Bachelorarbeit, 2020
65 Seiten, Note: 1,0
Die Arbeit analysiert die Chancen und Grenzen eines Bottom-Up Entwicklungsansatzes am Beispiel von Somaliland. Sie untersucht, wie die lokale Bevölkerung und lokale Institutionen durch die Integration von Clanstrukturen, die Entwicklung einer eigenen nationalen Identität und die Schaffung einer eigenen Wirtschaftsinfrastruktur einen eigenständigen Statebuilding-Prozess initiiert haben.
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in den Hintergrund des Statebuilding in Somaliland und beleuchtet den aktuellen Forschungsstand zu verschiedenen Ansätzen des Statebuilding. Anschließend werden verschiedene Strategien des Statebuilding, wie Liberalization First, Institutionalization First und Security First, vorgestellt und auf ihre Anwendbarkeit in Somaliland untersucht.
In Kapitel 5 wird der Statebuilding-Prozess in Somaliland im Detail analysiert. Dabei werden die Integration von Clanstrukturen in das politische System, die Rolle des Somali National Movement (SMN) bei der Entwicklung einer nationalen Identität, die lokale Finanzierung und die wirtschaftliche Infrastruktur sowie Konflikte zur Regelstandardisierung und -konsolidierung behandelt. Weiterhin werden die Auswirkungen der internationalen Nicht-Anerkennung und die Rolle der Diaspora für den Statebuilding-Prozess untersucht.
Das Kapitel 6 widmet sich den Chancen und Grenzen eines Bottom-Up Entwicklungsansatzes im Statebuilding, wobei die spezifischen Herausforderungen und Erfolgsfaktoren des Fallbeispiels Somaliland betrachtet werden.
Statebuilding, Somaliland, Bottom-Up Ansatz, Clanstrukturen, Nationale Identität, Lokale Finanzierung, Wirtschaftliche Infrastruktur, Nicht-Anerkennung, Internationale Normen, Diaspora, Friedensförderung, Konfliktlösung.
Somaliland nutzt einen Bottom-Up-Ansatz basierend auf lokalen Versöhnungskonferenzen und Clan-Integration, während in Somalia oft erfolglose Top-Down-Ansätze internationaler Organisationen dominieren.
Traditionelle Clan-Strukturen wurden direkt in das politische System eingebunden, was zur Stabilisierung und Akzeptanz der nationalen Identität beitrug.
Obwohl Somaliland ein de-facto Staat mit eigener Währung und Sicherheitskräften ist, erschwert die fehlende völkerrechtliche Anerkennung den Zugang zu globalen Märkten und Krediten.
Es ist ein Ansatz, bei dem die Staatenbildung aus der lokalen Gesellschaft heraus und durch Einbeziehung lokaler Akteure erfolgt, statt durch externe Vorgaben.
Die Diaspora spielt eine zentrale Rolle bei der Finanzierung und dem wirtschaftlichen Aufbau des Landes, da offizielle internationale Hilfe oft begrenzt ist.
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