Bachelorarbeit, 2018
85 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Vom Produkt zur digitalen Plattform
2.2 Charakteristika und Schlüsselfaktoren von Plattformen
2.2.1 Netzwerkeffekte
2.2.2 Hohe Skalierbarkeit
2.2.3 Niedrige Transaktionskosten und günstige Grenzkosten
2.3 Die deutsche Gesundheitswirtschaft – Allgemeine Struktur und Trends
2.3.1 Der erste und der zweite Gesundheitsmarkt
2.3.2 Ineinandergreifen des ersten und zweiten Gesundheitsmarktes
2.4 Die elektronische Gesundheitsakte – Status Quo
3 Die Zukunft des deutschen Gesundheitswesens
3.1 Vom passiven Patienten zum Gesundheitskonsumenten
3.2 In Deutschland entsteht ein Gesundheitsökosystem
3.3 Positive Netzwerkeffekte im Gesundheitsökosystem
3.4 Vom produktorientierten zum kundenzentrierten Versicherer
3.5 Wettbewerbslösung vs. zentrales Politikum
4 Fallstudienorientierte Analyse anhand von quantitativen und qualitativen Experteninterviews
4.1 Forschungsmethodik
4.2 Ergebnisse
4.3 Interpretation
5 Fazit
Diese Arbeit analysiert die Chancen und Risiken einer digitalen Gesundheitsplattform im deutschen Gesundheitswesen. Dabei wird untersucht, inwiefern die Einführung einer elektronischen Gesundheitsakte (eGA) als Basis für ein neues Gesundheitsökosystem dienen kann und wie Versicherer ihren Wandel vom produkt- zum kundenzentrierten Akteur meistern können.
2.2.1 Netzwerkeffekte
Digitale Plattformen verknüpfen üblicherweise zwei oder mehr Akteursgruppen und stellen eine offene Infrastruktur mit bestimmten Rahmenbedingungen und Regeln bereit, um Interaktionen zwischen den jeweiligen Akteuren zu ermöglichen. Dabei gilt: Je größer die jeweiligen Gruppen sind, desto mehr Interaktionen können generiert werden, was wiederum maßgeblich zum Erfolg einer Plattform beiträgt. Dabei nehmen im Vergleich zu einer Pipeline verschiedene Akteure an der Wertschöpfung teil. Entscheidend ist jedoch, dass das Verhältnis von Anbietern und Kunden möglichst gleichmäßig wächst, da sonst kein effektiver und effizienter Austausch stattfinden kann. In diesem Zusammenhang spricht man vom Netzwerkeffekt.
Ein Netzwerkeffekt beschreibt die Auswirkung, die die Anzahl der Akteure einer Plattform auf den tatsächlichen Nutzen jedes einzelnen Nutzers hat. Das heißt, dass die Attraktivität einer Plattform mit jedem weiteren, neuen Nutzer steigt, da mit ihm ein zusätzlicher potenzieller Transaktionspartner hinzukommt.
Des Weiteren unterscheidet man zwischen positiven und negativen Netzwerkeffekten. Positive Netzwerkeffekte entstehen durch eine gut gemanagte Plattform, wobei eine steigende Anzahl der User positive Auswirkungen auf die Wertschöpfung eines einzelnen Users hat. Negative Netzwerkeffekte hingegen beschreiben den Fall, dass sich mit jedem weiteren Nutzer auf einer Plattform die Wertschöpfung für einen einzelnen User verringert. Positive Netzwerkeffekte stellen für einen Plattformbetreiber den entscheidenden Wettbewerbsvorteil dar, da diese dafür sorgen, dass der Wert der Plattform exponentiell ansteigt.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Digitalisierung im Gesundheitswesen ein und beschreibt die Problemstellung, die Forschungsziele sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die Konzepte der Plattformökonomie, deren Charakteristika (wie Skalierbarkeit und Netzwerkeffekte) sowie die Strukturen des deutschen Gesundheitsmarktes und der aktuelle Stand der elektronischen Gesundheitsakte (eGA) erläutert.
3 Die Zukunft des deutschen Gesundheitswesens: Dieses Kapitel beleuchtet den Wandel vom Patienten zum Gesundheitskonsumenten und diskutiert die Entwicklung eines Gesundheitsökosystems sowie die Notwendigkeit einer kundenzentrierten Strategie für Versicherer.
4 Fallstudienorientierte Analyse anhand von quantitativen und qualitativen Experteninterviews: Es folgt eine empirische Untersuchung durch Experteninterviews, die sowohl methodisch hergeleitet als auch in ihren Ergebnissen und Interpretationen detailliert dargestellt wird.
5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die Potenziale und Herausforderungen der eGA als Instrument zur Stärkung der Kundenbindung und Effizienzsteigerung.
Digitalisierung, Gesundheitswesen, elektronische Gesundheitsakte, eGA, Plattformökonomie, Netzwerkeffekte, Gesundheitsökosystem, Gesundheitskonsument, Kundenzentrierung, Versicherer, Innovation, digitale Transformation, Datenschutz, Datensicherheit, E-Health
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Versicherungswirtschaft, mit speziellem Fokus auf die Chancen und Risiken einer elektronischen Gesundheitsakte.
Die Schwerpunkte liegen auf Plattformmodellen, dem Wandel des Gesundheitsmarktes, der Rolle der elektronischen Gesundheitsakte und der Entwicklung von Gesundheitsökosystemen.
Ziel ist es zu ergründen, ob und wie die elektronische Gesundheitsakte als technologische und strategische Basis für ein neues Gesundheitsökosystem fungieren kann, das Mehrwerte für alle Akteure schafft.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus einer theoretischen Literaturanalyse und einer fallstudienorientierten empirischen Untersuchung mittels Experteninterviews.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Plattformökonomie, die Zukunft des Gesundheitsmarktes und eine detaillierte Auswertung von Experteninterviews mit Branchenkennern.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Digitalisierung, Gesundheitsökosystem, elektronische Gesundheitsakte, Plattformökonomie und Netzwerkeffekte.
Der erste Gesundheitsmarkt umfasst die medizinische Versorgung, die durch gesetzliche und private Krankenkassen finanziert wird, während der zweite Markt privat finanzierte Leistungen wie Fitness, Wellness und frei verkäufliche Produkte beinhaltet.
Da die Erwartungen der Patienten durch die fortschreitende Digitalisierung steigen, müssen Versicherer ihre Rolle von reinen Produktanbietern hin zu aktiven Gesundheitsbegleitern wandeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Die Experten sind sich weitgehend einig, dass Netzwerkeffekte entscheidend für den Erfolg von Gesundheitsplattformen sind, da sie eine effiziente Vernetzung und einen Mehrwert für alle Beteiligten durch gebündelte Ressourcen ermöglichen.
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