Bachelorarbeit, 2007
43 Seiten, Note: 2,3
A. Einleitung
1. Das Konfliktlösungsmodell Mediation
1.1 Was ist Mediation?
1.1.1 Ein historischer Überblick
1.1.2 Anwendungsfelder
1.2 Maximen und Phasen der Mediation
1.2.1 Das Harvard-Konzept
2. Ausgewählte sozialpsychologische Aspekte der Mediation
2.1 Konflikte
2.1.1 Soziale Konflikte
2.1.2 Konfliktursachen
2.1.3 Perspektive der Streitgegenstände
2.2 Verhandeln durch Kommunikation
2.2.1 Der Inhalts- und Beziehungsaspekt
2.2.2 Selbstoffenbarung und Appell
2.2.3 Verhandeln
3. Mediation im Gesundheitswesen und in der Sozialwirtschaft
3.1 Konfliktfelder des Gesundheitswesens
3.1.1 Organisationskonflikte
3.1.2 Rollenkonflikte des Arztes
3.1.3 Teamkonflikte
3.1.4 Konflikte mit Patienten
3.2 Wo liegen die Chancen eines mediativen Verfahrens?
3.3 Welche Aspekte sprechen gegen eine Mediation?
3.4 Ein gutes Beispiel aus der Praxis
4. Fazit
5. Ausgewählte Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten
6. Literatur
Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung der Mediation als Konfliktlösungsverfahren im Gesundheitswesen und der Sozialwirtschaft. Dabei wird der Frage nachgegangen, warum dieses Verfahren in einem interaktionsintensiven Sektor bisher nur geringfügig Anwendung findet und welche spezifischen Herausforderungen oder Chancen sich für die Praxis ergeben.
1. Das Konfliktlösungsmodell der Mediation
Die Vermittlung in Konfliktsituationen durch einen neutralen, von den Konfliktparteien selbstständig gewählten Dritten, stellt die Grundlage der Mediation dar. Im Vermittlungsgedanken liegt der Ursprung der Mediation. Schimank beschreibt anschaulich, dass Gruppen durchaus in der Lage sind, über wechselseitige Kooperation stabile soziale Muster aufzubauen. Diese Muster begünstigen einen Konfliktlösungsansatz; die Transformation vom individuellen Eigeninteresse hin zum Gemeinwohl macht ein Verhandeln bei Problemen möglich und Konflikte im gegenseitigen Interesse lösbar. Was aber, wenn der Versuch, ein langfristiges positives Handlungsergebnis im Sinne eines verbesserten kollektiven Handlungsergebnisses zu erzielen, fehlschlägt? Wenn es den beteiligten Konfliktparteien nicht gelingt, ein kooperatives, gegenseitig vorteilhaftes Interaktionsmuster aufzubauen, werden sie sich Hilfe suchen. Möglicherweise wird der Konflikt vor Gericht beigelegt, je nach Streitgegenstand können sich die Parteien an einen Ombudsmann oder eine Schlichterstelle wenden. Vielleicht können der Vorgesetzte oder andere Autoritäten vermittelnd eingreifen. Bei vielen Konfliktformen ist eine schnelle Lösung wünschenswert, ein Zivilgerichtsverfahren würde das Problem zeitlich dehnen und öffentlich machen. Ein Schlichter wäre vermutlich kompetent in der Sache, und er verfügt über eine verstärkte Entscheidungskontrolle, im Gegensatz zu einem Vermittler. Kreative Lösungsansätze sind innerhalb eines Schlichtungsverfahrens jedoch nicht zu erwarten, auch würde die Psychologie eines Problems vermutlich außer Acht gelassen werden. Ein wichtiger Unterschied zwischen einer vertraglichen Intervention (z.B. Richter, Polizei) und einer sich entwickelnden Intervention (z.B. Eltern) liegt im Konfliktbezug. Der Vorgesetzte oder Verwandte ist nicht neutral, auch hat er in der Regel ein eigenes Interesse am Ausgang des Problems. Die Mediation scheint demnach eine Lücke zu den bekannten Verfahren zu schließen. Die Merkmale dieser Vermittlungstechnik werden im Folgenden dargestellt.
A. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik menschlicher Konflikte ein und begründet die Notwendigkeit mediativer Verfahren als Alternative zu gerichtlichen Prozessen.
1. Das Konfliktlösungsmodell Mediation: Dieses Kapitel erläutert das Grundkonzept der Mediation als Vermittlung durch Dritte und führt das Harvard-Konzept als methodische Basis ein.
2. Ausgewählte sozialpsychologische Aspekte der Mediation: Hier werden die theoretischen Hintergründe von Konfliktursachen, Interaktionsmustern und der Kommunikationstheorie für Mediatoren analysiert.
3. Mediation im Gesundheitswesen und der Sozialwirtschaft: Das Kapitel untersucht spezifische Konfliktfelder in Krankenhäusern und sozialen Einrichtungen, wie Organisations- und Rollenkonflikte, und diskutiert Chancen sowie Hindernisse der Mediation.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Vorteile der Mediation als ressourcenschonendes und zukunftsorientiertes Verfahren zusammen und plädiert für ein gesundheitspolitisches Umdenken.
5. Ausgewählte Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten: Eine tabellarische Übersicht relevanter Institutionen, die eine Ausbildung zum Mediator anbieten.
6. Literatur: Ein Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Fachpublikationen.
Mediation, Konfliktmanagement, Gesundheitswesen, Harvard-Konzept, Kommunikation, Organisationskonflikte, Rollenkonflikte, Sozialwirtschaft, Konsens, Win-win-Situation, Interdependenz, Interaktionsmuster, außergerichtliche Einigung, Vermittlung, Selbstverantwortung
Die Arbeit untersucht das Mediationsverfahren als strukturierte, außergerichtliche Methode zur Konfliktlösung und deren Anwendbarkeit im speziellen Kontext des Gesundheitswesens und der Sozialwirtschaft.
Im Zentrum stehen die theoretischen Grundlagen der Mediation (Harvard-Konzept), die psychologischen Mechanismen von Konflikten sowie die spezifischen Herausforderungen im klinischen Alltag und in sozialen Organisationen.
Die Arbeit analysiert, unter welchen Bedingungen Mediation als Konfliktlösung im Gesundheitswesen erfolgreich eingesetzt werden kann und warum ihre Verbreitung trotz des hohen Interaktionsdrucks in diesem Sektor bisher begrenzt blieb.
Es handelt sich um eine theoretisch orientierte wissenschaftliche Arbeit, die einschlägige Fachliteratur, sozialpsychologische Modelle und Dokumentationen aus der Mediationspraxis auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Mediation und eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Konfliktkultur im Gesundheitswesen, inklusive der Analyse von Rollenkonflikten bei Ärzten und Teamkonflikten.
Wichtige Begriffe sind Mediation, Konfliktmanagement, Gesundheitswesen, Harvard-Konzept, Kommunikation, Rollenkonflikte und Win-win-Situation.
Die stark ausgeprägte Hierarchie und das damit verbundene Dogma der Unfehlbarkeit leitender Ärzte können den Zugang für Mediatoren erschweren, da dies von Führungskräften oft als Autoritätsverlust wahrgenommen wird.
Die Mediation erfordert hohe intellektuelle und kommunikative Fähigkeiten von allen Beteiligten. Bei Klientengruppen wie psychisch Kranken, geistig Behinderten oder demenziell Erkrankten stößt das Verfahren aufgrund dieser Anforderungen an seine Grenzen.
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