Bachelorarbeit, 2019
37 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Aktuelle Situation
3. Human Resource Management
3.1 Begriffsbestimmung
3.1.1 Personalbedarfsplanung
3.1.2 Personalbeschaffung
3.1.3 Personaleinsatz
3.1.4 Personalführung
3.2 Besonderheiten des Human Resource Managements in der Altenpflege
3.3 Auswirkungen auf das Human Resource Management
3.4 Gesetzliche Vorgaben
3.4.1 Heimpersonalverordnung
3.4.2 Pflegeschlüssel und Fachkraftquote
4. Pflegequalität in der stationären Altenpflege
4.1 Begriffsbestimmung
4.2 Medizinischer Dienst der Krankenversicherung (MDK)
4.3 Qualitätshandbuch
4.4 Qualitätssicherung durch Rahmenvertrag
4.5 Pflegedokumentation
5. Einfluss des Human Resource Managements auf die Pflegequalität
5.1 Zufriedenheit der Mitarbeiter
5.2 Personalbeschaffung
5.3 Personaleinsatz
5.4 Attraktivität als Arbeitgeber
5.5 Personalführung
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den direkten Einfluss des Human Resource Managements auf die Pflegequalität in der stationären Altenpflege. Im Kern steht dabei die Forschungsfrage, inwiefern professionelles Personalmanagement als entscheidender Qualitätsindikator für die Dienstleistungserbringung in Pflegeeinrichtungen fungiert und dazu beitragen kann, den Herausforderungen des Fachkräftemangels zu begegnen.
3.1.1 Personalbedarfsplanung
In der Personalbedarfsplanung wird festgestellt, wie viele Mitarbeiter mit welchen Qualifikationen für den zukünftigen Personalbedarf benötigt werden, um die anfallenden Aufgaben der Unternehmung bewältigen zu können.
Unter Berücksichtigung des aktuellen Personalbestandes lässt sich mithilfe der quantitativen Personalplanung rechnerisch ermitteln, in welchem Umfang das Personal fortan benötigt wird, wobei das Ergebnis einen positiven oder negativen Wert ergeben kann (vgl. Werner 2016 S.19).
Dabei wird zunächst der Einsatzbedarf betrachtet, der die Anzahl an Mitarbeitern beinhaltet, der theoretisch ständig verfügbar sein muss, in den allerdings ein Reservebedarf für Fehlzeiten wie beispielsweise Urlaub oder Krankheit mit eingerechnet werden muss, aus welcher sich der Bruttopersonalbedarf ergibt. Subtrahiert man nun den bestehenden Personalbestand von dem Bruttopersonalbedarf, ermittelt sich der Nettopersonalbedarf, also der benötigte, zukünftige Personalbestand, in den man allerdings individuelle Faktoren, zum Beispiel Personalabgänge bedingt durch Pensionierung oder Personalzugänge auf Grund von Übernahmen von Auszubildenden mit einbeziehen muss. Im Falle eines positiven Ergebnisses deutet dies auf einen Personalüberhang hin, ein negatives Ergebnis gibt die Zahl an nötigen Arbeitskräften zur Erreichung der Unternehmensziele an (vgl. Bröckermann,2016, S.33).
1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert den demographischen Wandel und die resultierende Versorgungslücke, die das Human Resource Management als essenziellen Faktor für die Pflegequalität in den Fokus rückt.
2. Aktuelle Situation: Hier wird die Pflegesituation in Deutschland analysiert, wobei besonders die Einführung der fünf Pflegegrade und die Herausforderungen der Personalstruktur beleuchtet werden.
3. Human Resource Management: Dieses Kapitel erläutert die operativen Teilbereiche der Personalarbeit und überträgt diese auf die spezifischen Erfordernisse und gesetzlichen Rahmenbedingungen der stationären Altenpflege.
4. Pflegequalität in der stationären Altenpflege: Der Fokus liegt hier auf den Instrumenten der Qualitätssicherung, wie dem MDK-Prüfsystem, Pflegestandards, dem Qualitätshandbuch und der Pflegedokumentation.
5. Einfluss des Human Resource Managements auf die Pflegequalität: Es wird dargelegt, wie Mitarbeiterzufriedenheit, Recruiting und Personalführung unmittelbar die Leistungsqualität und das Image einer Pflegeeinrichtung beeinflussen.
6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass ein strategisches Personalmanagement unverzichtbar für eine qualitätsorientierte Pflege ist und aktiv zur Bewältigung des "War of Talents" beitragen kann.
Human Resource Management, Altenpflege, Pflegequalität, Personalbedarf, Pflegeschlüssel, Mitarbeiterzufriedenheit, Fachkräftemangel, Dienstleistungsmanagement, Qualitätssicherung, Personalbeschaffung, Personalführung, Pflegedokumentation, demographischer Wandel, Personalmanagement, stationäre Pflege.
Die Arbeit analysiert die Relevanz des Human Resource Managements in der stationären Altenpflege und untersucht dessen direkte Auswirkungen auf die erbrachte Pflegequalität.
Die zentralen Felder umfassen die Personalsuche und -bindung, rechtliche Rahmenbedingungen wie die Heimpersonalverordnung sowie moderne Konzepte der Personalführung.
Das Ziel ist es, den Nachweis zu erbringen, dass das Personalmanagement nicht nur ein administrativer Bereich ist, sondern ein maßgeblicher Qualitätsindikator für das Wohlbefinden der Bewohner.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse, welche durch aktuelle gesetzliche Anforderungen und pflegewissenschaftliche Erkenntnisse gestützt wird.
Der Hauptteil behandelt die Instrumente der Personalplanung, die Besonderheiten personenbezogener Dienstleistungen und die konkreten Mechanismen, wie Personalmanagement die Arbeitskultur beeinflusst.
Zu den Kernbegriffen zählen Personalbedarfsplanung, Pflegequalität, Pflegeschlüssel, Mitarbeiterzufriedenheit und Fachkräftemangel.
Der MDK fungiert als externe Kontrollinstanz, deren Transparenzberichte eine objektive Vergleichbarkeit schaffen, jedoch laut Autorin um interne personalbezogene Qualitätsindikatoren ergänzt werden sollten.
Die Autorin erkennt dies als wichtige Maßnahme gegen den Fachkräftemangel an, weist jedoch auf bürokratische Hürden und die Notwendigkeit einer besseren integrativen Einarbeitung hin.
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