Diplomarbeit, 2008
126 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Sozio-ökonomische Grundlagen von Sportevents
2.1 Typologien von Sportevents
2.2 Effekte von Sportevents
2.2.1 Ökonomische Effekte
2.2.2 Auswirkungen auf die Stadtentwicklung
2.2.3 Touristische Effekte
2.2.4 Sonstige Effekte
2.3 Sportveranstaltungen aus vereins- und verbandspolitischer Sicht
2.4 Sportevents als Instrument der Stadtpolitik
2.4.1 Tourismusförderung
2.4.2 Wirtschaftsförderung
2.4.3 Erhöhung des Freizeitwertes
2.4.4 Public Relations
2.5 Sportevents als Marketing-Instrument von Unternehmen
2.6 Zwischenfazit
3. Die Gerry Weber Open
3.1 Eventtypologische Einordnung
3.2 Gerry Weber – Modekonzern und Eventveranstalter
3.3 Halle – Strukturen der Stadt und der Region OWL
3.4 Die Besonderheiten der Gerry Weber Open als Rasenturnier und ihr Stellenwert für den Tennissport in Deutschland
3.5 Entwicklung der Gerry Weber Open – die Anfänge bis heute
3.6 Das Gerry Weber Stadion: Tennisstadion oder Multifunktionsanlage
3.7 Stellenwert der Gerry Weber Open im Eventkalender des Gerry Weber Stadions
3.8 Zwischenfazit
4. Methodische Vorgehensweise
4.1 Dokumentenanalyse
4.2 Leitfadengestützte Experteninterviews
4.2.1 Aufbau des Leitfadens
4.2.2 Auswahl der Interviewpartner
4.2.3 Auswertung der Interviews
5. Sozio-ökonomische Effekte der Gerry Weber Open in Halle
5.1 Touristische Effekte
5.2 Ökonomische Effekte
5.2.1 Beschäftigungseffekte
5.2.2 Effekte auf das Image und den Bekanntheitsgrad
5.3 Stadtentwicklung / Ausbau der (Sport)Infrastruktur in Halle
5.4 Sonstige Effekte
5.5 Zwischenfazit
6. Die Gerry Weber Open als Marketing-Instrument
6.1 Veranstalter Gerry Weber
6.1.1 Gerry Weber Management & Event OHG
6.1.2 Gerry Weber International AG
6.2 Stadt Halle/Westf.
6.2.1 Stadtmarketing von 1991 bis heute
6.2.2 Realisierung der Ziele des Stadtmarketings
6.3 Westfälischer Tennisverband und lokale Tennisvereine
6.4 Synergieeffekte
7. Schlussbetrachtung
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist die Analyse der Gerry Weber Open (GWO) in Halle/Westfalen unter besonderer Berücksichtigung ihrer sozioökonomischen Effekte und ihrer Bedeutung als Marketing-Instrument für verschiedene Stakeholder. Es wird untersucht, wie die jährlich ausgetragenen Turniere und der Eventstandort Gerry Weber Stadion (GWS) lokal und regional wirken und inwieweit Interessenvertreter diese für ihre Marketingaktivitäten nutzen.
2.1 Typologien von Sportevents
„So viel darüber gesprochen wird, so wenig liegt eine schriftliche Umschreibung des Begriffs „Event“ vor. Und dennoch hat der aus dem englisch stammende Begriff im Alltagswortschatz eine Bedeutung angenommen, die nicht scharf umrissen und klar bestimmt ist, aber doch einen gesellschaftlichen gemeinsamen Nenner aufzuweisen scheint und deswegen von kompetenten Sprechern des Deutschen (bzw. „Denglischen“) gekannt wird“ (KNOBLAUCH, 2000, S. 33) .
Die Vielfältigkeit von Events lässt sich anhand von ganz unterschiedlichen Gesichtspunkten eingrenzen, wobei eine einheitliche Abgrenzung von Veranstaltungstypen in der Literatur nicht zu finden ist (vgl. FREYER/GROSS, 2002, zitiert nach FREYER 1998, S. 19ff., GETZ 1997, RAHMANN 2000, S. 65). Zwar kann zwischen der Größe, der Veranstaltungsdauer, dem Anlass und Zweck, der Entstehung, der Häufigkeit, dem Turnus oder dem ökonomischen Charakter der Veranstaltung unterschieden werden. Es kommen jedoch zum Teil Überschneidungen der verschiedenen Gruppen vor (vgl. ebd.). Ein zusätzliches Verständnisproblem kann in der unterschiedlichen Sichtweise der Problematik zwischen der deutsch- und der englischsprachigen Literatur bestehen. Bspw. widmet sich die angelsächsische Literatur dem Begriff des „Events“ hauptsächlich in Bezug auf Großveranstaltungen. Hingegen bezeichnet die deutschsprachige Literatur im allgemeinen jegliche Art von kleinsten Veranstaltungen, wie kleinere Turniere, Straßenfeste oder andere lokale Veranstaltungen bereits als Event (vgl. SCHERHAG, 1998, S.84).
Nach FREYER/GROSS (2002, S. 1f.) ist die Größe eines Events ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal. Sie kann sich auf diverse Kriterien, wie z.B. Besucherzahlen, Teilnehmerzahlen oder wirtschaftliche Effekte beziehen und entscheidet, ob das Event letztendlich zu den „Mega-, Medium- oder Mikro-Events“ zu zählen ist (siehe Abb. 2).
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die wachsende Bedeutung von Sportevents im Marketing-Mix und definiert das Ziel sowie die Vorgehensweise der Diplomarbeit.
2. Sozio-ökonomische Grundlagen von Sportevents: Dieses Kapitel stellt theoretische Grundlagen zu Event-Typologien sowie ökonomischen, touristischen und sozio-kulturellen Effekten dar und beleuchtet deren Rolle im Marketing.
3. Die Gerry Weber Open: Hier werden die Gerry Weber Open als Tennisturnier und der Eventstandort GWS strukturell und historisch im Kontext des Unternehmens Gerry Weber eingeordnet.
4. Methodische Vorgehensweise: Das Kapitel beschreibt das methodische Design der Untersuchung, basierend auf einer Dokumentenanalyse und leitfadengestützten Experteninterviews.
5. Sozio-ökonomische Effekte der Gerry Weber Open in Halle: Diese Sektion evaluiert die Auswirkungen des Eventstandorts auf den Tourismus, die Beschäftigung sowie die Stadt- und Infrastrukturentwicklung in Halle.
6. Die Gerry Weber Open als Marketing-Instrument: Das Kapitel zeigt auf, wie der Veranstalter Gerry Weber, die Stadt Halle und der Westfälische Tennisverband den Standort GWS strategisch für ihre individuellen Marketingziele nutzen.
7. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den Erfolg der Gerry Weber Open sowie deren nachhaltige Bedeutung für die Region Halle/Westfalen.
Gerry Weber Open, Sportmanagement, Eventmarketing, Stadtmarketing, Sozio-ökonomische Effekte, Tennisturnier, Tourismusförderung, Infrastrukturentwicklung, Sponsoring, Hallmark-Event, Destination, Wirtschaftsförderung, Standortfaktoren, Corporate Identity, Region OWL
Die Arbeit analysiert die Gerry Weber Open in Halle/Westfalen als Instrument des Sport- und Stadtmarketings und untersucht deren sozioökonomische Wirkungen auf die Region.
Die zentralen Felder sind die sozioökonomischen Grundlagen von Sportevents, die Historie und Entwicklung der Gerry Weber Open sowie deren Funktion als Marketingplattform für Unternehmen und die Stadt Halle.
Das Ziel ist es, zu evaluieren, welche sozioökonomischen Effekte durch die GWO ausgelöst werden und wie die verschiedenen Stakeholder den Standort für ihr Marketing einsetzen.
Die Arbeit nutzt die Dokumentenanalyse von Primär- und Sekundärquellen sowie eine qualitative Erhebung mittels leitfadengestützter Experteninterviews.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen, die Analyse der ökonomischen und touristischen Effekte der Veranstaltung sowie die Untersuchung der Marketingstrategien der beteiligten Akteure.
Wichtige Begriffe sind Sportmanagement, Eventmarketing, Stadtmarketing, sozioökonomische Effekte und Sponsoring.
Durch technische Umrüstungen und ein wandelbares Dach kann das GWS neben Tennis auch für andere Events wie Handball, Volleyball, Basketball und Konzerte genutzt werden, um eine ganzjährige Auslastung zu ermöglichen.
Durch die weltweite TV-Präsenz und mediale Berichterstattung wird Halle als Standort bekannt, was zur Imageverbesserung und einer stärkeren Identifikation der Einwohner mit ihrer Stadt beiträgt.
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