Examensarbeit, 2007
88 Seiten, Note: 2,5
1 Erwerb des Zahlkonzepts
1.1 Ist mathematisches Wissen angeboren oder erlernt?
1.1.1 Säuglingsversuche
1.2 Prinzipien vorher oder nachher?
1.3 Konzeptuelles und prozedurales Wissen
1.4 Protoquantitative Schemata und mentaler Zahlenstrahl
1.5 Mengenbewusstheit
1.6 Simultanerfassung - Subitizing
1.7 Zahlvorstellung
1.8 Jean Piaget und der Begriff der Invarianz
1.9 Zahlaspekte
1.9.1 Kardinalität
1.9.2 Ordinalität
1.10 Problematik von zählenden Strategien
1.10.1 Zählkompetenzen
1.10.2 Zählprinzipien
1.10.3 Zählstrategien
1.10.4 Überblick über die Zählstrategien
1.11 Teile-Ganzes-Konzept
2 Rechenschwierigkeiten
2.1 Definition
2.1.1 Die Diskrepanz-Definition
2.2 Erscheinungsbild
2.3 Ursachen
3 Diagnostische Ansätze
3.1 Anforderungen an ein Diagnostikum
3.2 Tests
3.2.1 Osnabrücker Zahlentest
3.2.2 DEMAT 1+
3.3 DEZ
4 Abstract (Was ist FEZ?)
4.1 Vergleich mit einem anderen Förderkonzept
4.1.1 Dortmunder Zahlbegriffstraining
4.1.2 Vergleich mit FEZ
5 Empirische Untersuchung (zweiter Teil)
5.1 Fragestellungen
5.2 Methodenbeschreibung
5.2.1 Stichprobenbeschreibung
5.2.2 Material
5.2.3 Durchführung
5.3 Ergebnisse:
5.3.1 Unterscheiden sich die geförderten von den nicht geförderten Grundschulförderklassenkindern?
5.3.2 Wie groß ist der Unterschied zwischen diesen beiden Gruppen?
5.3.3 n welchen Bereichen des Zahlkonzepts profitieren die Kinder besonders von der Förderung?
5.4 Lernfortschritt
5.4.1 Gesamtpunktzahl
6 Betrachtung einzelner Kinder
6.1 Vergleich Leon und Paul
6.2 Vergleich Pia und Lisa
7 Interpretation der Ergebnisse
7.1 Besonderheiten
8 Resümee und Ausblick
8.1 Konsequenzen für die Schulpraxis
8.2 Kritik/Verbesserungsvorschläge
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit des vorschulischen Förderprogramms FEZ (Förderprogramm zur Entwicklung des Zahlkonzepts) im Hinblick auf die Prävention von Rechenschwierigkeiten bei Kindern. Es wird analysiert, ob geförderte Grundschulförderklassenkinder mathematische Basiskompetenzen besser entwickeln als nicht geförderte Kinder, wobei der Fokus auf dem mathematischen Vorwissen vor Schuleintritt liegt.
1.1.1 Säuglingsversuche
Um herauszufinden ob numerisches Wissen schon bei Säuglingen gefunden werden kann, habituierten (=gewöhnten) Starkey und Cooper 1980 je 18 Kinder (insgesamt waren es 72) zwischen 16 und 30 Wochen auf Bilder mit verschiedenen Anzahlen von Punkten.
Eine Gruppe wurde auf zwei Punkte habituiert und in einer sogenannten Posthabituierung wurde dieser Gruppe ein Bild mit drei Punkten gezeigt. Die Beobachter hielten fest, ob die Kinder nun länger auf das Bild schauten als zuvor, sie wollten also feststellen, ob die Babies den Unterschied zwischen den Anzahlen der Punkte auf den Bildern feststellten.
Die drei anderen Gruppen wurden einmal auf drei Punkte habituiert und in der Posthabituierung wurde beobachtet, ob sie den Unterschied zu zwei Punkten erkennen. Die nächste Gruppe wurde auf vier Punkte habituiert und es gab anschließend einen Wechsel auf sechs Punkte. Die letzte Gruppe wurde schließlich auf sechs Punkte habituiert und sah in der Posthabituierung ein Bild mit vier Punkten.
Das Ergebnis dieses Experiments war, dass die Kinder beim Wechsel von zwei auf drei, sowie beim Wechsel von drei auf zwei Punkte durch eine längere Blickzeit reagierten, beim Wechsel von vier auf sechs Punkte und umgekehrt schienen die Kinder nicht wirklich zu reagieren.
Die Schlussfolgerung der Autoren aus diesem Experiment sah so aus, dass sie annahmen, dass Babies zwischen Anzahlen von zwei bzw. drei Punkten unterscheiden können, jedoch noch keinen Unterschied bei größeren Anzahlen wie vier und sechs feststellen können. (vgl. Krajewski, 2003)
1 Erwerb des Zahlkonzepts: Dieses Kapitel legt die theoretischen Grundlagen der frühen mathematischen Entwicklung dar, inklusive der Diskussion über angeborene Fähigkeiten und der Bedeutung von Zählstrategien.
2 Rechenschwierigkeiten: Hier werden Definitionen, Erscheinungsbilder und Ursachen von Rechenstörungen sowie die Relevanz der vorschulischen Diagnose beleuchtet.
3 Diagnostische Ansätze: Das Kapitel erläutert Anforderungen an mathematische Diagnostik und stellt gängige Testverfahren wie den Osnabrücker Zahlentest sowie das DEZ-Diagnostikum vor.
4 Abstract (Was ist FEZ?): Das Förderprogramm FEZ wird als präventives Instrument vorgestellt, das auf konkreten Handlungen im spielerischen Kontext basiert.
5 Empirische Untersuchung (zweiter Teil): Es werden Aufbau und Ergebnisse der Studie präsentiert, die den Lernfortschritt der geförderten Kinder mit einer Kontrollgruppe vergleicht.
6 Betrachtung einzelner Kinder: Anhand von vier Fallbeispielen wird der individuelle Entwicklungsverlauf der Kinder detailliert analysiert.
7 Interpretation der Ergebnisse: Die Befunde der Untersuchung werden diskutiert, wobei insbesondere die starken Effekte in Bereichen wie Repräsentation und Teile-Ganzes-Konzept hervorgehoben werden.
8 Resümee und Ausblick: Diese abschließende Sektion fasst die Ergebnisse zusammen und leitet daraus konkrete Thesen für die Schulpraxis ab.
Rechenschwierigkeiten, Zahlkonzept, FEZ, DEZ, Frühförderung, mathematisches Vorwissen, Zählstrategien, Mengenbewusstheit, Dyskalkulie, Mengenvergleich, Vorschulerziehung, mathematischer Anfangsunterricht, Diagnostik, Teile-Ganzes-Konzept, Prävention.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Prävention von Rechenschwierigkeiten bei Kindern vor Schuleintritt durch das gezielte Förderprogramm FEZ.
Neben der theoretischen Herleitung des Zahlkonzepts stehen Diagnostik, die Bedeutung vorschulischer Förderung und die Analyse von Lernfortschritten im Fokus.
Das Ziel ist es, die Wirksamkeit des FEZ-Förderprogramms zu überprüfen, indem die Entwicklung mathematischer Kompetenzen von geförderten Kindern mit einer Kontrollgruppe verglichen wird.
Es wird eine empirische Längsschnittstudie durchgeführt, bei der Kinder zu zwei Zeitpunkten mithilfe des Diagnostikums DEZ befragt und die Daten statistisch ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Zahlbegriffsentwicklung, die Darstellung der Störungsbilder sowie die Durchführung und Auswertung der empirischen Untersuchung.
Zahlkonzept, Rechenschwierigkeiten, Prävention, FEZ, DEZ, mathematisches Vorwissen und Frühdiagnostik.
FEZ setzt bereits in der Vorschule an und ist präventiv ausgelegt, während das Dortmunder Training erst nach der ersten Klasse als Interventionsmaßnahme konzipiert ist.
Weil die dahinterliegenden Denkprozesse für die Förderung entscheidend sind; unterschiedliche Vorgehensweisen können zu gleichen Ergebnissen führen.
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