Diplomarbeit, 2007
131 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Begriffserklärungen
1.1.1 Die Biomechanik als Teilgebiet der Bewegungswissenschaften
1.1.2 Einsatzfelder der Biomechanik
1.1.3 Biomechanische Analysen
1.1.4 Allgemeine Erläuterungen zur Sprungbewegung des Menschen
1.2 Forschungsstand
1.2.1 Studien an Schlittenkonstruktionen
1.2.2 Untersuchungen mit der Schlittenkonstruktion in der Biomechanik des ISW Jena
1.2.3 Studien zur Muskelaktivität und Muskelkoordination bei Sprungaktivitäten
1.2.4 Theoretische Modellbildungen zum Springen
1.3 Biologische Grundlagen
1.3.1 Die Gelenke
1.3.1.1 Das Hüftgelenk
1.3.1.2 Das Kniegelenk
1.3.1.3 Der Fuß
1.3.2 Erläuterungen zur Muskelkoordination und zur Funktion der Muskulatur der freien unteren Extremität
1.3.3 Leistungsbeeinflussende Faktoren auf die Muskeltätigkeit
1.3.4 Nervale Innervation
1.4 Die biomechanischen Merkmale und Messmethoden zur Registrierung von Bewegungsmerkmalen
1.4.1 Die biomechanischen Merkmale
1.4.2 Die Einzelmessverfahren
1.4.2.1 Die Biomechanische Anthropometrie
1.4.2.2 Die Kinemetrie
1.4.2.3 Die Dynamometrie
1.4.2.4 Die Elektromyographie
2 Material und Methoden
2.1 Die Messinstrumente
2.1.1 Das µ-MUSYCS (IMC)
2.1.2 Die Messinstrumente zur Aufzeichnung der Muskelaktivität
2.1.3 Das Messsystem zur kinematischen Datenaufzeichnung
2.1.4 Die Schlittenkonstruktion
2.2 Die Versuchsvorbereitungen
2.2.1 Der Messplatzaufbau
2.2.2 Vorbereitung der Probanden für die EMG - und Qualisys -Messungen
2.2.2.1 Stör- und Einflussgrößen auf das elektromyographische Signal
2.2.3 Anthropometrische Daten der Probanden
2.3 Der Versuchsablauf
2.4 Die Aufbereitung der Messdaten
2.4.1 Die Synchronisation der Messdaten
2.4.2 Die Aufbereitung der dynamographischen Daten
2.4.3 Die Aufbereitung der kinematischen Daten
2.4.4 Die Aufbereitung der elektromyographischen Daten
2.4.5 Die Generierung der Gesamtmatrix und die Datenanalyse
2.4.5.1 Die Analyse der dynamographischen Daten
2.4.5.2 Die Analyse der elektromyographischen Daten
2.5 Die Datenauswertung (Statistik)
3 Ergebnisse
3.1 Ergebnisse der dynamographischen Datenanalyse
3.1.1 Die dynamographischen Merkmale der Startversuche
3.1.2 Die dynamographischen Merkmale der Stoppversuche
3.1.3 Einfluss der Versuchsbedingung und der Schlittenlast auf die dynamographischen Standardkraftparameter
3.2 Ergebnisse der elektromyographischen Datenanalyse
3.2.1 Einfluss der Versuchsbedingung und Schlittenlast auf die normierten Maximalwerte der EMG - Aktivität und deren Zeitpunkte
3.2.2 Einfluss der Versuchsbedingung und Schlittenlast auf die Muskelaktivitäten und Muskelkoordination der Beinmuskulatur
3.2.2.1 Einfluss der Versuchsbedingung und der Schlittenlast auf die zeitnormierten und gemittelten Bewegungsphasen
4 Diskussion und Ausblick
4.1 Diskussion der elektromyographischen Ergebnisse
4.2 Diskussion der dynamographischen Ergebnisse
4.3 Fazit und Ausblick
Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Analyse der funktionellen muskulären Aktivität und Koordination der freien unteren Extremität bei Start- und Stoppbewegungen an einer beweglichen Schlittenkonstruktion, um durch die Trennung in azyklische Phasen charakteristische biomechanische Merkmale zu identifizieren.
1.1.3 Biomechanische Analysen
Biomechanische Analysen versuchen das allgemeine Verständnis der komplexen Zusammenhänge von Ursache- und Wirkungsprinzipien innerhalb des menschlichen Bewegungsverhaltens unter der Einbeziehung der Vielzahl von möglichen Einflüssen darauf und deren Wechselwirkungen untereinander zu verbessern.
Hierfür müssen wiederum die mechanischen Kennwerte und Größen der jeweils relevanten passiven und aktiven Elemente (z.B. des Muskel – Sehnen Komplexes, der ossären Strukturen usw.) ermittelt bzw. quantifiziert werden. Eine biomechanische Analyse umfasst dabei stets die gleichen charakteristischen und klassischen Arbeitschritte, die sich in dieser Form auch in der vorliegenden Arbeit wieder finden lassen:
A. Fragestellung / Modellbildung: Muskuläre Aktivität und Koordination bei Sprungbewegungen
B. Untersuchung / Beobachtung: qualitative und quantitative Datengewinnung (Messung)
C. Datenbearbeitung: (PC – gestützte) Bearbeitung der Roh - Daten
D. Datenauswertung: Analyse, Beschreibung und Darstellung (Plotting, Statistik etc.)
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die biomechanische Forschung ein und definiert die Zielsetzung, muskuläre Aktivität bei Start- und Stoppbewegungen mittels Schlitten zu analysieren.
2 Material und Methoden: Hier werden die verwendeten Messinstrumente wie µ-MUSYCS, EMG und das Qualisys-System sowie der Versuchsaufbau und die Datenaufbereitung ausführlich beschrieben.
3 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die dynamographischen und elektromyographischen Datenanalysen, einschließlich der Klassifizierung von Start- und Stopptypen sowie deren statistische Auswertung.
4 Diskussion und Ausblick: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse kritisch interpretiert, insbesondere im Hinblick auf Muskelkoordination und verschiedene Stoppstrategien, gefolgt von einem Fazit und Ausblick für zukünftige Forschungen.
Biomechanik, Muskelaktivität, Muskelkoordination, Schlittenkonstruktion, Startbewegung, Stoppbewegung, Elektromyographie, Dynamographie, Kinematik, Sprungbewegung, Dehnungsverkürzungszyklus, Bodenreaktionskräfte, neuromuskuläre Kontrolle, Muskelinnervation, Bewegungsanalyse.
Die Arbeit untersucht die funktionelle muskuläre Aktivität und Koordination der menschlichen unteren Extremität bei Start- und Stoppbewegungen unter kontrollierten Bedingungen an einer Schlittenkonstruktion.
Die Themenfelder umfassen die Biomechanik des Springens, die neuromuskuläre Kontrolle, die Anwendung von Elektromyographie (EMG) und die kinematische sowie dynamische Datenanalyse.
Das Ziel ist es, charakteristische und auffällige muskuläre, dynamographische und kinematische Merkmale bei der Beinstreckbewegung zu identifizieren und von repetitiven Sprungbewegungen abzugrenzen.
Es werden biomechanische Messverfahren kombiniert: Elektromyographie zur Erfassung von Muskelpotentialen, Dynamometrie zur Messung der Bodenreaktionskräfte und Kinemetrie zur Positionsdatenaufzeichnung.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen (Anatomie, Biomechanik), die methodische Beschreibung der Versuche sowie die detaillierte Präsentation und Diskussion der empirischen Ergebnisse.
Die wichtigsten Schlagworte sind Biomechanik, Muskelaktivität, Muskelkoordination, Start- und Stoppbewegung, sowie Elektromyographie und Bodenreaktionskräfte.
Die Schlittenlast hat zwar einen Einfluss auf die Kraftwerte (höhere Last führt zu höheren Kräften), zeigt jedoch erstaunlicherweise bei vielen Probanden keinen signifikanten Einfluss auf das muskuläre Innervationsmuster.
Beim Stoppen zeigen sich hochgradig individuelle "Stoppstrategien" und eine deutliche Verminderung der maximalen muskulären Aktivität im Vergleich zu Startbewegungen, was auf eine Schutzfunktion oder Stoßdämpfermechanismen hindeutet.
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