Bachelorarbeit, 2020
39 Seiten, Note: 1,6
Diese Arbeit befasst sich mit der Entwicklung der Solarlobby in Japan und untersucht, wie es dieser Lobby trotz eines Nischendaseins der Solarindustrie und weiterer Widrigkeiten gelang, zu einer einflussreichen Institution heranzuwachsen. Dabei wird die Stromerzeugung aus Photovoltaikanlagen als sozio-technisches System betrachtet und mithilfe der Multi-Level-Perspektive (MLP) analysiert. Die Arbeit untersucht die Einflüsse der Ölkrise 1973 und der Nuklearkatastrophe von Fukushima auf die Entwicklung der Solarlobby und die Rolle der japanischen Zentralregierung, der Solarindustrie und Investoren für Photovoltaikanlagen.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die den energiepolitischen Kontext in Japan nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima beleuchtet und die Bedeutung der Solarenergie als Alternative zu Kernkraft und Importen hervorhebt. Anschließend wird der theoretische Rahmen vorgestellt, der die Stromerzeugung aus Photovoltaikanlagen als sozio-technisches System und die Anwendung der Multi-Level-Perspektive (MLP) für die Analyse des institutionellen Wandels erläutert.
Kapitel 4 befasst sich mit der Entwicklung der Solarlobby in Japan, beginnend mit dem ersten exogenen Schock der Ölkrise 1973 und der Einführung des Sunshine Programms 1974. Es wird die Entstehung eines heimischen Markts für Solarenergie und die Herausforderungen in Zeiten wachsender, globaler Konkurrenz untersucht.
Das Kapitel 4.3 befasst sich mit den Auswirkungen der Nuklearkatastrophe von Fukushima auf die Solarlobby und die Einführung des zweiten Energiewandels mit einem neuen FIT im Juli 2012.
Das Kapitel 5 beleuchtet die Deklarationen im fünften strategischen Energieplan (SEP) und setzt sie in Beziehung zu den zuvor festgestellten institutionellen Entwicklungen innerhalb der Solarlobby.
Solarenergie, Photovoltaik, Solarlobby, Japan, Energiewandel, sozio-technisches Regime, institutioneller Wandel, Multi-Level-Perspektive (MLP), Ölkrise 1973, Nuklearkatastrophe von Fukushima, FIT (Feed-in Tariff), strategischer Energieplan (SEP), japanische Zentralregierung, Solarindustrie, Investoren.
Die Solarlobby entstand nach der Ölkrise 1973 durch staatliche Programme wie das "Sunshine Program". Trotz zwischenzeitlicher Konkurrenz aus dem Ausland wuchs sie nach Fukushima zu einer einflussreichen Institution heran.
Fukushima war ein exogener Schock, der zu einem radikalen Energiewandel führte. Japan führte daraufhin 2012 einen neuen Einspeisetarif (FIT) ein, der den Ausbau der Photovoltaik massiv beschleunigte.
Es war das erste große Energiewandel-Programm Japans von 1974, das als Reaktion auf die Ölkrise die Entwicklung alternativer Energiequellen, insbesondere der Solarenergie, forcierte.
FIT steht für Feed-in Tariff (Einspeisevergütung). Es ist ein politisches Instrument, das Produzenten von Solarstrom feste Vergütungen garantiert, um Investitionen in erneuerbare Energien attraktiv zu machen.
Die Solarlobby besteht primär aus der japanischen Zentralregierung, der Solarindustrie selbst sowie privaten und institutionellen Investoren, die ein gemeinsames Interesse an der Förderung der Photovoltaik haben.
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