmanagement, KTQ, Kennzahlensystem, Patientenorientierung, Finanzperspektive, Prozessoptimierung, Unternehmensführung, Mitarbeiterpotenzial
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Anwendung der Balanced Scorecard (BSC) als Managementinstrument in verschiedenen Bereichen des deutschen Gesundheitswesens, um strategische Ziele besser umzusetzen.
Die zentralen Themen sind das Controlling im Gesundheitssektor, die BSC-Methodik, der Implementierungsprozess und die spezifische Ausgestaltung der vier klassischen BSC-Perspektiven für stationäre und ambulante Einrichtungen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Einrichtungen des Gesundheitswesens die Balanced Scorecard modifizieren können, um aktuelle Herausforderungen wie Kostendruck und Wettbewerb erfolgreich zu bewältigen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der systematischen Verknüpfung theoretischer BSC-Konzepte mit den praktischen Anforderungen spezifischer Sektoren des Gesundheitswesens.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Kapitel 3) und drei anwendungsorientierte Kapitel für Krankenhäuser (Kapitel 4), Altenheime (Kapitel 5) und Arztpraxen (Kapitel 6).
Wichtige Schlüsselbegriffe sind Balanced Scorecard, Strategieumsetzung, Gesundheitsmanagement, Prozessperspektive, Patientenorientierung und Qualitätsmanagement.
Im Krankenhauskontext ist die soziale Positionierung und die Gleichbehandlung aller Patientengruppen von hoher Relevanz für den Versorgungsauftrag, weshalb diese Perspektive eine wertvolle Ergänzung zu den vier klassischen Dimensionen darstellt.
Die BSC dient als systematisches "Check-Instrument", um die im PDCA-Zyklus des KTQ® oft vernachlässigten Phasen der Kontrolle und der Ableitung konkreter Maßnahmen wirkungsvoll zu unterstützen.
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