Diplomarbeit, 2004
100 Seiten, Note: 1,1
1. Einführung in das Thema
1.2 Gründe für die Themenwahl
1.2a Das StartUp-Center der Hamburger Sparkasse AG
1.3 Zielsetzung der Arbeit
1.4 Zum Aufbau der Arbeit
2. Allgemeine Vorüberlegungen
2.1 Existenzgründerberatung
2.1.1 Unternehmensberatung versus Existenzgründerberatung
2.1.2 Existenzgründerberatung als Bankdienstleistung
2.2 Consulting Banking
2.3 Bundeszuschuss für Existenzgründerberatung
2.4 Ganzheitliche Existenzgründerberatung
2.5 Rollenverhalten des Beraters
2.6 Zusammenfassung von Sollzielen
3. Der Markt für Existenzgründerberatung
3.1 PEST-Analyse des Makroumfelds
3.1.1 Analyse des politischen Umfelds
3.1.2 Analyse des ökonomischen Umfelds
3.1.3 Analyse des sozialen Umfelds
3.1.4 Analyse des technologischen Umfelds
3.1.5 Zusammenfassung
3.2 Five-Forces-Analyse: Branchenanalyse mit regionalen Aspekten
3.2.1 Eintrittsbarrieren
3.2.2 Branchenwettbewerb
3.2.2.1 Existenzgründungsaktivitäten und Branchenwachstum
3.2.2.2 Komplexität der Informationslage
3.2.2.3 Produktdifferenzierung
3.2.2.4 Heterogenität der Konkurrenten
3.2.3 Verhandlungsstärke der Existenzgründer
3.2.4 Substitutionsgefahr
3.2.5 Verhandlungsstärke der Lieferanten
3.2.6 Zusammenfassung
4. Weitere Untersuchungsmethoden und ihre Ergebnisse
4.1 Mini-Delphi-Umfrage zur Existenzgründerberatung
4.1.1 Wesen der Delphi-Methode
4.1.2 Durchführung der Mini-Delphi-Umfrage in Hamburg
4.1.3 Gruppenurteil der Mini-Delphi-Umfrage in Hamburg
4.2 Break-Even-Analyse
4.3 Ausgangslage der Hamburger Sparkasse AG
4.3.1 Profilanalyse
4.4 Handlungsszenarien
4.5 Strategische Entscheidung
4.6 Zusammenfassung
5. Möglichkeiten zur Differenzierung und das favorisierte Preismodell für die Existenzgründerberatungsdienstleistung der Hamburger Sparkasse AG
5.1 Möglichkeiten zur Differenzierung gegenüber anderen Anbietern
5.1.1 Beratungsphilosophie
5.1.2 Qualitätsmanagement
5.1.3 Aufbau einer hohen Reputation
5.1.4 Assessment-Center als Steuerungsinstrument
5.1.5 Wissensmanagement
5.2 Das favorisierte Preismodell für die Existenzgründerberatungsdienstleistung der Hamburger Sparkasse AG
6. Kritische Würdigung
6.1 Realisierbarkeit dieser neuartigen Bankdienstleistung
6.2 Offene Probleme
6.3 Ausblick auf zukünftige Entwicklungen
7. Fazit
Die Diplomarbeit analysiert die Erfolgschancen und Risiken einer betriebswirtschaftlichen Existenzgründerberatungsdienstleistung (ExiBDL) als neues Bankprodukt am Beispiel der Hamburger Sparkasse AG. Ziel ist es, eine Entscheidungsgrundlage zu schaffen, um durch Differenzierung und ein passendes Preismodell die Wettbewerbsfähigkeit der Bank zu steigern und gleichzeitig die Qualität des Firmenkundenbestands zu sichern.
2.5 Rollenverhalten des Beraters
Der Frage nachgehend, in welche Rollen auf dem Existenzgründerberatungsmarkt etablierte Berater schlüpfen, stößt der Autor auf die in der Tabelle 3, S. 16, dargestellten Verbildlichungen.
Die Metaphern implizieren jeweils eine übertragene Bedeutung, die weit über die kurzen Beschreibungen hinausgeht, weil der Leser mit dem Bild durchaus gewollte Assoziationen verbindet. Dies wird in der Literatur, den bildenden Künsten aber auch in der Informatik zum Ausdrücken von Vorstellungen genutzt. Metaphern sind in der Lage, einen ganzen Text oder vollständige Wortfelder beziehungsweise einen umfassenderen Bedeutungszusammenhang zu ersetzen. Sie sind Kern eines metaphorischen Prozesses, in dem ein unüblicher Kontext (z.B. aus der Seefahrt) mit dem Beraterverhalten in Verbindung gebracht wird, wodurch eine Interaktion zwischen beiden Kontexten hergestellt wird. Am Ende steht im günstigsten Fall ein klareres, prägnanteres Verständnis.
Die vorstehende Tabelle 3, S. 16, zeigt, dass keine der skizzierten Metaphern einen Gründungswilligen voll und ganz begeistern kann. Das Bild des Mediziners – wird häufig von klassischen Unternehmensberatungen für Imagebroschüren genutzt – besticht mit der unfehlbaren Diagnose des studierten Arztes. Der Patient wird zwar befragt, doch in die Forschung nach den Ursachen der Beschwerden wenig einbezogen. Im Heilungsverlauf ist der Patient wieder auf sich allein gestellt. Es ist außerdem fraglich, ob der Arzt den gesamten Patienten im Blickfeld hat, um zu erkennen, wo es krankt, damit die beste Medikation (z.B. auch aus der Naturmedizin) verordnet wird, oder ob er nur an den Symptomen der Krankheit operiert.
Der Lotse ist hilfreich bei der Ausfahrt aus dem Hafen. Er kennt das heimatliche Hafenbecken genau, gibt seine Informationen weiter und begleitet den Kapitän bei der Fahrt bis zum offenen Meer. Sodann packt er alle seine Sachen und geht wieder von Bord, so dass der arglose Kapitän nun auf der weiteren Reise ohne Unterstützung mit seinen eigenen Erfahrungen und Instrumenten den Kurs des Schiffs bestimmt.
1. Einführung in das Thema: Das Kapitel erläutert die Bedeutung des Gründungsgeschehens für die Wirtschaft und begründet die Relevanz einer professionellen Beratung für Existenzgründer am Beispiel der Hamburger Sparkasse AG.
2. Allgemeine Vorüberlegungen: Hier werden theoretische Grundlagen der Existenzgründerberatung, Konzepte wie Consulting Banking sowie der notwendige ganzheitliche Beratungsansatz diskutiert.
3. Der Markt für Existenzgründerberatung: Eine detaillierte Analyse der Marktsituation mittels PEST- und Five-Forces-Modellen zeigt die Herausforderungen und Chancen für die Haspa auf.
4. Weitere Untersuchungsmethoden und ihre Ergebnisse: Dieses Kapitel stellt die Ergebnisse einer Mini-Delphi-Umfrage vor und berechnet mittels einer Break-Even-Analyse die Rentabilität der neuen Dienstleistung.
5. Möglichkeiten zur Differenzierung und das favorisierte Preismodell für die Existenzgründerberatungsdienstleistung der Hamburger Sparkasse AG: Das Kapitel erarbeitet konkrete Differenzierungsmerkmale wie Beratungsphilosophie und Qualitätsmanagement sowie ein spezifisches Preismodell für die Haspa.
6. Kritische Würdigung: Eine abschließende Prüfung der Umsetzbarkeit sowie der verbleibenden Probleme, kombiniert mit einem Ausblick auf künftige Entwicklungen im Beratungsmarkt.
7. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass eine ganzheitliche Gründungsberatung als Bankdienstleistung für die Haspa eine strategische Chance zur Rentabilitätssteigerung und Kundenbindung darstellt.
Existenzgründerberatung, Hamburger Sparkasse AG, Haspa, Consulting Banking, Bankdienstleistung, Existenzgründung, Businessplan, Delphi-Methode, Break-Even-Analyse, Unternehmensberatung, Gründungsnetzwerk, Marktanalysen, Risikomanagement, Differenzierungsstrategie, Qualitätsmanagement.
Ziel der Arbeit ist die Untersuchung, ob eine betriebswirtschaftliche Existenzgründerberatung für Kreditinstitute wie die Haspa als profitable Bankdienstleistung sinnvoll ist und wie sich dieses Angebot erfolgreich am Markt positionieren lässt.
Die Arbeit behandelt Themen wie das Marktumfeld von Gründungsberatungen, die Anforderungen an Bankberater, qualitative und quantitative Analysemethoden zur Erfolgsmessung sowie Strategien zur Differenzierung gegenüber Wettbewerbern.
Der Autor nutzt die Delphi-Methode, eine strukturierte Expertenbefragung, um trotz einer schwierigen Datenlage in der Consultingbranche zu fundierten Prognosen für die Zukunft der Gründungsberatung zu gelangen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Marktanalyse (PEST- und Five-Forces), die Durchführung und Auswertung einer Mini-Delphi-Umfrage, eine Break-Even-Analyse zur Wirtschaftlichkeit sowie die Erarbeitung strategischer Handlungsszenarien für die Bank.
Der ganzheitliche Ansatz geht über die reine Finanzierung hinaus. Der Berater agiert hierbei als Begleiter, der neben dem Businessplan auch die persönliche Situation des Gründers, soziale Aspekte und das Umfeld in den Beratungsprozess einbezieht.
Eine zentrale Herausforderung ist der Rollenwechsel vom klassischen, risikoscheuen "Richter" (Bonitätsprüfer) hin zum "Pionier" oder "Berater", der durch interdisziplinäres Wissen und Markteinblicke einen Mehrwert für den Gründer schafft.
Der Markt ist fragmentiert und wird stark von steuerberatenden Berufen dominiert. Die Haspa hat jedoch durch ihre hohe Markenbekanntheit und den Zugang zu Finanzdaten einen natürlichen Vorteil, sofern sie Qualität und Reputation gezielt einsetzt.
Es wird ein Modell vorgeschlagen, das auf klassischen Tagessätzen basiert, jedoch durch erfolgsabhängige Komponenten (wie Rückerstattungen im Falle eines Scheiterns) Vertrauen bei jungen Gründern schafft und die Bindung zur Bank stärkt.
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