Fachbuch, 2020
100 Seiten
1 Themeneinführung und Forschungsfrage
1.1 Aufbau der Thesis
1.2 Kurzdarstellung des gegenwärtigen Fachkräftemangels in der Medizin
1.3 Kurzdarstellung der gegenwärtigen Weiterbildungsbedingungen
2 Theoretische Grundlagen der Themenfelder
2.1 Fachkräftemangel
2.2 Definitionen
2.2.1 Allgemeine Grundlagen zu Weiterbildungen
2.2.1.1 Bildungsmanagement
2.2.1.2 Bildungscontrolling und Evaluation
2.2.2 Allgemeine Grundlagen der ärztlichen Weiterbildung
2.2.2.1 Ist-Zustand der ärztlichen Weiterbildung
2.2.2.2 Befugung zur ärztlichen Weiterbildung
2.2.2.3 Medizinpädagogische Grundlagen
2.2.3 Stakeholder/Anspruchsgruppen
2.2.3.1 Körperschaften
2.2.3.2 Gewerkschaften und Verbände
2.2.3.3 Staatliche Einrichtungen
2.2.3.4 Sonstige Stakeholder
2.2.4 Allgemeine Grundlagen zu Qualitätsmanagement und -sicherung
3 Methodik
3.1 Quellen
3.2 Einschlusskriterien
3.3 Ausschlusskriterien
4 Qualitätsaspekte mit Bezug zur Forschungsfrage
4.1 Qualität in der Medizin
4.1.1 Prozessorientierung
4.1.2 Kundenorientierung
4.1.3 Mitarbeiterorientierung und Arbeitsqualität
4.2 Qualitätsmanagementsysteme
4.2.1 Qualitätsmanagementsysteme für medizinische Einrichtungen
4.2.2 Qualitätsmanagementsysteme für Bildungseinrichtungen
4.2.3 Qualitätsmanagementsysteme für medizinische Bildungseinrichtungen
4.3 Auditierung und Zertifizierung
4.4 Umfrageergebnisse zur Weiterbildungsqualität
4.5 Good Practice: Qualitätsverbesserung durch Benchmarking
4.5.1 Facharztgesellschaften
4.5.1.1 Mastertrainer
4.5.1.2 Gütesiegel „Gute Weiterbildung“ im Krankenhaus
4.5.2 Kammern und Berufsgruppen
4.5.2.1 Handwerkskammer (HWK) und Industrie- und Handelskammer (IHK)
4.5.2.2 Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK)
4.5.2.3 Tierärztekammern
4.5.2.4 Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein
4.5.3 Internationale Beispiele
4.5.3.1 Niederlande
4.5.3.2 USA
4.5.3.3 England
4.5.4 Weiterbildung in schleswig-holsteinischen Einrichtungen
4.5.4.1 Segeberger Kliniken
4.5.4.2 Westküstenklinikum Heide
5 Rahmenbedingungen für eine gute ärztliche Weiterbildung
5.1 Hemmnisse
5.2 Aspekte auf Makro-Ebene
5.3 Aspekte auf Meso-Ebene
5.4 Aspekte auf Mikro-Ebene
5.4.1 Unternehmenssicht
5.4.2 Weiterbildungsstätte
5.4.3 Verknüpfungen mit der Meso-Ebene
5.4.3.1 Familienfreundlichkeit, persönliche Ziele und Work-life Balance
5.4.3.2 Vertragliche Grundlagen
5.4.4 Medizinpädagogische Rahmenbedingungen
5.4.4.1 Das Curriculum
5.4.4.2 Der Weiterbildungsbefugte als Pädagoge und Bildungsmanager
5.4.5 Der Arzt in Weiterbildung
6 Der Prozess der ärztlichen Weiterbildung
6.1 Prozessdarstellung
6.2 Prozessdarstellung der ärztlichen Weiterbildung
6.3 Vorschlag einer Prozessoptimierung auf Unternehmensebene
7 Fazit
7.1 Zusammenfassung der Erkenntnisse
7.2 Rahmenbedingungen, offene Fragen und Ausblick
Die Arbeit untersucht den Prozess der ärztlichen Weiterbildung zum Facharzt und die notwendigen Rahmenbedingungen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, die Qualität zu verbessern und die Patientensicherheit zu erhöhen. Die zentrale Forschungsfrage lautet, welche Hemmnisse und Optimierungspotentiale durch eine Literaturrecherche identifiziert werden können, um den Weiterbildungsprozess für angehende Fachärzte zu verbessern.
1.1 Aufbau der Thesis
Die ärztliche Weiterbildung stellt eine wesentliche Voraussetzung für die Niederlassung als Vertragsarzt und die eigenverantwortliche Tätigkeit im Krankenhaus dar (vgl. Kugelstadt 2014, S. 37; Heil, Schwandt, Schöffski 2009, S. 11). Diese Thesis betrachtet den Prozess der ärztlichen Weiterbildung zum Facharzt inklusive der notwendigen Rahmenbedingungen, um zur Reduzierung des Fachkräftemangels, zur allgemeinen Verbesserung der Qualität sowie der damit verbundenen Patientensicherheit beizutragen. Die Thesis steht somit in engem Zusammenhang mit den Modulen Personalmanagement, Qualitätsmanagement, Pädagogik sowie Betriebswirtschaftslehre und (Personal-)Marketing des Studiengangs Präventions- und Gesundheitsmanagement an der APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft.
Nach einer theoretischen Fundierung, der Darstellung des Ist-Zustandes und der Einordnung in den Kontext werden in einem ersten Schritt allgemeine Anforderungen bezüglich Mitarbeiterorientierung und Personalentwicklung in gängigen Qualitätsmanagementsystemen bzw. Normen vorgestellt. Studien und die Ergebnisse einer systematischen Literaturrecherche in den Themenfeldern Humanmedizin, Qualitäts-, Personal- und Bildungsmanagement sowie der dazugehörigen Fachpädagogik werden präsentiert und Good Practices auch aus angrenzenden Bereichen zur Reflexion der ärztlichen Weiterbildungsprozesse näher untersucht.
In einem letzten Schritt werden die notwendigen Rahmenbedingungen der Weiterbildung vertieft dargestellt, um einen abschließenden Vorschlag zur Prozessoptimierung zu formulieren. Ziele sind hierbei die zügige Vergrößerung des Humankapitals, die zeitnahe Beendigung der Facharztweiterbildung und die daraus resultierende verlängerte Verfügbarkeit für die Gesellschaft als Facharzt und ggf. als Vertragsarzt.
1 Themeneinführung und Forschungsfrage: Diese Einleitung beschreibt die Relevanz der ärztlichen Weiterbildung und formuliert die zentrale Forschungsfrage zur Identifikation von Hemmnissen und Optimierungspotentialen.
2 Theoretische Grundlagen der Themenfelder: Dieses Kapitel fundiert die Arbeit theoretisch, definiert Begriffe wie Bildungsmanagement und erläutert den aktuellen Ist-Zustand sowie die Stakeholder der ärztlichen Weiterbildung.
3 Methodik: Hier wird das methodische Vorgehen erläutert, das primär auf einer systematischen Literaturrecherche unter Anwendung spezifischer Ein- und Ausschlusskriterien basiert.
4 Qualitätsaspekte mit Bezug zur Forschungsfrage: Dieser Abschnitt analysiert Qualitätsmanagementsysteme, Prozessorientierung und Good-Practice-Beispiele aus verschiedenen Fachrichtungen und Kammern.
5 Rahmenbedingungen für eine gute ärztliche Weiterbildung: Das Kapitel strukturiert die Hemmnisse in Makro-, Meso- und Mikroebenen und diskutiert Anforderungen wie Familienfreundlichkeit und medizinpädagogische Grundlagen.
6 Der Prozess der ärztlichen Weiterbildung: Dieser Teil betrachtet die Weiterbildung als steuerbaren Prozess und entwickelt konkrete Vorschläge zur Prozessoptimierung auf Unternehmensebene.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und leitet konkrete Handlungsempfehlungen für die verschiedenen Ebenen ab.
Ärztliche Weiterbildung, Fachkräftemangel, Qualitätsmanagement, Bildungsmanagement, Prozessoptimierung, Weiterbildungsordnung, Assistenzarzt, Krankenhausmanagement, Personalführung, Patientensicherheit, Medizinpädagogik, Qualitätssicherung, Benchmarking, Work-Life-Balance, Strukturqualität.
Die Arbeit befasst sich mit der ärztlichen Weiterbildung zum Facharzt in Deutschland, die sich in einem Spannungsfeld zwischen ökonomischen Zwängen und pädagogischen Anforderungen bewegt.
Zentrale Themen sind der Fachkräftemangel, die Anwendung von Qualitätsmanagementsystemen, die Rolle des Personals als Humankapital sowie die Prozessgestaltung innerhalb medizinischer Einrichtungen.
Das Ziel ist es, Hemmnisse in der Weiterbildung zu identifizieren und Optimierungspotentiale aufzuzeigen, um eine schnellere und qualitativ hochwertigere Ausbildung der Fachärzte zu ermöglichen.
Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturrecherche, ergänzt durch die Analyse von Qualitätsnormen und Best-Practice-Beispielen aus verschiedenen medizinischen und anderen beruflichen Fachgebieten.
Im Hauptteil werden der Ist-Zustand der Weiterbildung, theoretische Qualitätsaspekte, die Bedeutung der Prozessorientierung sowie konkrete Ansätze zur Prozessoptimierung und Rahmenbedingungen (z.B. auf Makro-, Meso- und Mikroebene) detailliert analysiert.
Wichtige Begriffe sind unter anderem ärztliche Weiterbildung, Fachkräftemangel, Prozessoptimierung, Qualitätsmanagement, Bildungsmanagement und Assistenzarzt.
Da die Ärztekammern in Deutschland föderalistisch organisiert sind und der Verfasser dort ansässig ist, dient Schleswig-Holstein als konkretes Praxisbeispiel für die Analyse der gesetzlichen Rahmenbedingungen.
Der Autor weist darauf hin, dass Chefärzte oft in Rollenkonflikten zwischen operativer Tätigkeit und pädagogischer Verantwortung stehen und eine gezielte pädagogische Qualifizierung für ihre Lehrverantwortung dringend erforderlich ist.
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