Masterarbeit, 2019
57 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
2 DAS LITERARÄSTHETISCHE MEDIUM BILDERBUCH
2.1 WAS IST DAS BILDERBUCH?
2.2 DIE GESCHICHTE DES BILDERBUCHS
2.3 BILDERBÜCHER ZUR LITERARISCHEN UND BILDNERISCH MEDIALEN SOZIALISATION
2.4 ERZÄHLFORMEN IM BILDERBUCH
2.4.1 Zum Schrifttext
2.4.2 Zum Bildtext
2.4.3 Zur Typografie
2.4.4 Zur Beziehung von Bild- und Schrifttext
3 VORSTELLUNG DES ANALYSEGEGENSTANDS
3.1 DER AUTOR – MARTIN BALTSCHEIT
3.2 DIE GESCHICHTE VOM FUCHS, DER DEN VERSTAND VERLOR
4 METHODISCHES VORGEHEN – NARRATOÄSTHETISCHE BILDERBUCHANALYSE
4.1 DIE NARRATOÄSTHETISCHE BILDERBUCHANALYSE
4.1.1 Makroanalyse
4.1.2 Mikroanalyse – Textexterne Aspekte
4.1.3 Mikroanalyse – Textinterne Aspekte
5 ANALYSE – DIE GESCHICHTE VOM FUCHS, DER DEN VERSTAND VERLOR
5.1 MAKROANALYSE
5.2 MIKROANALYSE – TEXTEXTERNE ASPEKTE
5.2.1 Paratext
5.2.2 Materialität
5.3 MIKROANALYSE – TEXTINTERNE ASPEKTE
5.3.1 Schrifttext
5.3.2 Bildtext
5.3.3 Typografie
5.3.4 Interdependenzen von Bild und Text
6 FAZIT
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die komplexen Text-Bild-Beziehungen im Bilderbuch „Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor“ von Martin Baltscheit. Ziel ist es, durch eine narratoästhetische Analyse herauszufinden, mit welchen spezifischen künstlerischen und gestalterischen Mitteln der Autor das Zusammenspiel von Bild- und Schrifttext gestaltet, um die Thematik des Vergessens und des Identitätsverlusts adäquat abzubilden.
3.1 Der Autor – Martin Baltscheit
„Du weißt nie was passiert, aber wenn du selber brennst, werden auch deine Bücher leuchten“ (vgl. Vach & Weinkauff, 2015, S. 24). Martin Baltscheit ist der Autor des in dieser Arbeit betrachteten Bilderbuchs und gleichzeitig der Illustrator (vgl. ebd. S. 26). Er wurde 1965 geboren und studierte in Essen Kommunikationsdesign. Neben dem Schreiben und Illustrieren seiner Bilderbücher hat er unter anderem Theaterstücke und Hörspiele produziert. 2011 gewann er mit „Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor“ den deutschen Jugendliteraturpreis und erzielte damit einen seiner bisher größten Erfolge. (vgl. Verlagsgruppe Beltz, 2019, S. 1).
In der Reihe „Kinder- und Jugendliteratur aktuell“ ist Baltscheit zu seinen eigenen Erfahrungen und Bildbegegnungen in der Kindheit und Jugend befragt worden. Er äußert: „Was ich als Kind gut fand, gefällt mir immer noch. [...] Was ich als Kind doof fand, mag ich auch heute nicht“ (vgl. Vach & Weinkauff, 2015, S. 13). Damit bestätigt er das bereits verwendete Zitat von Halbey (Schlote zit. nach Halbey 1997, S. 14), der sagt, dass ein Bilderbuch keine Grenze zwischen dem Kind und dem erwachsenen Leser ziehen darf. Es muss beide ansprechen, genau wie es Baltscheit in seiner eigenen Erfahrung wiedergibt. Baltscheit sagt zu seinen eigenen Bildbegegnungen in der Kindheit, dass diese geprägt waren durch Comics. „Asterix“ hebt er lobend hervor und bezieht sich auf die Zeichnungen, die er bis heute als herausragend betitelt und die ihn immer wieder bei seinen eigenen Zeichnungen prägen (vgl. Vach & Weinkauff, 2015, 13). Baltscheit legt Wert darauf, seine Zielgruppe beim Schreiben durchgehend im Blick zu haben. Dabei betont er, dass Bilder und Texte, die den Leser und Betrachter unterfordern, gefährlicher sind, als eine mögliche Überforderung. Er vertritt die Ansicht, dass Literatur für Kinder mit der Literatur für Erwachsene auf Augenhöhe ist: „Leerstellen lassen, die Bilder so benutzen, dass man sie in verschiedenen Lebensphasen immer wieder neu verstehen kann etc. (vgl. ebd. S. 17).“
1 EINLEITUNG: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Bilderbuchanalyse ein und erläutert die Zielsetzung sowie den methodischen Aufbau der Arbeit.
2 DAS LITERARÄSTHETISCHE MEDIUM BILDERBUCH: Hier werden theoretische Grundlagen des Mediums Bilderbuch, seine geschichtliche Entwicklung und die wesentlichen Erzählformen von Bild und Text dargelegt.
3 VORSTELLUNG DES ANALYSEGEGENSTANDS: Dieses Kapitel widmet sich dem Autor Martin Baltscheit und dem spezifischen Werk „Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor“.
4 METHODISCHES VORGEHEN – NARRATOÄSTHETISCHE BILDERBUCHANALYSE: Die Arbeit erläutert die narratoästhetische Methode nach Tobias Kurwinkel, unterteilt in Makro- und Mikroanalyse, als Analyseinstrumentarium.
5 ANALYSE – DIE GESCHICHTE VOM FUCHS, DER DEN VERSTAND VERLOR: Im Hauptteil findet die praktische Anwendung der Methode statt, wobei textexterne und textinterne Merkmale sowie die Interdependenzen von Bild und Text detailliert untersucht werden.
6 FAZIT: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und diskutiert das Zusammenspiel von gestalterischen Mitteln und inhaltlicher Aussage des Werks.
Bilderbuch, Martin Baltscheit, Narratoästhetik, Bild-Text-Beziehung, Schrifttext, Bildtext, Typografie, Interdependenz, Paratext, Materialität, Lesemotivation, Altersdemenz, Kinderliteratur, Bildbuchanalyse, Erzählformen
Die Masterarbeit befasst sich mit der Untersuchung des Bilderbuchs „Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor“ von Martin Baltscheit hinsichtlich seiner narrativen und ästhetischen Gestaltung.
Die zentralen Felder sind die Theorie des Bilderbuchs, die Methoden der Bilderbuchanalyse und die spezifische Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen Bild und Text in Baltscheits Werk.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, durch welche gestalterischen Mittel und Text-Bild-Strukturen das Bilderbuch das Thema Vergessen und Identitätsverlust visuell und inhaltlich umsetzt.
Es wird die narratoästhetische Bilderbuchanalyse nach Tobias Kurwinkel angewandt, die eine differenzierte Untersuchung von Makro- und Mikro-Aspekten ermöglicht.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Makroanalyse des Werks sowie eine tiefgehende Mikroanalyse, die Paratexte, Materialität, Schrifttext, Bildtext und die Interdependenz von Bild und Text umfasst.
Neben dem Autor Martin Baltscheit sind Begriffe wie Narratoästhetik, Bild-Text-Beziehung, Interdependenz und mediale Sozialisation prägend für die Arbeit.
Die Typografie wird nicht nur als Informationsträger genutzt, sondern fungiert als gestalterisches Element, das beispielsweise Geräusche symbolisiert oder den mentalen Zustand des Fuchses durch unruhige Anordnung verdeutlicht.
Die Farbgebung unterstützt die narrative Stimmung, indem sie etwa durch ein beruhigendes Blau einheitliche Rahmen schafft oder durch ein bewusst gewähltes Graustufen-Schema den schleichenden Verlust der Identität des Fuchses visuell untermalt.
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