Bachelorarbeit, 2019
30 Seiten, Note: 1.5
1. Einleitung
2. Der Mensch und das Tier – Moralischer Differentialismus
3. Tierethische Position: Peter Singer
3.1 Der Autor – Philosoph und Utilitarist
3.2 Utilitarismus
3.3 Animal Liberation – Das Prinzip der Gleichheit und Speziesismus
3.4 Tiere als Nahrung und Tierversuche
3.5 Singers Axiologie – Weshalb ist Töten verwerflich?
4. Tierethische Position: Tom Regan
4.1 Der Autor
4.2 Wie man Rechte für Tiere begründet – Der Indirekte‐Pflichten‐Ansatz
4.3 Kontraktualismus
4.4 John Rawls Theorie der Gerechtigkeit
4.5 Regans Ansatz der Grausamkeit und der Freundlichkeit
4.6 Regans Kritik des Utilitarismus
4.7 Der Rechts‐Ansatz – Der inhärente Wert
4.8 Kritik an Regans Theorie
5. Tierethische Position: Cora Diamond
5.1 Die Autorin
5.2 Fleisch essen und Menschen essen – Sind die Positionen Singers und Regans nur Konfusion?
5.3 Moralische Akteure
6. Gründe für eine vegetarische Ernährung
6.1 Darf man Tiere essen? Plutarchs Einwand
6.2 Vegetarismus
6.3 Das Recht des Stärkeren?
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das moralische Verhältnis des Menschen zum Tier. Das primäre Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, ob Tieren ein identischer moralischer Status wie Menschen zugesprochen werden sollte, indem die tierethischen Positionen von Peter Singer, Tom Regan und Cora Diamond analysiert und bewertet werden.
3.5 Singers Axiologie – Weshalb ist Töten verwerflich?
Singer stellt die Heiligkeit des menschlichen Lebens in Frage und legt zwei Grundsätze in seiner Definition fest, die den Ausdruck „menschlich“ bzw. Mensch definieren. Erstens sei ein Wesen menschlich, wenn es der Gattung homo sapiens angehöre und zweitens, wenn es eine Person sei. Singer macht hier Unterscheidungen zwischen Lebewesen, die „nur“ empfindungsfähig sind und denen, die weitere kognitive Merkmale wie Selbstbewusstsein und Zukunftsorientierung besitzen. Singer benutzt hier den Personenbegriff in dem Sinne, wie ihn der englische Philosoph John Locke benutzt hat, der eine Person definiert als ein denkendes, intelligentes Wesen, das mit Vernunft und Verstand begabt ist. Er erweitert den Begriff allerdings und stellt drei Kategorien des Lebens auf: die unterste Kategorie, die nicht-bewusstes Leben umfasst; die mittlere Kategorie, die bewusstes Leben umfasst und die oberste Kategorie, die selbstbewusstes Leben umfasst. Damit trennt er nicht nur die Menschen von den Tieren, sondern auch Menschen von Menschen. Singer sagt, dass nicht alle Menschen Personen sind und stuft damit z.B. geistig behinderte Menschen und Säuglinge auf ein Niveau mit nichtmenschlichen Tieren. Die biologische Zugehörigkeit zur Gattung homo sapiens hat keine moralische Relevanz für ihn und macht deswegen homo sapiens noch nicht zu Personen. Person und Mensch sind also nicht gleichbedeutend. Auf der anderen Seite hält er Gorillas, Schimpansen, Delphine und Wale für mögliche nichtmenschliche Personen.
1. Einleitung: Die Einleitung führt über die Fabel der Bremer Stadtmusikanten in die Thematik der Tierethik ein und stellt die Relevanz der moralischen Mensch-Tier-Beziehung sowie die Forschungsfrage der Arbeit dar.
2. Der Mensch und das Tier – Moralischer Differentialismus: Dieses Kapitel erläutert die "anthropologische Differenz" als Grundlage für die bisherige moralische Trennung zwischen Mensch und Tier und hinterfragt deren Gültigkeit.
3. Tierethische Position: Peter Singer: Es wird Singers utilitaristischer Ansatz dargelegt, insbesondere sein Prinzip der gleichen Interessenabwägung und seine Kritik am Speziesismus.
4. Tierethische Position: Tom Regan: Dieses Kapitel stellt Regans Tierrechtsposition vor, wobei er einen "inhärenten Wert" als Basis für ein grundsätzliches Tötungsverbot fordert und den Utilitarismus kritisiert.
5. Tierethische Position: Cora Diamond: Es wird Diamonds Kritik an Singer und Regan vorgestellt, wobei sie betont, dass Moral kein theoretisches Konstrukt, sondern in der täglichen Praxis verwurzelt ist.
6. Gründe für eine vegetarische Ernährung: Hier werden ethische Argumente gegen den Fleischkonsum zusammengefasst, inklusive antiker Einwände von Plutarch und zeitgenössischer Positionen gegen das "Recht des Stärkeren".
7. Fazit: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage, plädiert für die moralische Berücksichtigung von Tieren und empfiehlt eine Kombination der Ansätze von Regan und Singer.
Tierethik, Speziesismus, Utilitarismus, Tierrechte, Anthropologische Differenz, Inhärenter Wert, Peter Singer, Tom Regan, Cora Diamond, Vegetarismus, Moralische Akteure, Mensch-Tier-Beziehung, Tierleid, Subjekt eines Lebens, Interessenabwägung
Die Arbeit befasst sich mit der moralischen Bewertung des Verhältnisses zwischen Mensch und Tier und diskutiert, ob Tieren ein gleichwertiger moralischer Status wie Menschen zukommen sollte.
Die zentralen Themen umfassen die philosophische Begründung von Tierrechten, die Kritik am Speziesismus sowie die ethische Argumentation für eine vegetarische Ernährung.
Die Arbeit möchte klären, ob Tiere aufgrund ihrer Eigenschaften und Fähigkeiten einen moralischen Status besitzen, der denjenigen von Menschen gleichgesetzt werden kann, und wie ein moralisch angemessener Umgang mit ihnen aussehen sollte.
Es handelt sich um eine philosophische Analyse, bei der die Theorien von drei einflussreichen Denkern (Singer, Regan, Diamond) vorgestellt, miteinander verglichen und kritisch bewertet werden.
Im Hauptteil werden die utilitaristische Position Singers, der auf Tierrechten basierende Ansatz Regans und der tugendethische Standpunkt von Diamond detailliert analysiert und deren Stärken sowie Schwächen gegenübergestellt.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Tierethik, Speziesismus, Utilitarismus, inhärenter Wert, Tierrechte und anthropologische Differenz geprägt.
Singer argumentiert, dass die Zugehörigkeit zu einer Spezies kein moralisch relevantes Kriterium ist. Entscheidend für eine moralische Berücksichtigung sei vielmehr die Leidensfähigkeit eines Wesens.
Während Singer Interessen gegeneinander abwägt, um Leid zu minimieren, postuliert Regan, dass jedes "Subjekt eines Lebens" einen inhärenten Wert besitzt, der nicht für den Nutzen anderer geopfert werden darf.
Diamond kritisiert, dass Singer und Regan versuchen, Moral durch abstrakte theoretische Konstrukte zu erzwingen, statt die bereits bestehenden moralischen Praktiken des menschlichen Lebens anzuerkennen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

