Diplomarbeit, 2005
153 Seiten, Note: 1
Diese Diplomarbeit analysiert die Darstellung sexuellen Missbrauchs in den Printmedien am Beispiel des Kinderarztes F. Wurst. Die Arbeit untersucht die spezifischen Narrative und Diskurse, die in den Medien im Zusammenhang mit dem Fall Wurst konstruiert wurden. Die Untersuchung konzentriert sich dabei auf die Rolle der Medien in der Konstruktion von Schuld und Unschuld, die Darstellung von Machtverhältnissen und die Frage der Glaubwürdigkeit von Opferberichten.
Die Einleitung erläutert die Relevanz des Themas sexueller Missbrauch und die Medienberichterstattung darüber. Die Arbeit thematisiert den Wandel in der öffentlichen Wahrnehmung des Themas und die verschiedenen Ansätze zur Erklärung und Diskussion von sexuellem Missbrauch. Die Kapitel 3 und 4 befassen sich mit den Fakten zum sexuellen Missbrauch, beleuchten die Statistik, die Opfergruppen und das Profil der Täter. Kapitel 5 beleuchtet die sozialen und familiären Hintergründe, die Häufigkeit und die Folgen von sexuellem Missbrauch. Kapitel 6 untersucht den Diskurs über sexuellen Missbrauch und die verschiedenen Perspektiven im feministischen Ansatz, dem familiendynamischen Ansatz und dem Survivor-Diskurs. Kapitel 7 beleuchtet den Fall Franz Wurst im Detail. Die Kapitel 8 und 9 analysieren Medienberichte über den Fall Wurst und bieten eine zusammenfassende Interpretation der Ergebnisse.
Sexueller Missbrauch, Medienberichterstattung, Diskursanalyse, Fall Franz Wurst, Opfer, Täter, Machtstrukturen, Glaubwürdigkeit, öffentliche Debatte, Feministischer Ansatz, Familiendynamischer Ansatz, Survivor-Diskurs.
Von der Tabuisierung und Schuldzuweisung an Kinder bis hin zur Aufklärung durch die Frauenbewegung und der heutigen, oft sensationalistischen Berichterstattung gab es einen starken Wandel.
Franz Wurst war ein angesehener Kinderarzt, dem schwerer sexueller Missbrauch vorgeworfen wurde. Die Medien konstruierten Narrative über seine Schuld, Macht und die Glaubwürdigkeit der Opfer.
Der feministische Ansatz betont Machtstrukturen und gesellschaftliche Klischees, während der familiendynamische Ansatz oft die familiären Beziehungen und Funktionsstörungen in den Fokus rückt.
Da oft Aussage gegen Aussage steht, untersuchen Medien und Justiz intensiv, ob Opferberichte als Phantasie abgetan werden oder ob den Betroffenen ohne Vorbehalte geglaubt wird.
Die Arbeit führt eine Diskursanalyse durch, um sprachliche und visuelle Unterschiede in der Darstellung des Falls Franz Wurst zwischen diesen beiden Magazinen aufzuzeigen.
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