Bachelorarbeit, 2020
80 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Pathogenese und Risikofaktoren
2.2 Epidemiologie und Symptome
2.3 Diagnostik
2.4 Historische Entwicklung
2.5 Therapiekonzepte
2.6 Watch-and-Wait
2.6.1 Gängige Operationsverfahren
2.7 Hernienregister
2.7.1 Hernienregister im internationalen Vergleich
2.7.2 Herniamed Register
2.8 Medizinische Statistik
3 Methodik
4 Ergebnisse
4.1 Studiendesign
4.2 Bewertung der methodischen Qualität der eingeschlossenen Studien
4.3 Ergebnisse der Metaanalysen
4.3.1 Chronisches Schmerzsyndrom
4.3.2 Rezidiv
4.4 Ergebnisse der Herniamed Studien
4.4.1 Chronisches Schmerzsyndrom
4.4.2 Rezidiv
5 Diskussion
5.1 Zusammenfassung und Diskussion der Studienergebnisse
5.2 Einschränkungen dieser Forschungsarbeit
5.3 Fazit zur Forschungsfrage
5.4 Anforderungen und Ausblick für die weitere klinische Forschung
5.5 Übertragbarkeit in die Praxis
Die Arbeit untersucht den Operationserfolg der Lichtenstein-Operation im Vergleich zu den minimal-invasiven Verfahren TEP und TAPP bei Patienten ab 16 Jahren mit einseitiger Leistenhernie, wobei insbesondere die Rezidivrate und das Auftreten eines chronischen Schmerzsyndroms im Fokus stehen.
TEP:
Nach entsprechender Lagerung des Patienten in Rückenlage und entsprechender Desinfektion und Abdeckung des OP-Gebietes erfolgt zunächst ein ca. 1cm langer Hautschnitt unterhalb des Nabels. Für eine gute Darstellung der Faszie bzw. der vorderen Rektusscheide, wird mithilfe von Langenbeckhaken das Fettgewebe auseinandergedrängt. An dieser Stelle erfolgt die Inzision paramedian der zu versorgenden Seite. Mit einem Langenbeckhaken wird der M. rectus jetzt nach ventral angehoben. So kann mithilfe eines langen Präparationstupfers auf dem hinteren Blatt der Rektusscheide eine stumpfe Dissektion des präperitonealen Raumes bis auf Schambeinhöhe erfolgen. Ein 10er Trokar wird eingebracht. Nach erfolgter Gasinsufflation mit Drücken zwischen 10 – 15 mmHg wird die Kamera eingeführt. Danach wird ein 5er Trokar unter Sicht in der Medianebene eingebracht.
Zunächst wird mit der Schere, weitgehend stumpf, der präperitoneale Raum weiter disseziert. Die Rektusscheide wird vorsichtig bis zur Ebene der Spina iliaca anterior superior durchtrennt. Hier wird der zweite 5er Trokar ca. 2 cm medial der Spina eingebracht.
Über beide 5er Trokare erreicht man durch Zug und Gegenzug eine ordentliche, stumpfe Dissektion des präperitonealen Raumes. Der Bruchsack und Bruchinhalt werden auf diese Weise stumpf aus der Bruchpforte gezogen. Beim indirekten Bruch erfolgt ebenfalls auf diese Art und Weise die Ablösung des Bruchsackes vom Samenstrang. Hier wird das Peritoneum nach dorsal vom Samenstrang abgezogen. Nach anschließendem Zurechtschneiden des Netzes wird dieses mithilfe der Fasszange aufgerollt über den 10er Trokar in den Bauchraum verbracht. Es wird so platziert, dass alle Bruchpforten abdeckt sind. Das Netz wird spannungs- und faltenfrei platziert. Das Gas wird langsam abgelassen. Dabei wird beobachtet, wie sich das Peritoneum vor das Netz legt. Abschließend wird die vordere Rektusscheide verschlossen und die Hautinzisionen mit Einzelknopfnähten verschlossen (Reiss et al., 2011).
1 Einleitung: Einführung in die Problematik der Leistenhernien, Relevanz der operativen Versorgung und Darlegung der zentralen Forschungsfrage.
2 Theoretischer Hintergrund: Darstellung der anatomischen Grundlagen, Klassifikationen, Risikofaktoren, Diagnoseverfahren sowie der historischen Entwicklung und aktuellen Therapiekonzepte.
3 Methodik: Erläuterung der Literaturrecherche, der Suchstrategie in Datenbanken wie PubMed und Herniamed sowie der Definition von Ein- und Ausschlusskriterien für die Studienselektion.
4 Ergebnisse: Präsentation und tabellarische Gegenüberstellung der Studienergebnisse aus den Metaanalysen und Beobachtungsstudien sowie deren methodische Qualitätsbewertung.
5 Diskussion: Kritische Auseinandersetzung mit den Studienergebnissen, Limitationen der Arbeit, Fazit zur Forschungsfrage sowie Empfehlungen für die klinische Praxis und zukünftige Forschung.
Leistenhernie, Hernienchirurgie, Lichtenstein-Operation, TEP, TAPP, Rezidivrate, chronisches Schmerzsyndrom, Herniamed-Register, minimal-invasive Chirurgie, Metaanalyse, operative Versorgung, HerniaSurge, Patienten-Outcome, Qualitätssicherung, operative Technik.
Die Arbeit befasst sich mit dem Vergleich moderner chirurgischer Verfahren zur Versorgung von primären einseitigen Leistenhernien, insbesondere hinsichtlich des Operationserfolgs bei erwachsenen Patienten.
Die zentralen Themen umfassen die operative Technik nach Lichtenstein im Vergleich zu den minimal-invasiven Methoden TEP und TAPP sowie die Analyse von Rezidivraten und chronischen Schmerzsyndromen.
Die Forschungsfrage lautet, inwieweit sich der Operationserfolg der Lichtenstein-Operation im Vergleich zur TEP oder TAPP bei Patienten ab 16 Jahren mit einseitiger Leistenhernie hinsichtlich Rezidiven und chronischen Schmerzen unterscheidet.
Es handelt sich um eine Literaturübersicht, die systematische Metaanalysen sowie prospektive Beobachtungsstudien aus dem Herniamed-Register analysiert und mittels definierter Ein- und Ausschlusskriterien selektiert hat.
Der Hauptteil umfasst den theoretischen Hintergrund, die detaillierte Beschreibung der methodischen Vorgehensweise bei der Literaturrecherche sowie die Darstellung und Bewertung der Ergebnisse der eingeschlossenen Studien.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Leistenhernie, Lichtenstein-OP, TEP, TAPP, chronisches Schmerzsyndrom, Rezidivrate und das Herniamed-Register.
Das Herniamed-Register dient als wichtige Datenquelle für prospektive Beobachtungsstudien, um klinische Outcomes in der Praxis abzubilden und somit eine Ergänzung zu randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) darzustellen.
Da jede Hernie und jedes Patientenprofil individuell ist, wird betont, dass die Wahl des Operationsverfahrens eine differenzierte Entscheidung unter Berücksichtigung der Patientencharakteristika erfordert.
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