Bachelorarbeit, 2020
39 Seiten, Note: 1,6
1 Einleitung
2 Theoretischer Rahmen: Das sozio‐technische Regime in Energiesystemen und institutioneller Wandel
3 Methode
3.1 Untersuchung der Umwelt als Makro Ebene
3.2 Untersuchung des sozio‐ technischen Regimes als Meso Ebene
3.3 Untersuchung der Nische als Mikro Ebene
4 Die Solarlobby aus Sicht von institutionellem Wandel innerhalb eines sozio‐technischen Regimes
4.1 Beginn der Solarlobby
4.1.1 Der erste exogene Schock: die Ölkrise 1973
4.1.2 Der erste Energiewandel: Das Sunshine Programm 1974 und seine Nachfolger
4.1.3 Entstehung eines heimischen Markts für Solarenergie
4.1.4 Erstes Zwischenergebnis
4.2 Die Solarlobby in einer wachsenden, globalen Konkurrenz
4.2.1 Verlust der Marktführerschaft ab 2004
4.2.2 Einführung des ersten FIT für Solarenergie im Jahr 2009
4.2.3 Zweites Zwischenergebnis
4.3 Die Solarlobby nach Fukushima
4.3.1 Der zweite exogene Schock: die Nuklearkatastrophe von Fukushima
4.3.2 Der zweite Energiewandel: Einführung eines neuen FIT im Juli 2012
4.3.3 Die Bedeutung der Liberalisierung des Energiemarktes für Investoren und die Solarlobby
4.3.4 Kommunen und Solarenergie
5 Die Einführung des fünften strategischen Energieplans
6 Fazit
Diese Arbeit analysiert die Entstehung und den institutionellen Wandel der sogenannten „Solarlobby“ in Japan, um zu verstehen, wie diese trotz widriger Umstände und eines ursprünglichen Nischendaseins zu einer einflussreichen Institution im Energiesektor aufsteigen konnte.
4.1.1 Der erste exogene Schock: die Ölkrise 1973
Die Ölkrise 1973 stellt den ersten exogenen Schock dar, welcher zu einem Umdenken in Japans Energiemix führte (Kimura/ Suzuki 2006: 2f). Die japanische Regierung sah Nuklearenergie als eine mögliche Lösung aus dem Dilemma der Energiesicherheit (Moe 2016: 38; Li/ Shiroyama 2019: 6). Obwohl erneuerbare Energien somit nicht im Fokus der Energiepolitik in den 1970er Jahren standen, so hatten sie doch eine Chance, sich zu entwickeln und erste Stakeholder zu gewinnen. Unter den erneuerbaren Energien war es die Solarenergie, die am meisten Finanzierung für Forschung und Entwicklung (F&E) erwerben konnte (Li/Shiroyama 2019: 4). Im Weiteren Verlauf dieses Unterkapitels wird die gemeinsame Entstehung der Solarenergie als Nischentechnologie und der Solarlobby untersucht.
1 Einleitung: Vorstellung der energiepolitischen Ausgangslage Japans und Definition der Forschungsfrage zum institutionellen Aufstieg der Solarlobby.
2 Theoretischer Rahmen: Das sozio‐technische Regime in Energiesystemen und institutioneller Wandel: Einführung der theoretischen Grundlagen durch die Multi-Level-Perspektive und Institutionentheorien zur Analyse von Systemwandel.
3 Methode: Erläuterung der methodischen Vorgehensweise zur Untersuchung der Solarlobby auf Makro-, Meso- und Mikro-Ebene.
4 Die Solarlobby aus Sicht von institutionellem Wandel innerhalb eines sozio‐technischen Regimes: Detaillierte chronologische Analyse der Solarlobby von der Ölkrise über die globale Konkurrenz bis nach Fukushima.
5 Die Einführung des fünften strategischen Energieplans: Untersuchung des institutionellen Wandels im Kontext der neuen energiepolitischen Ziele und der Positionierung erneuerbarer Energien als Hauptstromquelle.
6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Bestätigung des institutionellen Erfolgs der Solarlobby durch dynamische Anpassungsprozesse.
Japan, Solarenergie, Solarlobby, institutioneller Wandel, sozio-technisches Regime, Multi-Level-Perspektive, METI, Fukushima, Feed-in Tariff, Energiewende, Pfadabhängigkeit, Erneuerbare Energien, Energiepolitik, Strommarkt, Investoren.
Die Arbeit befasst sich mit der politischen Ökonomie erneuerbarer Energien in Japan, wobei der Schwerpunkt auf der Analyse der Solarindustrie und der damit verbundenen „Solarlobby“ liegt.
Die Arbeit untersucht das Zusammenwirken von staatlichen Institutionen, Industriepolitik und technologischem Wandel innerhalb des japanischen Energiesystems.
Ziel ist es zu erklären, wie die Solarlobby trotz eines anfänglichen Nischendaseins und starker institutioneller Widerstände zu einer einflussreichen Kraft im japanischen Energiesektor werden konnte.
Die Analyse basiert auf der sozio-technischen Multi-Level-Perspektive (MLP), ergänzt durch Ansätze der „Rational Choice“-Theorie und des historischen Institutionalismus.
Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische Betrachtung, beginnend bei der Ölkrise 1973 über die Einführung des Feed-in Tariffs bis hin zu den Auswirkungen der Nuklearkatastrophe von Fukushima.
Kernbegriffe sind institutioneller Wandel, Solarlobby, sozio-technisches Regime, METI und japanische Energiepolitik.
Fukushima fungierte als ein massiver exogener Schock, der das bestehende Energiesystem erschütterte und notwendige politische Reformen sowie eine stärkere Hinwendung zu dezentraler Solarenergie ermöglichte.
Aufgrund der starken Vernetzung zwischen dem METI, der Solarindustrie und neuen Investoren konnte die Lobby trotz globaler Konkurrenz und interner Widerstände eine beständige institutionelle Unterstützung sichern.
Exogene Schocks wie die Ölkrise oder Fukushima schaffen Gelegenheitsfenster, in denen starre Strukturen aufgebrochen und neue politische Weichenstellungen zugunsten erneuerbarer Energien durchgesetzt werden können.
Kommunen spielen eine zunehmend wichtige Rolle, indem sie durch lokale Projekte zur Dezentralisierung der Energieerzeugung beitragen und somit die Resilienz des nationalen Energiesystems stärken.
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