Examensarbeit, 2008
78 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Theoretischer Teil
2.1 Symbole
2.1.1 Definition des Begriffs „Symbol“
2.1.2 Symboltheoretische Ansätze
2.1.3 Symbolfunktion bei Kindern nach Fowler
2.2 Symboldidaktik
2.2.1 Überblick über symboldidaktische Ansätze
2.2.1.1 Hubertus Halbfas
2.2.1.2 Peter Biehl
2.2.2 Aufgaben und Grenzen der Symboldidaktik
2.2.3 Einsatz von Symbolen im Religionsunterricht
2.3 Symbol „Licht“
2.3.1 Metaphorische Bedeutung des Lichts
2.3.2 Lichtsymbolik in der Bibel
2.3.2.1 Lichtsymbolik im Alten Testament
2.3.2.2 Lichtsymbolik im Neuen Testament
2.4 Die Weihnachtsgeschichte nach Lukas
2.4.1 Textgrundlage: Lk 2,1-21
2.4.2 Exegetische Betrachtung
2.4.3 Lichtsymbolik in Lk 2,8-10 und Mt 2,1-2
3. Planungsteil
3.1 Lernvoraussetzungen der Lerngruppe
3.2 Sachanalyse zur Unterrichtseinheit
3.3 Didaktische Begründungen zur Unterrichtseinheit
3.4 Allgemeine methodische Begründungen zur Unterrichtseinheit
3.5 Übergeordnete Lernziele der Unterrichtseinheit
3.6 Tabellarische Übersicht über die erteilten Stunden
4. Praktischer Teil
4.1 Planung und Durchführung der Stunde „Licht und Dunkelheit“
4.1.1 Groblernziel der Stunde
4.1.2 Feinlernziele der Stunde
4.1.3 Sachanalyse
4.1.4 Didaktische Begründungen
4.1.5 Methodische Begründungen
4.1.6 Stundenverlauf
4.1.7 Reflexion
4.2 Planung und Durchführung der Stunde „Jesus ist das Licht der Welt“
4.2.1 Groblernziel der Stunde
4.2.2 Feinlernziele der Stunde
4.2.3 Sachanalyse
4.2.4 Didaktische Begründungen
4.2.5 Methodische Begründungen
4.2.6 Stundenverlauf
4.2.7 Reflexion
4.3 Planung und Durchführung der Stunde „Ein Stern leuchtet zur Krippe“
4.3.1 Groblernziel der Stunde
4.3.2 Feinlernziele der Stunde
4.3.3 Sachanalyse
4.3.4 Didaktische Begründungen
4.3.5 Methodische Begründungen
4.3.6 Stundenverlauf
4.3.7 Reflexion
5. Gesamtreflexion
Die Arbeit untersucht das Symbolverständnis von Schülern des dritten und vierten Schuljahres im Fach Evangelische Religion. Das primäre Ziel ist es, den Zugang zu religiösen Symbolen – hier konkret des Symbols „Licht“ – durch gezielte unterrichtspraktische Einheiten zu fördern, ihre Symbolfähigkeit (das „dritte Auge“) anzubahnen und eine Brücke zwischen Alltagserfahrungen und biblischen Hoffnungsbildern zu schlagen.
2.1.1 Definition des Begriffs „Symbol“
Das Wort „Symbol“ leitet sich von dem griechischen Verb „symballein“ her und bedeutet „zusammenkommen“ und „zusammenstoßen“. Die ursprüngliche Bedeutung stammt von einem antiken Ritual. Im alten Griechenland wurden Tonscherben als Erkennungszeichen verwendet. Freunde oder Geschäftspartner zerteilten eine Tontafel, einen Ring oder eine Schale. Durch das spätere Zusammenfügen der beiden Stücke konnten sich nicht nur diese, sondern auch ihre Nachkommen, voreinander ausweisen und legitimieren. Die Tonscherben erhielten eine Bedeutung, die über ihre eigentliche Funktion weit hinausging: Sie bedeuteten Freundschaft und Vertrauen.
Auch in seiner späteren Bedeutung steht das Symbol für das Zusammenpassen von Zeichen und Bezeichnetem. Es sind diese beiden Ebenen, die in einem Symbol verbunden sind: Die greifbare Wirklichkeit in Form einer Sache, eines Wortes, Zeichens oder einer Handlung, und die dahinter liegende, tiefere Wirklichkeit. Ein heute sehr gebräuchliches Symbol ist das Herz. Wissenschaftlich betrachtet ist es ein Organ und auch die bildliche Darstellung ist eine abstrakte Wiedergabe dieses Muskels. Dennoch verstehen die meisten Menschen den Ausdruck „sein Herz verschenken“ nicht wörtlich, sondern wissen, was damit gemeint ist: Man verschenkt Liebe und Zuneigung. Doch was genau macht ein Symbol aus?
Aus dem oben dargestellten antiken Brauch lassen sich gut die entscheidenden Kennzeichen aufzeigen, über die Symbole heute definiert werden. Sie weisen über sich hinaus auf eine andere Wirklichkeit (z.B. Vertrauen / Liebe), und repräsentieren diese gleichzeitig durch ihre Materialität (z.B. Scherbe / Bild eines Herzens). Voraussetzung ist allerdings, dass das Symbol allen Beteiligten bekannt, also sozial eingebettet ist. In unserer heutigen Gesellschaft würde das Zerbrechen einer Tonschale nicht als symbolische Handlung erkannt werden, denn Symbole sind geschichtlich und gesellschaftlich bedingt. Wer sie aber zu deuten weiß, dem eröffnen sie den Zugang zu einer tieferen Dimension, zu einer anderen, nichtgegenständlichen Wirklichkeit. Allerdings ist diese Wirklichkeit bei jedem Menschen eine andere, da die Wirkung von Symbolen ambivalent ist.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die abnehmende Symbolkompetenz bei Grundschülern und führt die Motivation ein, diese durch eine Unterrichtseinheit zum Symbol „Licht“ im Rahmen von Weihnachten zu fördern.
2. Theoretischer Teil: Dieses Kapitel erläutert den Begriff des Symbols, stellt symboldidaktische Ansätze von Halbfas und Biehl vor und analysiert die Lichtsymbolik in der Bibel sowie die Weihnachtsgeschichte.
3. Planungsteil: Hier werden die Lernvoraussetzungen der Lerngruppe, die didaktische Begründung der Einheit und die gewählten methodischen Verfahren (Feuermeditation, Rollenspiel, Erzählen) dargestellt.
4. Praktischer Teil: Die praktische Umsetzung der Unterrichtseinheit wird in drei detaillierten Stundenplanungen (Licht/Dunkelheit, Jesus als Licht, Weihnachtsstern) inklusive Reflexion dokumentiert.
5. Gesamtreflexion: Dieses Kapitel wertet den Erfolg der Einheit aus und kommt zu dem Schluss, dass eine Sensibilisierung für den Symbolgehalt von Licht erreicht werden konnte, wenngleich die dauerhafte Ausbildung einer hohen Symbolkompetenz langjährige Übung erfordert.
Symbolverständnis, Symboldidaktik, Religionsunterricht, Grundschule, Lichtsymbolik, Weihnachtsgeschichte, Feuer, Religiöse Bildung, Symbolfunktion, Hoffnungsthematik, Ganzheitliches Lernen, Kirchenpädagogik, Bibel, Identifikation, Erziehung.
Die Arbeit untersucht das Symbolverständnis von Grundschülern der Klassen 3 und 4 und wie dieses im evangelischen Religionsunterricht gezielt gefördert werden kann.
Die Arbeit befasst sich mit der Symboldidaktik, der biblischen Symbolik des Lichts und der Anwendung dieser Themen in einer Unterrichtsreihe rund um das Weihnachtsfest.
Das Ziel ist es, Schülern den Zugang zu religiösen Symbolen zu erleichtern, ihre Fähigkeit zur Entschlüsselung symbolischer Sprache zu entwickeln und sie dazu anzuregen, die Botschaft der Symbole in ihr eigenes Leben zu übertragen.
Es werden theoretische Konzepte der Symboldidaktik mit empirischen Beobachtungen aus dem eigenen Unterricht sowie fachdidaktischen Analysen von Bibeltexten kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Hintergrund, die methodische Planung und die konkrete Dokumentation sowie Reflexion von sechs Unterrichtsstunden und einem Abschlussgottesdienst.
Wichtige Begriffe sind Symbolfunktion, das „dritte Auge“ nach Halbfas, Lichtsymbolik, religiöse Sozialisation, Ganzheitlichkeit und die Verknüpfung von Alltagserfahrung mit biblischen Inhalten.
Das Licht ist ein elementares Ursymbol, das für Kinder in der Advents- und Weihnachtszeit besonders präsent und somit gut als Ausgangspunkt für eine vertiefte symbolische Deutung geeignet ist.
Der Gottesdienst dient als Transferleistung, in der die Schüler das in den Unterrichtsstunden Erarbeitete selbst aktiv gestalten, präsentieren und somit in einen lebensweltlichen Kontext bringen.
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