Bachelorarbeit, 2018
35 Seiten, Note: 1
Zeitgenössiche Moraldebatten
Moralischer Radikalismus
Is, Ought
Detaillierte Fakt-Wert Darstellung
Moralisches Beispielargument
Historisch-kulturelle Wahrheit
Metaphysik
Definition
Unendlichkeit
Substanzen und Ousia
Kognitive Verzerrungen
Evolutionäre Aspekte kognitiver Verzerrungen
Dopaminrausch und Physiognomie
Der Bestätigungsfehler
Ignorance Survey
Rhetorische Überzeugung und Wahrheit
Dialektik
Eristik
Allgemeinheit einer Meinung
Sturheit
Piries logische Irrtümer
Semantik, Alltagssprache, literarische Stilmittel
Fake News
Überzeugung
Höflichkeit und verlerntes Streiten
Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und rhetorischer Überzeugung in einer von moralischen Debatten geprägten Gesellschaft. Das zentrale Ziel ist es, die Grundlagen metaphysischer Wahrheit sowie die psychologischen Mechanismen kognitiver Verzerrungen und rhetorischer Taktiken zu beleuchten, die unseren Umgang mit Wahrheit und Streit in der Gegenwart bestimmen.
Substanzen und Ousia
Ich möchte hier darlegen, wie Aristoteles mit seiner Metaphysik und Ontologie (Seinslehre) die Definition und das Sein grundlegt.
In der metaphysischen Philosophie des später so benannten Hylemorphismus, wurden Form und Materie als Prinzipien des Seienden bezeichnet. Form und Materie sind das Synholon, das Ding.
Die Dinge haben ihr Sein, ontologisch gesehen, durch Potenz: die noch nicht realisierte Möglichkeit, zu der aber ein Vermögen (Fähigkeit) oder Disposition (Neigung) besteht, Akt: die Realisierung oder Verwirklichung dieser Möglichkeit, und Entelechie: die Eigenschaft von etwas, sein Ziel (Telos) in sich selbst zu haben. Zu dritt machen sie, das Seiendes ist.
Zeitgenössiche Moraldebatten: Das Kapitel befasst sich mit dem moralischen Radikalismus, dem Is-Ought-Problem und der Frage, wie eine gemeinsame moralische Basis in einer pluralistischen Gesellschaft überhaupt noch definiert werden kann.
Metaphysik: Hier werden aristotelische Grundbegriffe zur Definition und Ontologie erläutert, um ein Verständnis für die wissenschaftliche Wesensbestimmung und die Bedeutung der Ousia zu entwickeln.
Kognitive Verzerrungen: Dieses Kapitel analysiert systematische Denkfehler und psychologische Mechanismen, die dazu führen, dass Menschen Informationen eher zur Bestätigung ihrer vorgefassten Weltbilder nutzen, anstatt rational auf objektive Fakten zu reagieren.
Rhetorische Überzeugung und Wahrheit: Es wird untersucht, wie rhetorische Mittel, Dialektik und Eristik dazu genutzt werden, Zustimmung zu erzeugen, und warum dies oft im Widerspruch zu einer wissenschaftlich fundierten Wahrheitsfindung steht.
Fake News: Dieses Kapitel beleuchtet, wie Überzeugungen trotz logischer Gegenbeweise bestehen bleiben, und warum eine Polarisierung in gesellschaftlichen Diskursen häufig auf Interessenskonflikte anstatt auf reinen Wissensmangel zurückzuführen ist.
Resümee: Das Resümee fasst zusammen, dass wissenschaftliche Fakten und präzise Definitionen für den gesellschaftlichen Fortschritt unabdingbar sind und reflektiert die Schwierigkeit, in Zeiten rhetorischer Dominanz eine zivilisierte Streitkultur zu bewahren.
Wahrheit, Werte, Moraldebatten, Metaphysik, Aristoteles, Kognitive Verzerrungen, Rhetorik, Dialektik, Fake News, Logische Irrtümer, Ousia, Aufklärung, Streitkultur, Empirismus, Überzeugung.
Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Wahrheit und Werten in der heutigen Gesellschaft und analysiert, wie wir philosophische und ethische Fragen in einer Zeit rhetorischer Überzeugung und moralischer Polarisierung verhandeln.
Zentrale Themen sind moralische Debatten, metaphysische Grundlagen, die Psychologie kognitiver Fehlleistungen sowie die Dynamiken von Rhetorik, Dialektik und politischem Streit.
Die Arbeit verfolgt das Ziel, zu verstehen, warum moralische und wissenschaftliche Diskurse zunehmend an rationaler Verständigung verlieren und welche Rolle dabei metaphysische und kognitive Faktoren spielen.
Es handelt sich um eine philosophisch-analytische Arbeit, die primär auf klassische metaphysische Quellen (wie Aristoteles) sowie aktuelle sozialpsychologische Forschung und Wissenschaftstheorie zurückgreift.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung zeitgenössischer Moraldebatten, die metaphysische Fundierung des Seins, die Analyse kognitiver Verzerrungen als Hindernisse der Vernunft und eine kritische Auseinandersetzung mit rhetorischen Überzeugungsstrategien.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Wahrheit, Metaphysik, kognitive Verzerrungen, Dialektik, moralischer Relativismus, Rhetorik und Aufklärung.
Aristoteles betrachtet menschliches Handeln teleologisch in einer Hierarchie des Guten und der Zwecke, während die mechanistische Sichtweise der Moderne Fakten wertfrei betrachtet und die Verbindung zwischen "ist" und "sollen" getrennt hat.
Der Autor argumentiert, dass diese Unfähigkeit den zivilisierten Streit unmöglich macht, da kein gemeinsamer Ausgangspunkt für eine rationale Auseinandersetzung gefunden werden kann, sobald das eigene Weltbild durch Argumente bedroht erscheint.
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