Bachelorarbeit, 2017
44 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die Rolle der Massenmedien bei der Imagebildung eines Politikers in Russland
2.1 Zum Imagebegriff in der Politik
2.2 Imagebildung und -wahrnehmung eines Politikers in Russland am Beispiel Vladimir Putins
3. Theatralisierte Inszenierung der Politik Vladimir Putins
3.1 Die präsentative Symbolinszenierung
3.2 Vladimir Putins sprachliche Inszenierung
4. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die mediale Vermarktung des russischen Präsidenten Vladimir Putin, um die Faktoren zu identifizieren, die zur Bildung seines Images beitragen. Dabei wird analysiert, wie kulturelle Traditionen sowie spezifische Inszenierungsstrategien genutzt werden, um im Bewusstsein der russischen Bevölkerung dauerhafte Anerkennung und Legitimität zu erzeugen.
3. Theatralisierte Inszenierung der Politik Vladimir Putins
Ronald Hitzler spricht bei einer Politikdarstellung über die Inszenierung der Politiker. Bei einer politischen Inszenierung geht es darum in der Konkurrenz mit anderen Bewerbern um die Gunst der Wählerinnen und Wählern zu bestehen. Paula Diehl bringt den Begriff Inszenierung mit Theater in Verbindung und bezeichnet diesen Begriff als eine Technik, die der Darstellung und Symbolisierung von Politik dient. „Die Inszenierung von Politikern dient der Vergegenwärtigung von Politik, präziser ausgedrückt, der Symbolisierung der politischen Institutionen, Werten und Prinzipien.“ Bei einer Inszenierung werden öffentliche Handlungen auf eine Effektdramaturgie hin konzipiert.
Thomas Meyer, Christian Schicha und Carsten Brosda gehen davon aus, dass Inszenierung eine Form der Darstellung und Zeichenverwendung, die spezifische Dramatisierungsfunktionen und -effekte aufweist, beschreibt. Aus theaterwissenschaftlicher Sicht soll sie als wertfreie analytische Kategorie mit Hilfe bestimmter Techniken, bestimmte Ereignisse für ein Publikum zur Erscheinung bringen. In der Regel machen sich die theatralischen Politikinszenierungen weit verbreitete Archetypen und Symbole zu eigen, deren Bedeutung klar definiert zu sein scheint, um die Vieldeutigkeit bei der Interpretation der Ereignisse zu verhindern.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, skizziert die mediale Präsenz Putins in Russland und definiert das Ziel der Arbeit: die Untersuchung der Faktoren und Strategien, die hinter der Imagebildung des russischen Präsidenten stehen.
2. Die Rolle der Massenmedien bei der Imagebildung eines Politikers in Russland: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Imagebegriffs erläutert und die spezifische Bedeutung von Medien und Archetypen für die Wahrnehmung eines Politikers innerhalb des russischen Kontextes analysiert.
3. Theatralisierte Inszenierung der Politik Vladimir Putins: In diesem Hauptkapitel wird aufgezeigt, wie der Präsident durch symbolische Rituale und eine gezielt eingesetzte, an Traditionen anknüpfende Sprache seine Macht visuell und rhetorisch festigt.
4. Zusammenfassung: Die Ergebnisse der Untersuchung werden resümiert, wobei hervorgehoben wird, wie das Image des Präsidenten durch ein Zusammenspiel von Medien, historischen Traditionen und einer autoritären Herrschaftsstruktur im Bewusstsein der Bevölkerung verankert wird.
Vladimir Putin, Imagebildung, Massenmedien, Theatralisierung der Macht, Inszenierung, politische Symbolik, politische Sprache, russische Traditionen, Heldenmythos, gelenkte Demokratie, politischer Diskurs, autoritärer Führungsstil, nationale Identität, Repräsentation, Staatsrituale.
Die Arbeit analysiert, wie Vladimir Putin sich durch gezielte mediale und theatralische Inszenierungen in Russland als unentbehrliche und populäre Führungsfigur darstellt.
Zu den Schwerpunkten zählen die Rolle der Massenmedien als Akteure der Imageproduktion, der Rückgriff auf historische und sowjetische Traditionen sowie die Nutzung von Symbolen und Sprache zur Machtlegitimierung.
Das Ziel ist es, die Faktoren und Inszenierungsstrategien zu identifizieren, die bei der Bildung des Putin-Images eine zentrale Rolle spielen und seine hohe Popularität in Russland erklären.
Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Analyse, die Ansätze aus den Politik-, Sprach-, Kultur- und Medienwissenschaften sowie der politischen Psychologie einbezieht.
Der Hauptteil gliedert sich in zwei Abschnitte: Die Rolle der Massenmedien bei der Imagebildung sowie eine detaillierte Untersuchung der theatralisierten Symbol- und Sprachinszenierungen.
Zu den Kernbegriffen gehören Imagebildung, Theatralisierung, Inszenierung, politische Symbolik und der russische Kontext der Machtlegitimierung.
Die Autorin verdeutlicht, dass Putin geschickt Symbole und Begriffe der Sowjetzeit in seine Rhetorik und Inszenierung einbindet, um an kollektive Erinnerungen anzuknüpfen und Stabilität sowie Stärke zu suggerieren.
Während Putin in Russland vielfach als charismatischer Garant für Stabilität und Rettung gefeiert wird, wird er im Westen oft kritisch als autoritärer Führer wahrgenommen, was auf unterschiedliche historische und kulturelle Wertvorstellungen zurückzuführen ist.
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